Abgang des COO löst Führungswechsel bei Schaeffler aus
Der Automobilzulieferer Schaeffler stellt seine Führungsstruktur neu auf. Auslöser ist der Abgang des bisherigen COO. Mehrere Schlüsselpositionen im Executive Board und in den Regionen werden neu besetzt. Das Unternehmen spricht von einem geplanten Generationenwechsel.
Der Abgang von COO Andreas Schick sorgt bei Zulieferer Schaeffler für ein mehrstufiges Nachrücken auf verschiedenen Führungspositionen.Schaeffler
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Der Automobilzulieferer Schaeffler baut seine Konzernleitung um. Im Mittelpunkt steht der planmäßige Abgang von Andreas Schick, der zum 31. März 2026 aus dem Vorstand ausscheidet. Schick hatte seit 2018 den Bereich Produktion, Supply Chain Management und Einkauf als Chief Operating Officer verantwortet und gehört dem Unternehmen seit mehr als drei Jahrzehnten an. Sein Vertragsende wurde bereits im Herbst 2025 kommuniziert und vom Aufsichtsrat mit Bedauern aufgenommen. Zum 1. April 2026 übernimmt Jochen Schröder Schicks Nachfolge und damit als neues Vorstandsmitglied die Aufgaben des COO. Schröder ist seit Oktober 2024 Regional CEO Europa und war zuvor unter anderem für den Aufbau des E-Mobility-Geschäfts bei Schaeffler verantwortlich. Er kam 2018 zum Konzern und bringt Erfahrungen aus leitenden Positionen bei Zulieferern und bei BMW mit.
Mit dem Wechsel an der Spitze des operativen Bereichs geht zugleich eine Anpassung der Leitungsstrukturen einher. Der Aufsichtsrat hat beschlossen, perspektivisch das Ressort Forschung und Entwicklung mit dem des operativen Vorstands zusammenzuführen, um die Größe des Leitungsgremiums zu reduzieren und Effizienzpotenziale zu heben. Solche strukturellen Anpassungen sollen nach Unternehmensangaben die Reaktionsfähigkeit des Konzerns in einem sich wandelnden Marktumfeld verbessern.
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Schaeffler-Vorstandsvorsitzender Klaus Rosenfeld erklärte, die Personalveränderungen dienten insgesamt dazu, die Arbeit im Executive Board effizienter zu gestalten und einen Generationenwechsel einzuleiten, der den Konzern für künftige Herausforderungen stärken solle. Die Anpassungen erfolgen vor dem Hintergrund einer Phase tiefgreifender Transformation im internationalen Automobilmarkt.
Auf der regionalen Ebene ergeben sich ebenfalls Änderungen. Schröders Nachfolge als Regional CEO Europa übernimmt Rémy Triouleyre. Der 48-jährige Ingenieur leitet derzeit die Subregion Frankreich und hat über Jahre globale Kundenbeziehungen in Schlüsselmärkten wie Stellantis betreut. Triouleyre ist seit 2004 im Unternehmen und verfügt über langjährige Erfahrung in verschiedenen Managementfunktionen.
Auch in der wichtigen Region Greater China steht ein Führungswechsel an. Xiangbin Chen wird zum 1. Januar 2027 neuer Regional CEO Greater China. Er folgt auf Yilin Zhang, der planmäßig zum Jahresende 2026 in den Ruhestand geht. Chen verantwortet aktuell das E-Mobility-Geschäft in der Region sowie das dortige Key-Account-Management und bringt langjährige Erfahrung aus verschiedenen technischen und leitenden Funktionen bei Schaeffler in China mit.
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Jochen Schröder, Rémy Triouleyre und Xiangbin Chen (v.l.n.r.) erhalten im Zuge des Führungswechsels bei Schaeffler neue Positionen und Aufgaben.Schaeffler