Auftrag für Airbag-Steuergeräte
Aumovio hilft Chery beim Ausbau der Produktion in Europa
Chery treibt den Aufbau seiner europäischen Fertigung voran und setzt dabei auf Aumovio. Der Zulieferer liefert künftig Airbag-Steuergeräte für lokal produzierte Modelle.
Aumovio unterstützt Chery künftig dabei, eine automobile Supply Chain in Europa aufzubauen.
Aumovio
Autozulieferer Aumovio und der chinesische Hersteller Chery weiten ihre langjährige Zusammenarbeit auf Europa aus. Beide Unternehmen wollen gemeinsam den Aufbau der künftigen Fahrzeugproduktion von Chery auf dem Kontinent vorantreiben. Dabei bringt Aumovio seine Entwicklungsressourcen, Fertigungskapazitäten und sein europäisches Produktionsnetzwerk ein.
Ein erster konkreter Auftrag liegt bereits vor: Chery hat Aumovio mit der Lieferung von Airbag-Steuergeräten (Airbag Control Units, ACU) für Fahrzeuge beauftragt, die künftig in Europa produziert werden. „Chery ist eines der am schnellsten wachsenden Automobilunternehmen – nicht nur in China, sondern auch weltweit. Mit der Ausweitung unserer Zusammenarbeit von China auf Europa beginnt ein neues Kapitel unserer langjährigen Partnerschaft“, erklärte Philipp von Hirschheydt, CEO von Aumovio.
Lokale Wertschöpfung gewinnt an Bedeutung
Die Zusammenarbeit geht über die Lieferung einzelner Komponenten hinaus. Aumovio will Chery nach eigenen Angaben auch bei lokaler Entwicklung, Industrialisierung, Fertigung, Liefermanagement sowie Aftersales-Prozessen unterstützen. Grundlage der Kooperation sind gemeinsame Technologieentwicklung, lokale Aktivitäten und der Aufbau widerstandsfähiger Lieferketten.
Für Aumovio ist das Projekt zugleich ein strategisch wichtiger Schritt. Erstmals begleitet das Unternehmen einen chinesischen Hersteller beim Aufbau seiner europäischen Produktionsaktivitäten.
Chery baut seine Präsenz in Europa schrittweise aus
Die Vereinbarung fügt sich in Cherys langfristige Expansionsstrategie für Europa ein. Der Hersteller verfolgt dabei einen deutlich lokaleren Ansatz als viele Wettbewerber aus China. So produziert Chery bereits gemeinsam mit dem spanischen Partner Ebro im ehemaligen Nissan-Werk bei Barcelona und arbeitet daran, den Anteil europäischer Komponenten kontinuierlich zu erhöhen. Ziel ist es, lokale Lieferketten aufzubauen und regulatorische Anforderungen sowie Handelsbarrieren besser zu adressieren.
Darüber hinaus hat Chery in den vergangenen Jahren Entwicklungsaktivitäten in Europa ausgeweitet, unter anderem am Standort Raunheim sowie in Spanien. Gleichzeitig entstehen schrittweise nationale Vertriebs- und Servicenetze für die Marken Omoda und Jaecoo. Statt auf schnelles Volumenwachstum setzt das Unternehmen nach eigenen Aussagen auf einen kontrollierten Marktausbau mit lokaler Wertschöpfung und langfristigen Industriepartnerschaften.