Schaeffler integriert Thermomanagement in E-Achse

Durch die 4in1-Lösung lassen sich die Entwicklungszeit und die Kosten für aufwändige Neuentwicklungen des ganzen Antriebs reduzieren. (Bild: Schaeffler)

Schaeffler präsentiert zur Unterstützung seiner Elektromobilitätsstrategie zwei neue elektrische Achsenantriebe, kurz E-Achsen. Bisher wurden hierfür bis zu drei Antriebsteile in einer Einheit zusammengebracht. Mit der 4in1-E-Achse geht das Unternehmen nun einen Schritt weiter und integriert neben Elektromotor, Leistungselektronik und Getriebe auch das Thermomanagement in den Achsantrieb. Eine intelligente Steuerung sorgt dafür, dass überschüssige Wärme von Leistungselektronik und E-Motor effizient abgeleitet und im Fahrzeuginnenraum genutzt wird. Dies sorge neben einer Platz- und Gewichtreduzierung des Konstrukts ebenso für mehr Komfort und ermögliche eine höhere Reichweite sowie eine kürzere Ladezeit der Fahrzeuge, so Schaeffler.

Größter Vorteil des 4in1-Systems ist neben der kompakten Bauweise die Optimierung des Zusammenspiels der einzelnen Teilsysteme“, kommentiert Jochen Schröder, Leiter des Bereiches Elektromobilität bei Schaeffler. Weitere Effizienzvorteile sollen durch eine neue Wärmepumpe realisiert werden, die mit dem Kältemittel Kohlendioxid arbeitet. Dieses sei nicht nur umweltfreundlicher, sondern verfüge auch über physikalische Eigenschaften, mit denen sich Fahrzeuge effizienter heizen und kühlen lassen.

Weltweite Komponentenfertigung

Künftig werden auch elektrische Starrachsen an Automobilhersteller in Nordamerika geliefert, heißt es weiter. Die sogenannte Beam E-Achse verbindet Elektromotor, Getriebe, Leistungselektronik sowie die gesamte Hinterachse zu einem mehr als zwei Meter breiten Konstrukt. Dennoch bietet das Unternehmen auch weiterhin Einzelkomponenten, Teilsysteme oder Kombinationen aus einzelnen Antriebsteilen an.

Die Komponenten der E-Achsen werden an mehreren Standorten auf der ganzen Welt gefertigt. Unter anderem nahm Ende letzten Jahres das erste reine E-Mobilitätswerk im ungarischen Szombathely seine Arbeit auf. Zudem werden Komponenten für die E-Mobilität und die integrierten elektrischen Achsantriebe im chinesischen Taicang hergestellt. Im nordamerikanischen Wooster entsteht eine weitere Produktion, die aktuell bereits Hybridmodule fertigt.

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