ZF beruft Sebastian Schmitt in den Konzernvorstand
Sebastian Schmitt übernimmt zum 1. September einen Vorstandsposten bei ZF. Mit dem Wechsel verbindet der Automobilzulieferer personelle Veränderungen mit einer angepassten Verantwortung für zentrale Technologie- und Geschäftsbereiche.
Der Automobilzulieferer ZF besetzt eine zentrale Position im Konzernvorstand neu und verteilt mehrere Verantwortungsbereiche innerhalb des Führungsgremiums.
ZF Group
Der Aufsichtsrat von ZF hat Sebastian Schmitt mit Wirkung zum 1. September 2026 in den Konzernvorstand berufen. Der 44-Jährige übernimmt dort die Verantwortung für die Division Elektrifizierte Antriebstechnologien. Zudem werden ihm die Marktregionen Nord- und Südamerika zugeordnet. Schmitt leitet die Antriebssparte bereits seit November 2025. Mit seiner Berufung führt der Automobilzulieferer die operative und strategische Verantwortung für den Geschäftsbereich auf Vorstandsebene zusammen.
Peter Holdmann scheidet zum 31. August 2026 im Einvernehmen mit den zuständigen Gremien aus dem Vorstand aus. Nach Angaben des Unternehmens strebt er aus persönlichen Gründen keine Verlängerung seines Vertrags an. Holdmann gehörte dem Führungsgremium seit Mai 2024 an. Zuletzt verantwortete er die Division Chassis Solutions sowie das Konzernressort Forschung und Entwicklung. Seit März 2026 war er außerdem als Chief Technology Officer für die technologische Ausrichtung des Konzerns zuständig.
Der Manager arbeitet seit Anfang 2000 für das Friedrichshafener Unternehmen. Während dieser Zeit übernahm er verschiedene Führungsaufgaben in der Pkw-Fahrwerktechnik. Nach der Übernahme von TRW leitete er zwischen 2015 und 2018 die Fahrwerksaktivitäten des früheren Unternehmens innerhalb der ZF-Gruppe. Ende 2023 erhielt Holdmann den Auftrag, die zuvor getrennten Fahrwerkssparten in der neu geschaffenen Division Chassis Solutions zusammenzuführen. Nach eigener Einschätzung sei mit der Integration der Fahrwerkselektronik und von ZF Race Engineering ein wichtiger Schritt bei der Neuordnung des Bereichs erreicht worden.
Miedreich übernimmt zusätzliche Ressorts
Mit dem personellen Wechsel werden weitere Zuständigkeiten im Konzernvorstand angepasst. Vorstandschef Mathias Miedreich übernimmt von Holdmann die Verantwortung für Chassis Solutions und das Ressort Forschung und Entwicklung. Die Division Elektrifizierte Antriebstechnologien war bislang ebenfalls Miedreich zugeordnet. Dieser Bereich geht nun an Schmitt über. Damit verteilt der Technologiekonzern mehrere zentrale Entwicklungs- und Produktressorts innerhalb seines Führungsgremiums neu.
Aufsichtsratschef Rolf Breidenbach würdigte Holdmanns Arbeit bei der Integration und Weiterentwicklung der Fahrwerksaktivitäten. Zugleich verwies er auf die Fortschritte des Konzerns bei elektronisch gesteuerten Brems- und Lenksystemen. Schmitt kenne die Antriebssparte umfassend und habe nach Darstellung Breidenbachs dazu beigetragen, erste Ergebnisse der eingeleiteten Restrukturierung zu erzielen.
Langjährige Erfahrung im Antriebsgeschäft
Sebastian Schmitt ist seit rund zwei Jahrzehnten für ZF tätig. Vor seiner Berufung an die Spitze der Division Elektrifizierte Antriebstechnologien leitete der Wirtschaftsingenieur die Produktlinie Elektrifizierte Antriebssysteme.
Weitere Stationen führten ihn unter anderem an den mexikanischen Standort Saltillo. Zudem war er Geschäftsführer des Getriebewerks in Brandenburg. Der Konzern setzt damit bei der Neubesetzung auf einen internen Manager mit Erfahrung in der internationalen Produktion und im Geschäft mit elektrifizierten Antrieben.
Schmitt soll den eingeschlagenen Umbau seiner Division fortsetzen. ZF hatte für den Geschäftsbereich Restrukturierungsmaßnahmen vereinbart, deren Umsetzung nach Einschätzung des Aufsichtsrats bereits erste Fortschritte zeige.