Der U5 von Aiways während der Fahrt von außen.

2020 brachte Aiways den U5 SUV auf den europäischen Markt. Er ist preiswert und soll auch im laufenden Betrieb geringe Kosten verursachen. (Bild: Aiways)

Der chinesische Hersteller wirbt mit innovativen Technologien, die für ein Leergewicht von nur 1.720 kg in der Standardversion sorgen. Doch das sei nicht der einzige Vorteil gegenüber vergleichbaren Modellen anderer Hersteller. Der Aiways U5 SUV müsse nur alle 100.000 Kilometer oder 36 Monate, je nachdem was zuerst eintritt, zur Wartung durch einen Aiways Servicepartner. Große Versprechungen für einen Newcomer, der mit einem Preis von rund 45.000 Euro aufwartet. Doch was steckt in dem Auto?

Das Herzstück des U5 ist die Rohkarosserie, die sogenannte MAS-Plattform. MAS steht für More Adaptable Structure. Sie besteht zu 52 Prozent aus leichtem und korrosionsbeständigem Aluminium und zu 48 Prozent aus speziell legierten hochfesten Stählen. Spezielle Klebe- und Fügetechniken im Rohbau führten zu einer um 50 Prozent erhöhten Torsionssteifigkeit des Aluminium-Unterbaus verglichen mit konventioneller Bauweise, verspricht das Unternehmen. Neben dem Aiways U5 SUV werden auch der in Kürze Premiere feiernde U6 SUV-Coupé sowie weitere Modelle auf dieser flexibel anpassbaren Plattform stehen.

Bei der Batterie sorge eine patentierte Sandwich-Struktur für eine hohe Crash-Sicherheit der 24 von CATL gelieferten Batterie-Module, so Aiways. Weiterhin sei durch die Struktur ein intelligentes Wärmemanagementsystems einsatzbereit, welche den Wirkungsgrad des Hochvolt-Systems steigere. Der Autobauer garantiert auch nach acht Jahren Betriebszeit 75 Prozent Restkapazität der Batterie.

Der Permanentmagnet-Synchron-Elektromotor drehe mit 16.000 Umdrehungen pro Minute etwa 25 Prozent höher als die von der Konkurrenz eingesetzten Maschinen. Die aus Elektromotor, Getriebe und Wechselrichter bestehende Antriebseinheit sorge für weniger Bauraum und Gewicht.

Im Praxistest des ADAC überzeugt der U5 ebenfalls. Besonders die Verarbeitung fiel den Testern positiv auf. Unklar sei jedoch noch, wie sich der U5 im Langzeittest schlage. Wie viele Inspektionen der U5 überhaupt schafft, wenn er doch nur alle 100.000 Kilometer zur selbigen muss, wird sich zeigen.

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