Erneut Zehntausende Stellen in der Autoindustrie abgebaut
In der deutschen Autoindustrie sind 2025 Zehntausende Jobs weggefallen. Der VDA warnt vor einer „massiven Standortkrise“ – viele Unternehmen bauten vor allem in Deutschland Personal ab.
Im vergangenen Jahr musste die deutsche Automobilindustrie vor allem beim Personal schwerwiegende Sparmaßnahmen vollziehen.
(Bild: Volkswagen)
In der deutschen Automobilindustrie sind im vergangenen Jahr
Branchenschätzungen zufolge erneut Zehntausende Stellen abgebaut worden.
Demnach waren im vergangenen Jahr 726.000 Menschen im Automobilsektor tätig,
wie aus vorläufigen Daten des Verbands der Automobilindustrie (VDA) hervorgeht.
Das waren demnach knapp 47.000 Beschäftigte weniger als im Vorjahr und fast
107.000 weniger als im Vorkrisenjahr 2019.
Bei einer Branchenumfrage gaben demnach fast zwei Drittel der befragten
Unternehmen an, im vergangenen Jahr Stellen am Standort in Deutschland abgebaut
zu haben. Fast jedes zweite Unternehmen reduziere auch aktuell Arbeitsplätze.
Rund jeder vierte Betrieb baue lediglich in Deutschland Stellen ab, im Ausland
aber welche auf.
VDA: „Massive Standortkrise“
„Deutschland hat eine massive Standortkrise“, kritisierte VDA-Chefin Hildegard
Müller. „Die Bedingungen am Standort Deutschland und Europa verschlechtern sich
zusehends, das bringt die Unternehmen und ganz besonders den automobilen
Mittelstand unter Druck.“
Müller kritisierte insbesondere die Politik auf europäischer Ebene. „Noch zu
oft begegnet der Wirtschaft in Brüssel eine Kombination aus
Realitätsverweigerung und Relevanzillusion“, betonte sie.