Neuer Produktionsvorstand
Christian Friedl folgt auf Albrecht Reimold bei Porsche
Porsche hat den Wechsel im Produktionsvorstand offiziell bestätigt. Albrecht Reimold geht Ende August in den Ruhestand, Christian Friedl übernimmt das Ressort Produktion und Logistik zum 1. September.
Albrecht Reimold (links) übergibt das Vorstandsressort Produktion und Logistik bei Porsche zum 1. September 2026 an Christian Friedl.
Porsche
Update vom 23. Juli 2026: Wechsel im Produktionsvorstand bei Porsche – Christian Friedl folgt zum 1. September auf Albrecht Reimold.
Porsche hat den Wechsel an der Spitze des Vorstandsressorts Produktion und Logistik offiziell bestätigt. Albrecht Reimold übergibt sein Amt mit Ablauf des 31. August 2026 an Christian Friedl. Der 65-Jährige scheidet nach Angaben des Sportwagenherstellers zum Ende seines Vertrags aus und geht in den geplanten Ruhestand. Damit bestätigt sich die Personalie, über die zunächst das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Unternehmens- und Aufsichtsratskreise berichtet hatte. Porsche ordnet den Schritt allerdings als planmäßigen Generationswechsel ein. Reimold stand seit 2016 an der Spitze des Produktionsressorts.
In seine mehr als zehnjährige Amtszeit fielen unter anderem der Aufbau der Taycan-Produktion in Zuffenhausen, die Steuerung des Produktionsnetzwerks während der Corona- und Halbleiterkrise sowie mehrere neue Fertigungsprojekte. Dazu zählen der Smart Press Shop in Halle, die Batteriemodulfertigung im slowakischen Horná Streda und das Joint Venture V4Smart für Hochleistungsrundzellen.
Reimolds Nachfolger Christian Friedl – dessen Name bereits kursierte – kommt aus den eigenen Reihen. Der 49-Jährige arbeitet seit 1999 für Porsche und hatte verschiedene Führungspositionen in der Produktion inne. Ab 2016 leitete er das Stammwerk in Zuffenhausen. Nach einer Station als Leiter des Seat-Werks in Martorell kehrte er 2023 zu Porsche zurück und übernahm die Leitung der Unternehmensqualität. Porsche-Chef Michael Leiters bezeichnet den Wechsel als geplanten Schritt. Friedl bringe die Voraussetzungen mit, um das Produktionsnetzwerk weiterzuentwickeln und die Wettbewerbsfähigkeit der Standorte zu stärken.
Stand vom 17.7.2026: Medienbericht – Porsche-Produktionsvorstand Reimold soll vorzeitig ausscheiden
Albrecht Reimold könnte sein Amt als Produktionsvorstand von Porsche früher als bislang vorgesehen abgeben. Wie das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Unternehmens- und Aufsichtsratskreise berichtet, soll der 65-Jährige den Sportwagenhersteller bereits zum 1. September 2026 verlassen. Sein Vertrag läuft demnach eigentlich noch bis Anfang 2027.
Über die Personalie soll der Porsche-Aufsichtsrat auf seiner Sitzung am 22. Juli entscheiden. Eine offizielle Bestätigung des Unternehmens gibt es bislang nicht. Porsche erklärte auf Anfrage des „Handelsblatts“, grundsätzlich keine Stellung zu Vorstandsthemen zu nehmen, die in die Zuständigkeit des Aufsichtsrats fallen.
Sollte Reimold tatsächlich vorzeitig ausscheiden, würde Porsche den Umbau seiner Führungsspitze fortsetzen. Erst vor wenigen Monaten hatte Michael Leiters den Vorstandsvorsitz von Oliver Blume übernommen. Blume konzentriert sich seitdem auf die Leitung des Volkswagen-Konzerns. Eine Aufgabe, um die ihn wohl kaum jemand aktuell beneidet.
Porsche steht unter anderem wegen des schwächeren Geschäfts in China, hoher Kosten und der laufenden Neuausrichtung unter Druck. Nach Angaben des Berichts soll das Produktionsressort eigenständig bleiben und neu besetzt werden. Eine Zusammenlegung von Produktion und Beschaffung sei demnach nicht mehr vorgesehen.
Als mögliche Nachfolger nennt das „Handelsblatt“ Wolfram Kirchert, Leiter des Volkswagen-Werks in Bratislava, und Christian Friedel, der derzeit die Qualitätssicherung bei Porsche verantwortet. Ob einer der beiden Manager tatsächlich zum Zuge kommt, ist bislang offen. Der neue Produktionsvorstand soll laut dem Bericht möglichst bereits beim Kapitalmarkttag am 7. Oktober gemeinsam mit der übrigen Führung die künftige Strategie des Sportwagenherstellers präsentieren.