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Das weltweite Produktionsnetzwerk von Tesla

Über 1,6 Mio Fahrzeuge produzierte Tesla im Jahr 2025. Dabei verändert sich das Werksnetz grundlegend: Model S und X sind Geschichte, der Cybercab läuft in Texas vom Band und Nevada bereitet die Serienfertigung des Semi vor. Wo Tesla heute welches Fahrzeug produziert.

Tesla Karossen im tekanischen Werk
Tesla hat sein Produktionsnetz in den vergangenen Jahren deutlich verbreitert: Neben den großen Fahrzeugwerken in Shanghai, Fremont, Austin und Grünheide kommen neue Fertigungsfelder wie Cybercab, Semi, Batteriezellen, Energiespeicher und Optimus hinzu.

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2025 war für Tesla erstmals seit Jahren kein weiteres Produktionsrekordjahr. Weltweit liefen 1.654.667 Fahrzeuge vom Band und damit sieben Prozent weniger als 2024. Der Schwerpunkt liegt weiterhin eindeutig auf Model 3 und Model Y: Zusammen kamen beide Baureihen auf 1.600.767 Fahrzeuge und damit auf knapp 97 Prozent des gesamten Produktionsvolumens. Im ersten Halbjahr 2026 zog die Fertigung allerdings wieder an. Tesla produzierte in Q1 408.386 und in Q2 weitere 451.758 Fahrzeuge. Zusammengenommen entspricht das rund 860.000 Einheiten und einem Plus von gut elf Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Gleichzeitig verändert sich die industrielle Ausrichtung des Unternehmens. Neben klassischen Elektroautos gewinnen Robotaxis, Nutzfahrzeuge, humanoide Roboter, Batteriezellen und stationäre Speicher innerhalb des Produktionsnetzes an Gewicht.Tesla-Fabrik in Fremont.

Anders als beispielsweise BMW oder Renault veröffentlicht Tesla keine Produktionszahlen für die einzelnen Fahrzeugwerke. Für einen Vergleich der Standorte eignet sich daher vor allem die von Tesla ausgewiesene installierte Jahreskapazität. Dabei weist das Unternehmen ausdrücklich darauf hin, dass diese Kapazität nicht mit der tatsächlichen Produktionsrate gleichgesetzt werden darf.

Teslas Fahrzeugwerke und Kapazitäten im Überblick

Infografik zum weltweiten Produktionsnetzwerk von Tesla mit Fahrzeugwerken, Modellen und installierten Jahreskapazitäten mit Stand 2026. In Fremont in Kalifornien produziert Tesla Model 3 und Model Y mit einer installierten Jahreskapazität von mehr als 550.000 Fahrzeugen. Die Gigafactory Texas in Austin fertigt das Model Y mit einer Kapazität von mehr als 250.000 Fahrzeugen pro Jahr sowie den Cybertruck und den Cybercab mit jeweils mehr als 125.000 Einheiten Jahreskapazität. In Sparks im US-Bundesstaat Nevada befindet sich die Produktion des Elektro-Lkw Tesla Semi in der Inbetriebnahme; eine installierte Jahreskapazität weist Tesla dafür bislang nicht aus. In Grünheide bei Berlin produziert die Gigafactory Berlin-Brandenburg das Tesla Model Y mit einer installierten Jahreskapazität von mehr als 375.000 Fahrzeugen. Die Gigafactory Shanghai in China ist mit mehr als 950.000 Model 3 und Model Y pro Jahr der nach installierter Kapazität größte Tesla-Fahrzeugstandort. Weltweit produzierte Tesla 2025 insgesamt 1.654.667 Fahrzeuge. Davon entfielen 1.600.767 Fahrzeuge auf Model 3 und Model Y. Im ersten Quartal 2026 produzierte Tesla 408.386 Fahrzeuge, im zweiten Quartal 2026 weitere 451.758 Fahrzeuge. Damit belief sich die weltweite Tesla-Produktion im ersten Halbjahr 2026 auf 860.144 Fahrzeuge. Die 2023 angekündigte Gigafactory im mexikanischen Bundesstaat Nuevo León ist derzeit pausiert und gehört nicht zum aktiven Produktionsnetzwerk von Tesla. Die Weltkarte ordnet die Tesla-Werke Fremont, Austin, Sparks, Grünheide und Shanghai geografisch ein und vergleicht deren Modelle, Produktionsstatus und installierte Fahrzeugkapazitäten.

