Automationslösung für Lkw‑Fertigung in China
Comau automatisiert A6‑Truck‑Plattform bei Foton Daimler
Die Partnerschaft von Comau mit Beijing Foton Daimler Automotive Co., Ltd. (BFDA) wurde ausgebaut und in den Serienbetrieb überführt – das Unternehmen liefert eine vollautomatisierte Body‑in‑White‑Fertigungsanlage für die A6‑Schwerlasttruck‑Plattform im chinesischen Markt.
Comau liefert eine vollautomatisierte Fertigungslösung für die neue A6-Lkw-Plattform von Foton Daimler in China. Die Anlage ermöglicht die flexible Serienproduktion mit hoher Ausbringung und überwachter Prozessqualität.
Comau
Comau hat eine vollautomatisierte Fertigungslinie für die neue A6-Lkw-Plattform von Foton Daimler im chinesischen Markt realisiert. Die Produktionsanlage ist auf Flexibilität und hohe Ausbringung ausgelegt und ermöglicht die Verarbeitung von derzeit 66 Fahrzeugvarianten. Mit einer Jahreskapazität von bis zu 120.000 Einheiten und einem angestrebten OEE von über 90 Prozent adressiert das System die Anforderungen an Effizienz, Variantenvielfalt und Prozesssicherheit. Zum Einsatz kommen modulare Automatisierungstechnik, vernetzte Steuerungssysteme und digitale Prozessüberwachung in Echtzeit.
Warum wurde die Produktionslinie realisiert?
Foton Daimler verfolgt mit der neuen A6-Plattform das Ziel, die lokale Fertigung schwerer Nutzfahrzeuge in China effizienter und flexibler zu gestalten. Die Produktionsanlage wurde dafür auf hohe Stückzahlen und gleichzeitig große Variantenvielfalt ausgelegt. Konkret sind bis zu 120.000 Fahrzeuge pro Jahr geplant – darunter 66 Varianten auf Basis von 18 Grundmodellen. Die automatisierte Fertigung soll dabei nicht nur die Durchlaufzeit reduzieren, sondern auch eine stabile Produktionsqualität bei wachsendem Marktvolumen sichern.
Welche Technik kommt bei der Linie zum Einsatz?
Comaus System deckt die komplette Body-in-White-Fertigung ab – von Unterboden über Seitenstrukturen bis hin zu Türen und Dach. Die Linie ist auf 18 Grundmodelle ausgelegt und verarbeitet aktuell 66 Varianten. Durch modulare Stationen, automatische Werkzeugwechsler und standardisierte Schnittstellen bleibt die Linie anpassbar für zukünftige Modellreihen. Die vernetzte Steuerungstechnik ist in übergeordnete Systeme integriert und ermöglicht eine durchgehende Prozessüberwachung inklusive Qualitätsdatenanalyse in Echtzeit.
Welche Perspektiven bietet die Lösung für den Markt?
Mit der neuen Linie will Foton Daimler seinen Anspruch unterstreichen, im wachsenden Marktsegment für schwere Lkw mit lokal angepasster, effizienter Fertigung zu agieren. Die Produktionslösung ist dabei nicht nur auf hohe Stückzahlen ausgelegt, sondern auch auf schnelle Modellwechsel – ein zentrales Kriterium bei zunehmender Variantenvielfalt und steigenden Anforderungen an Lieferfähigkeit. Ein OEE-Wert von über 90 Prozent zeigt den Fokus auf Verfügbarkeit, Leistung und Qualität der Anlage. Für Comau stellt das Projekt einen strategischen Schritt zur Stärkung seiner Marktstellung in Asien dar.
Was steckt hinter dem Joint Venture Foton Daimler?
Foton Daimler ist ein Joint Venture zwischen Daimler und Beiqi Foton Motor, das seit 2012 auf die Produktion mittelschwerer und schwerer Lkw in China ausgerichtet ist . Daimler verantwortet Entwicklung, Qualitätsmanagement und Motorenmontage, während Foton Produktionskapazitäten und Marktinfrastruktur einbringt. Produziert werden Fahrzeuge der Marke Foton Auman sowie Motoren auf Basis von Mercedes-Benz-Technologie. Seit 2024/2025 engagiert sich das Unternehmen auch in Projekten zur Elektromobilität, darunter Batteriewechselsysteme für schwere Lkw. Ziel ist es, lokal emissionsarme Transportlösungen anzubieten und die Position im weltweit größten Lkw-Markt auszubauen.