Nach wochenlangem Umbau

Opel hat die Produktion in Eisenach wieder aufgenommen

Nach mehreren Wochen mit Produktionsunterbrechungen läuft die Fertigung im Opel-Werk Eisenach wieder regulär. Umbauten und Prozessoptimierungen sollen den Anteil elektrifizierter Grandland-Modelle deutlich erhöhen.

1 min
Automobilmontagehalle mit hängenden Fahrzeugkarosserien über einer Produktionslinie.
Im Opel-Werk Eisenach rollt der Grandland wieder im normalen Takt vom Band.

Die Produktion im Opel-Werk Eisenach ist laut Medienberichten nach mehrwöchigen Umbau- und Optimierungsarbeiten wieder angelaufen. Seit Anfang Oktober hatte die Fertigung an mehreren Tagen geruht. Wie das Unternehmen mitteilte, dienten die Maßnahmen der Instandhaltung sowie der Anpassung von Produktionsabläufen, um künftig einen höheren Anteil elektrifizierter Fahrzeuge fertigen zu können. Über den Produktionsstopp hatte zunächst MDR Thüringen berichtet.

Fokus auf steigenden Elektroanteil

In Eisenach produziert Opel den Grandland in drei Antriebsvarianten: als Hybrid, Plug-in-Hybrid und vollelektrisches Modell. Rund die Hälfte der am Standort gefertigten Fahrzeuge ist nach Unternehmensangaben bereits elektrifiziert. Bis zum Jahresende soll den Berichten zufolge dieser Anteil auf 60 bis 70 Prozent steigen.

Der Standort nimmt innerhalb des Konzerns eine besondere Rolle ein. Das Werk fertigt seit Herbst 2024 ausschließlich die neue Generation des Grandland und produziert dabei sämtliche Antriebsvarianten auf einer gemeinsamen Montagelinie.

Produktion für mehrere Antriebe auf einer Linie

Die Voraussetzungen dafür wurden in den vergangenen Jahren umfassend geschaffen. Opel setzt in Eisenach auf eine hochflexible Fertigung mit gemeinsamen Prozessen für Verbrenner-, Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Laut Bereichsleiter Fertig- und Endmontage Marc Vockenberg sei das Werk inzwischen „optimiert und flexibel genug, den Grandland in allen Antriebsvarianten auf einer Linie zu fertigen“. Auch die Batteriemontage für die vollelektrischen Varianten wurde in den Standort integriert. Dabei kommen automatisierte Prozesse zum Einsatz, etwa beim Auftragen von Wärmeleitpaste oder bei der Montage der Batteriesysteme.

Das Thüringer Werk gilt als kleinster Fahrzeugstandort von Opel, produziert heute jedoch mit dem Grandland das größte Modell der Marke.

Kurzzeitige Produktionsunterbrechungen hatte es in Eisenach bereits in der Vergangenheit gegeben. Der Standort beschäftigt rund 1.100 Mitarbeiter und fertigt seine Fahrzeuge im Zwei-Schicht-Betrieb. Ziel der jüngsten Maßnahmen ist es nun, die steigende Nachfrage nach elektrifizierten Varianten des Grandland künftig besser bedienen zu können.