BMW iX5 Hydrogen

Am Polarkreis testet BMW den iX5 Hydrogen unter Extrembedingungen. (Bild: BMW)

Mit den Testfahrten möchte BMW sicherstellen, dass das Brennstoffzellensystem, die Wasserstofftanks oder die Leistungspufferbatterie des Fahrzeugs auch unter extremen Minustemperaturen zuverlässig ihre Arbeit leisten. Bereits im Laufe des aktuellen Jahres soll eine Kleinserie des Wasserstofffahrzeugs produziert werden. Während der Tests am Polarkreis habe sich bereits gezeigt, dass der Antrieb auch bei sehr tiefen Temperaturen die gleiche Alltagstauglichkeit aufweise wie ein Verbrennungsmotor. Bereits kurz nach dem Start stehe die volle Systemleistung zur Verfügung, die Reichweite des Modells bleibe auch bei klirrender Kälte uneingeschränkt erhalten, so der Hersteller. Gleichzeitig sei auch bei hohen Minusgraden der Tankvorgang in drei bis vier Minuten möglich.

Das Antriebssystem des iX5 Hydrogen kombiniert die Brennstoffzellentechnologie mit einem Elektromotor aus der fünften Generation des BMW eDrive. Der Wasserstoff wird in zwei 700-bar-Tanks aus carbonfaserverstärktem Kunststoff gespeichert, die Brennstoffzelle erzeugt eine Leistung von 170 PS. Zusätzlich kann der Elektromotor die in einer Leistungsbatterie gespeicherte Energie nutzen. Diese wird entweder durch die Brennstoffzelle oder per Rekuperation aufgeladen. Für besonders dynamische Fahrsituationen stehe so laut BMW eine Systemleistung von 374 PS zur Verfügung.

BMW engagiert sich für Wasserstoff-Infrastruktur

„Um unseren Kunden mit einer Brennstoffzelle ein attraktives Angebot für nachhaltige Mobilität machen zu können, ist auch eine ausreichende Wasserstoffinfrastruktur erforderlich“, sagt BMW-Entwicklungsvorstand Frank Weber. Neben der Erzeugung von grünem Wasserstoff umfasse dies auch eine flächendeckende Versorgungsinfrastruktur. „Als BMW Group unterstützen wir daher die Bestrebungen der EU-Kommission zur Umsetzung der AFIR (Alternative Fuels Infrastructure Regulation) zum parallelen Aufbau von Wasserstoff-Tankstellen und einer elektrischen Ladeinfrastruktur“, ergänzt Jürgen Guldner, Leiter BMW Group Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie und -Fahrzeugprojekte. „Wir wünschen uns sogar eine noch ambitioniertere Ausgestaltung und frühere Umsetzung.“

Im Rahmen des Green-Deal-Gesetzpaketes Fit for 55 strebt die Europäische Kommission die Schaffung einer verbindlichen Basisinfrastruktur an. Mit dem Umsetzen des AFIR-Entwurfs sollen europaweit in allen Mitgliedsstaaten 700-bar-Wasserstofftankstellen in einem maximalen Abstand von 150 Kilometern zueinander entlang der Hauptverkehrsstraßen errichtet werden. BMW fordert, diese Abstände bis 2027 auf 100 Kilometer zu verringern. Gleichzeitig begrüße man ausdrücklich die aktuellen Aktivitäten zur Förderung der Wasserstoffwirtschaft und der nachhaltigen Gewinnung des Treibstoffs. Dazu gehören insbesondere die in den IPCEI (Important Projects of Common European Interest) zusammengefassten Wasserstoffgroßprojekte.

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