BASF baut Recyclinganlage für Batterien in Schwarzheide

Die Batterierecyclinganlage wird es BASF ermöglichen, den gesamten Recyclingprozess zu optimieren und den CO2-Fußabdruck zu reduzieren. (Bild: BASF)

Chemiekonzern BASF plant den Bau einer Batterierecyclinganlage am Standort Schwarzheide in Brandenburg. Planmäßig soll die Inbetriebnahme der Anlage im Jahr 2024 stattfinden und damit etwa 30 neue Arbeitsplätze im Bereich der Produktion schaffen. Aufgrund der zahlreichen Zellproduzenten und E-Fahrzeughersteller in Mitteleuropa hat sich das Unternehmen nach eigenen Aussagen für den Standort Schwarzheide entschieden.

Die BASF Schwarzheide GmbH ist bereits seit 1990 Teil der BASF Gruppe und umfasst mehr als 2.000 Mitarbeiter, die am Produktionsstandort in der Lausitz Chemiespezialitäten herstellen. Die Produktpalette umfasst dabei bisher unter anderem Pflanzenschutzmittel, Wasserbasislacke, Technische Kunst- und Schaumstoffe. Ab 2024 sollen an diesem Standort zusätzlich bis zu 15.000 Tonnen Elektroauto-Batterien recycelt werden. Ziel des Prozesses ist die Zurückgewinnung von schwarzer Masse, die durch Lithium, Nickel, Kobalt und Mangan große Mengen an wichtigen Metallen zur Herstellung von Kathodenmaterial enthält. Zur hydrometallurgischen Weiterverarbeitung der schwarzen Masse plant BASF zudem eine entsprechende Anlage, die zur Mitte des Jahrzehnts hin errichtet werden soll.

Mit der Investition in eine Batterierecyclinganlage für schwarze Masse im großtechnischen Maßstab machen wir den nächsten Schritt, um die gesamte Wertschöpfungskette des Batterierecyclings bei BASF zu etablieren“, kommentiert Dr. Peter Schuhmacher, Leiter des Unternehmensbereichs Catalysts bei BASF. „Der geschlossene Kreislauf von Altbatterien hin zu Kathodenmaterialien für neue Batterien unterstützt unsere Kunden entlang der gesamten Batterie-Wertschöpfungskette, reduziert die Abhängigkeit von abgebauten Rohstoffen und ermöglicht eine Kreislaufwirtschaft“.

Der Unternehmensbereich Catalyst ist mit der Entwicklung von Umwelt- und Prozesskatalysatoren betraut, etwa im Bereich der Technologien zum Schutz der Luft, zur Produktion von Kraftstoffen und zur effizienten Herstellung einer Vielzahl von Chemikalien, Kunststoffen und anderen Produkten inklusive Batteriematerialien.

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