Wegen China-Schwäche

Toyota-Absatz geht erstmals seit zwei Jahren zurück

Toyota hat im ersten Halbjahr 2026 weltweit weniger Fahrzeuge produziert und verkauft als im Vorjahreszeitraum. Vor allem die schwache Nachfrage in China sowie der Modellwechsel beim RAV4 bremsten das Geschäft.

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In Nordamerika beeinflusste unter anderem der Modellwechsel des SUV RAV4 die Produktionsergebnisse von Toyota.

Toyota hat im ersten Halbjahr 2026 erstmals seit zwei Jahren einen Rückgang bei globalem Absatz und Produktion verzeichnet. Der japanische Automobilhersteller setzte weltweit, inklusive Lexus, 5,01 Millionen Fahrzeuge ab. Das entspricht einem Minus von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die weltweite Produktion sank von Januar bis Juni um 1,2 Prozent auf 4,86 Millionen Einheiten.

China drückt auf die Entwicklung

Belastet wurde das Halbjahresergebnis vor allem durch die Entwicklung in China. Dort gingen die Verkäufe in den ersten sechs Monaten um 17,1 Prozent auf rund 695.000 Fahrzeuge zurück. Toyota verweist auf ein weiterhin schwieriges Marktumfeld im weltweit größten Automobilmarkt.

Demgegenüber entwickelte sich die Nachfrage in Nordamerika und Japan stabil. In Nordamerika lagen die Verkäufe im ersten Halbjahr leicht über dem Vorjahresniveau. Auf dem Heimatmarkt Japan profitierte Toyota unter anderem von einer robusten Nachfrage nach neueren Modellgenerationen.

Auch auf der Produktionsseite wirkten sich Sondereffekte aus. Nach Unternehmensangaben beeinflusste insbesondere der Modellwechsel des erfolgreichen SUV RAV4 die Fertigung in Nordamerika. Trotz weiterhin solider Nachfrage nach Hybridfahrzeugen führte die Umstellung auf die neue Generation zu einer geringeren Produktionsleistung im Halbjahr.

Juni mit leichtem Plus

Im Juni zeigte sich dagegen eine leichte Stabilisierung. Der weltweite Absatz stieg um 0,1 Prozent auf 868.454 Fahrzeuge. Die Produktion legte um 2,9 Prozent auf 879.321 Einheiten zu.

Damit deutet sich nach dem schwachen ersten Halbjahr zumindest eine leichte Erholung an. Ob diese Entwicklung anhält, dürfte jedoch maßgeblich von der Nachfrage in China und dem Hochlauf neuer Modellgenerationen abhängen.