Gewinn von Daimler Truck um 34 Prozent eingebrochen
Auch Daimler Truck muss einen merklichen Gewinneinbruch melden. Vor allem eine Region macht sich dabei bemerkbar. Beim Sparen kommt der Konzern dafür voran, heißt es.
In Nordamerika ist Daimler Truck über die Marke Freightliner unterwegs. Für den Dax-Konzern mittlerweile ein schwieriges Marktumfeld.
Daimler Truck
US-Zölle und eine schwache Nachfrage in Nordamerika haben
das Geschäft des Dax-Konzerns Daimler Truck im vergangenen Jahr stark belastet.
Der Gewinn beim Nutzfahrzeughersteller brach um 34 Prozent ein. Das
Konzernergebnis sei 2025 im Vergleich zum Vorjahr von rund 3,1 Milliarden Euro
auf zwei Milliarden Euro gesunken, teilte der Konzern aus
Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart mit.
Umsatz und Ergebnis rückläufig
Der Konzern habe „2025 in einem anspruchsvollen
Geschäftsumfeld mit rückläufigen Schlüsselmärkten ein resilientes
Konzernergebnis“ erzielt, hieß es laut Mitteilung. „Unsere Ergebnisse für 2025
zeigen eine verbesserte operative Performance in einem herausfordernden
Geschäftsumfeld“, sagte Daimler-Truck-Chefin Karin Rådström.
Allerdings gingen zentrale Finanzkennzahlen teils deutlich
zurück. Der Umsatz fiel um neun Prozent von rund 54,1 Milliarden Euro auf rund
49,5 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) im Industriegeschäft ging
um 20 Prozent auf rund 2,8 Milliarden Euro zurück. Für 2026 erwartete der
Konzern eine operative Verbesserung durch höhere Stückzahlen und
Effizienzsteigerungen, hieß es.
Marktschwäche in Nordamerika drückt auf Absatz
Der Absatz war 2025 zurückgegangen. Insgesamt verkaufte der
Konzern im vergangenen Jahr 422.510 Lkw und Busse. Das entspricht einem Minus
von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
In Nordamerika brach der Absatz um 26 Prozent ein. Dort
verkaufte der Konzern 2025 nur noch rund 142.000 Fahrzeuge. Der Markt
schwächelt, weil sich Speditionen beim Bestellen neuer Fahrzeuge zurückhalten.
Unter anderem wegen der US-Zölle lässt sich das in den kommenden Jahren
anfallende Transportvolumen schwer einschätzen.
Daimler
Trucks‘ Sparprogramm „Cost Down Europe“
Um wettbewerbsfähiger zu werden, hatte Daimler Truck im
vergangenen Jahr das Sparprogramm „Cost Down Europe“ aufgelegt. Bis 2030 sollen
damit die laufenden Kosten auf dem Heimatkontinent um mehr als eine Milliarde
Euro sinken. In Deutschland sollen deshalb ungefähr 5.000 Stellen wegfallen.
Betroffen ist insbesondere die Marke Mercedes-Benz. Aber auch in Nordamerika
soll gespart werden.
„Wir setzen unsere Effizienzmaßnahmen schneller um als
geplant“, sagte Rådström laut Mitteilung. 2025 habe das Unternehmen bereits
Nettoeinsparungen von über 100 Millionen Euro erzielt, teilte der Dax-Konzern
mit. Für 2026 strebe Daimler Truck Gesamt-Nettoeinsparungen von mindestens 250
Millionen Euro an.