Forvia beliefert Chery-Marke Luxeed mit Fahrzeugsitzen
Forvia hat einen mehrjährigen Auftrag der chinesischen Elektroautomarke Luxeed erhalten. Beim Zulieferer spricht man von der Lieferung mehrerer hunderttausend Sitzsysteme und einem Auftragswert von mehreren hundert Millionen Euro.
Luxeed ist ein Elektroautohersteller unter dem Dach des chinesischen Autokonzern Chery.
Luxeed
Forvia kann einen großen Auftrag auf dem Wachstumsmarkt China verkünden. Konkret wird das Zulieferunternehmen, das unter seinem Dach die Kompetenzen von Faurecia und Hella eint, mehrere hunderttausend komplette Fahrzeugsitzsysteme an Luxeed liefern. Luxeed ist eine Marke des chinesischen Autokonzerns Chery, die mit dem R7 und S7 zwei Elektro-Pkw-Modelle auf dem Markt anbietet. Der OEM ist derzeit zudem mit der Entwicklung eines sogenannten Multi-Purpose Vehicle, MPV, befasst. Bei Forvia Seating ist mit Blick auf die Vereinbarung von einer Präsenzstärkung auf dem chinesischen Automobilmarkt, insbesondere im schnell wachsenden Premium-Segment, die Rede. Das Auftragsvolumen umfasst mehrere hundert Millionen Euro.
Luxeed wird Forvias automatische Echtzeit-Sitzanpassung bieten
Die Sitzmontage erfolgt Forvia zufolge in einer eigens dafür eingerichteten Anlage in Wuhu im Südosten Chinas. Dort errichtet das Unternehmen eine neue Produktionslinie speziell für diesen Auftrag. Bauteile, Verstellmechaniken und Sitzgestelle werden von drei weiteren Unternehmenswerken in den chinesischen Städten Jiaxing, Wuxi und Yancheng bereitgestellt. Hinzu kommt die Lieferung ausgewählter Schlüsseltechnologien aus Forvias sogenanntem „Transformer Seat“, der im vergangenen Jahr auf der Auto Shanghai vorgestellt wurde. Für Luxeed wird Forvia automatische Echtzeit-Sitzanpassungen bieten, die über spezielle Algorithmen gesteuert werden. Zudem sollen die Sitzsysteme leichte Metallrahmen und sogenannte Zero-Gravity-Sitze enthalten, die sich in eine nahezu vollständig horizontale Position neigen lassen.
Das Projekt zeichne sich sowohl durch die schnelle Markteinführung der zugehörigen Technologien als auch durch den beschleunigten Produktionszeitplan aus, heißt es von Seiten des Zulieferers. Alle Vorbereitungen, einschließlich des Aufbaus der neuen Produktionslinie, sollen innerhalb von etwa sechs Monaten erfolgen, unterstützt durch umfangreiche Hilfe der Teams am chinesischen Forvia-Hauptsitz in Shanghai. Der Produktionsstart
ist für August 2026 vorgesehen.