Nordamerika

Fremont, Kalifornien: mehr als 550.000 Model 3 und Model Y

Austin, Texas: mehr als 250.000 Model Y, mehr als 125.000 Cybertruck und mehr als 125.000 Cybercab

Nevada: Tesla Semi, Fertigung in Inbetriebnahme

Europa

Berlin-Brandenburg (Gründheide): mehr als 375.000 Model Y

Asien

Shanghai: mehr als 950.000 Model 3 und Model Y

Mit mehr als 950.000 Fahrzeugen installierter Jahreskapazität bleibt Shanghai Teslas größter Fahrzeugstandort. Dahinter folgen Fremont und Texas. Die drei in Austin installierten Fahrzeugkapazitäten summieren sich inzwischen auf mehr als 500.000 Einheiten pro Jahr. Nevada kommt mit dem Tesla Semi als fünfter Fahrzeugstandort hinzu, befindet sich bei der eigentlichen Lkw-Fertigung aber noch in der Inbetriebnahme.

Nordamerika

Tesla-Fabrik Fremont

Fremont ist der älteste Fahrzeugstandort im heutigen Tesla-Produktionsnetz. Das Unternehmen übernahm 2010 die ehemalige Nummi-Fabrik, ein ehemaliges Joint Venture von General Motors. Hier startete 2012 die Produktion des Model S, später folgten Model X, Model 3 und Model Y.

2026 hat sich das Modellprogramm grundlegend verändert. Model S und Model X werden nicht mehr produziert. Tesla hat die bisherigen Fertigungslinien der beiden Baureihen stillgelegt und baut die Flächen für die Produktion des humanoiden Roboters Optimus um.

Für Model 3 und Model Y weist Tesla weiterhin eine installierte Jahreskapazität von mehr als 550.000 Fahrzeugen aus. Damit bleibt Fremont trotz des Endes von Model S und Model X einer der drei großen Pkw-Standorte im weltweiten Tesla-Netz. Parallel entsteht dort die erste großskalige Optimus-Fertigung. Die erste Linie ist perspektivisch – also laut Elon Musks Aussagen – auf bis zu eine Million Roboter jährlich ausgelegt. Wie immer bei Tesla-Zahlen, sind diese Prognosen jedoch mit Vorsicht zu genießen.

Aktuelle Fahrzeugmodelle: Tesla Model 3 und Model Y
Installierte Jahreskapazität: mehr als 550.000 Fahrzeuge

Tesla Gigafactory Texas

Texas hat sich zum vielseitigsten Fahrzeugstandort im Tesla-Netz entwickelt. Die Gigafactory in Austin ist zugleich Konzernzentrale und Produktionsstätte für Model Y, Cybertruck und inzwischen auch den Cybercab. Für das Model Y nennt Tesla eine installierte Jahreskapazität von mehr als 250.000 Fahrzeugen, beim Cybertruck sind es mehr als 125.000. Im zweiten Quartal 2026 kam der Cybercab hinzu. Auch für das speziell für den Robotaxi-Betrieb entwickelte Fahrzeug weist Tesla inzwischen mehr als 125.000 Einheiten Jahreskapazität aus. Der Konzern führt den Cybercab mittlerweile mit dem Status „Production“. Testfahrten auf öffentlichen Straßen haben ebenfalls begonnen.

Der Standort reicht weit über die Fahrzeugmontage hinaus. Tesla produziert in Texas 4680-Zellen mit mehr als 40 GWh installierter Jahreskapazität. Die eigene Kathodenmaterialfertigung befindet sich mit 10 GWh im frühen Hochlauf, ebenso die Lithiumraffinerie mit einer ausgewiesenen Kapazität von 30 GWh. Zusätzlich baut Tesla eine weitere Optimus-Linie auf und nimmt eine neue Megapack-Fertigung in Betrieb.

Aktuelle Fahrzeugmodelle: Tesla Model Y, Cybertruck und Cybercab
Installierte Jahreskapazität: mehr als 250.000 Model Y, mehr als 125.000 Cybertruck und mehr als 125.000 Cybercab

Tesla Gigafactory Nevada

Nevada war bislang vor allem Batterie-, Antriebs- und Energiespeicherstandort. Mit dem Tesla Semi erweitert sich die Rolle der Gigafactory bei Sparks nun um die Fahrzeugproduktion.

Im Bericht zum zweiten Quartal 2026 bezeichnet Tesla die Semi-Fertigung als „Commissioning“. Die Produktionsanlagen befinden sich damit in der Inbetriebnahme. Eine installierte Jahreskapazität für den Elektro-Lkw nennt Tesla bislang nicht. Der Konzern geht davon aus, die reguläre Produktion noch 2026 zu starten.

Daneben produziert Tesla in Nevada Powerwalls mit mehr als 6 GWh installierter Jahreskapazität. Eine neue Fertigung von LFP-Zellen für das Energiespeichergeschäft befindet sich mit einer vorgesehenen Kapazität von 7 GWh im frühen Hochlauf.

