vegane Materialien von BMW

Vegane Produkte spielen mittlerweile nicht nur bei Lebensmittelhändlern eine Rolle. (Bild: BMW)

Im kommenden Jahr wird die BMW Group ihre ersten Fahrzeuge mit komplett vegan produzierten Innenräumen auf den Markt bringen. In BMW- und Mini-Modellen kommt dabei ein Material zum Einsatz, das sich für die Oberfläche von Lenkrädern eignet. „Das innovative Material hält zuverlässig Abnutzungen durch Abrieb, Schweiß und Feuchtigkeit stand und bringt alle positiven Eigenschaften von Leder mit“, erklärt Uwe Köhler, Leiter Entwicklung Karosserie, Exterieur und Interieur der BMW Group.

Durch den Verzicht auf Echtleder würden rund 85 Prozent der CO2-Emissionen entlang der Wertschöpfungskette eingespart werden, so BMW. Davon entfielen rund 80 Prozent auf das Methangas aus der Rinderzucht und rund 20 Prozent auf die energie- und wasserintensive Weiterverarbeitung der Rinderhaut.

Der Anteil der Fahrzeugkomponenten, die Spuren von tierischen Ausgangsstoffen tragen, sinkt damit auf weniger als ein Prozent. Diverse Stoffvarianten als Alternative zu Leder bietet der Autobauer ohnehin schon lange an. Künftig verbleiben lediglich wachsartige Substanzen wie Gelatine als Bestandteil von Schutzbeschichtungen, Lanolin in Lacken, Talg als Hilfsstoff in Elastomeren sowie Bienenwachs als Flussmittel für Lack.

BMW entwickelt stetig neue Materialien

In Kooperation mit Startups entwickelt BMW auch weiterhin innovative biobasierte Oberflächen. Im Vergleich zu den bisher eingesetzten Ledernachbildungen sei eine weitere CO2-Einsparung um rund 45 Prozent möglich, betont das Unternehmen. Beispiele sind etwa das biobasierte und erdölfreie Material MirumTM oder das ebenfalls neu entwickelte DeserttexTM aus pulverisierten Kaktusfasern und einer biobasierten Polyurethan-Matrix.

Eine verbesserte Kreislaufwirtschaft erreichten die Münchener indes bei ihren Fußmatten. Für zahlreiche Modelle werden diese aus Monomaterial hergestellt und dadurch ein schwer recycelbarer Materialmix vermieden. Jährlich würden dadurch rund 23.000 Tonnen CO2 und zusätzlich rund 1.600 Tonnen Abfall eingespart, da die recycelten Fußmatten und Materialverschnitte wiederverwendet werden.

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