Produktion von Seitenrahmen im Presswerk des BMW Group Werk Leipzig

Mit CO2-arm hergestelltem Stahl will BMW rund 400.000 Tonnen CO2 pro Jahr in der Produktion sparen. (Bild: BMW)

Wie BMW mitteilt, zahlt das Engagement auf die ambitionierten Nachhaltigkeitsziele im Lieferantennetzwerk ein. Erst im vergangenen Jahr meldete das Unternehmen mit dem Bezug von Stahl aus Schweden die CO2-Emissionen zu senken. Für die Herstellung von Aluminium greift BMW zudem auf Solarstrom aus der Wüste für die Aluschmelze zurück. Mit dem neuerlichen Engagement will der OEM anstelle von mit fossilen Rohstoffen erzeugtem Material verstärkt auf Basis von mit Erdgas oder Wasserstoff und grünem Strom hergestellten Stahl setzen. Eine entsprechende Vereinbarung zur Lieferung habe man mit der Salzgitter AG abgeschlossen.

Der CO2-arme Stahl soll ab 2026 für die Serienproduktion von Autos in den europäischen Werken der BMW Group eingesetzt werden. Damit weite man den Bezug CO2-reduzierten Stahls auf bereits zwei Lieferanten aus. Das weitere Unternehmen für emissionsreduzierte Stahllieferungen ist H2 Green Steel. Über 40 Prozent des Bedarfs in den europäischen Werken soll so bis 2030 abgedeckt werden. BMW zufolge will man die CO2-Emissionen dadurch um bis zu 400.000 Tonnen pro Jahr mindern. Die Presswerke der Gruppe verarbeiten in Europa mehr als eine halbe Million Tonnen Stahl im Jahr.

Stahl ist auch künftig einer der wichtigsten Werkstoffe

Stahl werde auch künftig einen wichtigen Anteil an der Karosserie und zahlreichen Komponenten haben, heißt es bei BMW. Beim OEM betont man dabei die vielseitigen Eigenschaften des Werkstoffs. Mit der Salzgitter AG hat der Autohersteller bereits vor mehr als fünf Jahren einen geschlossenen Materialkreislauf für Stahlblechabfälle im Werk Leipzig aufgebaut. Stahlblechabfälle werden an die Stahlproduzenten zurückgeschickt und weiter verarbeitet. Schon heute stammt dem OEM zufolge bis zu einem Viertel des Stahls bei den Fahrzeugen aus Recycling-Kreisläufen. Bis 2030 will man den Anteil auf bis zu 50 Prozent erhöhen. Der geringere Energieaufwand bei der Herstellung von Sekundärstahl reduziere die CO2-Emissionen um 50 bis 80 Prozent gegenüber der Produktion von Primärstahl, heißt es bei BMW.

Über seinen Venture-Capital-Fonds BMWi Ventures hat der OEM zudem in ein Verfahren zur CO2-freien Stahlherstellung investiert, das vom US-Startup Boston Metal entwickelt wurde. Dabei wird über eine Elektrolysezelle Flüssigeisen hergestellt, das später zu Stahl weiterverarbeitet wird. Voraussetzung für die CO2-Freiheit des Prozesses ist der Einsatz von aus erneuerbaren Energien hergestellten Stroms.

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