100 Millionen Euro Investitionen

Tesla eröffnet Entwicklungszentrum in Berlin

In Berlin hat US-Elektro-Autobauer Tesla ein neues Entwicklungszentrum eröffnet. Rund 100 Millionen Euro investiert das Unternehmen in Forschung und Entwicklung, langfristig sollen dort bis zu 500 Ingenieure und Techniker arbeiten.

1 min
Tesla hat in einer umgebauten Fabrikhalle in Berlin-Köpenick ein neues europäisches Entwicklungszentrum eröffnet.

US-Elektrobauer Tesla hat in Berlin ein neues europäisches Entwicklungszentrum eröffnet. Ingenieure und Techniker arbeiten dort in Laboren an der Material-, Antriebs und Fahrzeugentwicklung, wie das Unternehmen mitteilte. Tesla baute für den Standort eine alte Fabrikanlage in Berlin-Köpenick um – nicht weit vom Tesla-Werk in Grünheide entfernt. Es ist die einzige Autofabrik von Firmenchef Elon Musk in Europa.

Geschäftsführer Jan Brückner sagte, auch einige Teile des vor kurzem in den USA vorgestellten Tesla Roadster seien in Berlin entwickelt worden. Der Sportwagen kann dank Raketendüsen kurze Entfernungen im Flug zurücklegen. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) sprach bei der Eröffnung des Entwicklungszentrums von einem starken Signal für den Innovations- und Wirtschaftsstandort Berlin.

250 Mitarbeiter, 100 Millionen Euro Investitionen

Das Entwicklungszentrum startet zunächst im Teilbetrieb, wie es hieß. In der ersten Ausbaustufe arbeiten dort dem Unternehmen zufolge mehr als 250 Beschäftigte. Sie kommen aus bestehenden Einrichtungen in Tilburg in den Niederlanden und von weiteren Labor-Standorten. Auch Sicherheitstests an Fahrzeugteilen – darunter Airbags – und Tests an Batteriezellen werden in einer großen Halle durchgeführt.

Für die zweite Ausbaustufe des Zentrums sei die Genehmigung schon beantragt, teilte Tesla mit. Damit solle der Standort auf rund 500 Ingenieure und Techniker wachsen. Die Investitionskosten betragen insgesamt 100 Milliionen Euro, wie Tesla mitteilte.

Nähe zu Tesla-Fabrik wichtig

„Wir sind hierhergekommen, um zu bleiben“, sagte der Leiter des Entwicklungszentrums, Brückner. „Wir bedienen über die Gigafactory Berlin-Brandenburg ganz Europa.“ Es sei wichtig gewesen, ein Gelände nah an dem Werk in Grünheide zu haben. In der ehemaligen Industrieruine in Berlin-Köpenick habe Tesla sein neues Zentrum möglichst schnell umsetzen können. Der erste Genehmigungsantrag wurde dem Unternehmen zufolge im September 2025 eingereicht. In den kommenden Monaten soll das Gebäude weiter ausgebaut werden.

Mit Blick auch auf eine mögliche Regierung in Berlin unter Führung der Linken sagte Wegner: „Gemeinsam mit Brandenburg sind wir Wachstumsregion. Das darf nicht gefährdet werden. Dafür braucht es verlässliche Rahmenbedingungen.“

Das Tesla-Werk in Grünheide soll ausgebaut werden. Mitte Oktober hieß es, auf dem Gelände will Tesla die Produktion nach den bisherigen Plänen von geplanten 500.000 Autos im Jahr – die noch nicht erreicht sind – auf eine Million im Jahr verdoppeln.