Fahrzeugmodell: Tesla Semi
Status: Fertigungsanlagen in Inbetriebnahme

Europa

Teslas Gigafactory Berlin-Brandenburg

Grünheide bleibt Teslas einziger Fahrzeugstandort in Europa. Seit März 2022 wird dort das Model Y produziert. Inzwischen weist Tesla eine installierte Jahreskapazität von mehr als 375.000 Fahrzeugen aus. Anfang 2025 stellte das Unternehmen die Fertigung auf die überarbeitete Generation des Model Y um. Der Modellwechsel erfolgte parallel in Fremont, Texas, Shanghai und Grünheide und sorgte vorübergehend für Produktionsunterbrechungen.

Parallel baut Tesla die Batterieaktivitäten in Grünheide aus. Im Bericht zum zweiten Quartal 2026 führt das Unternehmen die 4680-Zellfertigung am Standort mit dem Status „Construction“. Die Anlagen befinden sich damit weiterhin im Aufbau. AUTOMOBIL PRODUKTION berichtete im Mai 2026 über Investitionen von rund 250 Millionen US-Dollar und ein angestrebtes Produktionsvolumen von 18 GWh.

Aktuelles Fahrzeugmodell: Tesla Model Y
Installierte Jahreskapazität: mehr als 375.000 Fahrzeuge

Asien

Tesla Gigafactory Shanghai

Shanghai ist nach installierter Kapazität das mit Abstand größte Fahrzeugwerk von Tesla. Die Fabrik produziert Model 3 und Model Y und ist inzwischen auf mehr als 950.000 Fahrzeuge pro Jahr ausgelegt. Die Gigafactory nahm Ende 2019 die Fahrzeugproduktion auf und war Teslas erstes Autowerk außerhalb der USA. Der Standort versorgt den chinesischen Markt und übernimmt zugleich eine wichtige Exportfunktion. Anfang 2025 wurden auch hier die Linien für das überarbeitete Model Y angepasst.

In Shanghai hat Tesla sein Produktionsnetz inzwischen um eine zweite große Fabrik ergänzt. Die Megafactory Shanghai produziert stationäre Megapack-Speicher. Für sie weist Tesla derzeit eine installierte Jahreskapazität von 20 GWh aus.

Aktuelle Fahrzeugmodelle: Tesla Model 3 und Model Y
Installierte Jahreskapazität: mehr als 950.000 Fahrzeuge

Welche weiteren Produktionsstandorte betreibt Tesla?

Das industrielle Netzwerk von Tesla umfasst neben den Fahrzeugwerken mehrere spezialisierte Fabriken für Batterien, Energiespeicher und Ladeinfrastruktur.

  • In Lathrop in Kalifornien betreibt Tesla eine eigene Megafactory für stationäre Energiespeicher. Sie kann nach Unternehmensangaben jährlich rund 10.000 Megapacks produzieren. Das entspricht einer Speicherkapazität von 40 GWh.

  • Die Kato Road Factory nahe Fremont dient weiterhin der Batterieentwicklung und Pilotfertigung. Die großvolumige Produktion der 4680-Zellen hat sich inzwischen vor allem nach Texas verlagert.

  • Auch die Gigafactory New York in Buffalo gehört zum Fertigungsnetz, ist allerdings kein Fahrzeugwerk. Tesla produziert dort unter anderem Komponenten für das Energie- und Ladegeschäft. Seit 2026 entstehen am Standort zudem Schaltschränke für die vierte Supercharger-Generation V4.

Zusammen mit der Megafactory Shanghai zeigen diese Standorte, dass Teslas Produktionsnetz mittlerweile deutlich über die reine Automobilfertigung hinausgeht. Batteriezellen, stationäre Speicher, Ladeinfrastruktur und künftig auch humanoide Roboter werden zu eigenständigen Teilen des industriellen Footprints.

Was wurde aus Teslas Gigafactory in Mexiko?

Im März 2023 kündigte Tesla eine neue Gigafactory im mexikanischen Bundesstaat Nuevo León an. Das Werk sollte in Santa Catarina nahe Monterrey entstehen und Teslas Produktionsnetz in Nordamerika erweitern. Mehr als drei Jahre später ist von dem Großprojekt allerdings kaum mehr als der vorgesehene Standort geblieben. Einen Termin für den Baubeginn oder einen Produktionsstart nennt Tesla derzeit nicht.

Auch in Teslas aktueller Produktionsplanung spielt Mexiko keine Rolle. Die Kapazitätsübersicht für das zweite Quartal 2026 führt als Fahrzeugstandorte Kalifornien, Texas, Nevada, Berlin und Shanghai auf. Für Santa Catarina gibt es weder eine ausgewiesene Produktionskapazität noch einen Status innerhalb der aktuellen Fertigungsplanung. Dass das Projekt weiter ruht, bestätigte im Mai 2026 auch der Gouverneur von Nuevo León, Samuel García. Er bezeichnete die Gigafactory als pausiert. Auf dem vorgesehenen Gelände waren zu diesem Zeitpunkt weiterhin keine Fortschritte beim eigentlichen Fabrikbau zu erkennen. Tesla hat seitdem keine Wiederaufnahme des Projekts angekündigt.