Medienbericht

Verschiebt Mercedes-Benz die US-Produktion des GLC auf 2030?

Mercedes-Benz soll den Produktionsstart des GLC im US-Werk Tuscaloosa um zweieinhalb Jahre verschieben. Statt 2027 soll das SUV erst 2030 in Alabama vom Band laufen.

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In Tuscaloosa baut Mercedes aktuell den GLE, GLS, EQE SUV und EQS SUV

Mercedes-Benz soll den geplanten Produktionsstart des GLC in den USA deutlich nach hinten verschieben. Statt wie ursprünglich vorgesehen im November 2027 könnte das SUV erst ab Mai 2030 im Werk Tuscaloosa in Alabama gefertigt werden. Das berichtet die US-Fachzeitschrift Automotive News unter Berufung auf zwei mit den Planungen vertraute Personen.

Hintergrund sei offenbar der Modellzyklus des GLC. Anstatt die aktuelle Generation in den USA zu lokalisieren und die Fertigungsanlagen wenige Jahre später erneut umzurüsten, wolle Mercedes dem Bericht zufolge direkt mit der nächsten Modellgeneration starten. Dabei gehe es um die Verbrennervariante des SUV, nicht um den neuen elektrischen GLC.

Die Verschiebung hätte allerdings ihren Preis: Der GLC gehört zu den wichtigsten Modellen von Mercedes auf dem US-Markt. In den ersten neun Monaten 2026 wurden dort knapp 54.000 Fahrzeuge verkauft. Bis zum Start einer lokalen Fertigung wären die aus Deutschland importierten Fahrzeuge weiterhin von US-Importzöllen in Höhe von 15 Prozent betroffen.

Mercedes hatte Investitionen von rund vier Milliarden US-Dollar in den Standort Alabama angekündigt. Dort werden bislang unter anderem GLE, GLS, EQE SUV und EQS SUV produziert. Laut Automotive News könnte die zusätzliche GLC-Fertigung die Jahresproduktion des Werks perspektivisch auf mehr als 280.000 Fahrzeuge steigern. Von Unternehmensseiten gab es zu dem Gerücht keine Aussage.