Batterieproduktion startet

Webasto fertigt AMG-Batterien künftig am Standort Schierling

Webasto hat in Schierling die Produktion eines Hochleistungsbatteriesystems für das neue Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé aufgenommen. Unter anderem kennzeichnen Direktkühlung und KI-gestützte Prüfungen die anspruchsvolle Fertigung vor Ort.

1 min
Mehrere großformatige Batteriesysteme für Elektrofahrzeuge stehen auf einer automatisierten Produktionslinie im Webasto-Werk Schierling.
In Schierling entstehen die Batteriesysteme für das neue Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé auf weitgehend automatisierten Fertigungslinien.

Webasto hat in seinem Werk im bayerischen Schierling die Fertigung eines Hochleistungsbatteriesystems für das neue Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé aufgenommen. Nach Angaben des Zulieferers umfasst das Projekt sowohl die Herstellung der Batteriemodule als auch die anschließende Montage der vollständigen Batterieeinheiten. Der Auftrag soll die Bedeutung des Standorts innerhalb des Batteriegeschäfts des Unternehmens stärken. Das Werk dient dem Automobilzulieferer als Technologie- und Kompetenzzentrum für die Industrialisierung und Produktion entsprechender Systeme. Direktkühlung soll hohe Leistung ermöglichen.

Das Batteriesystem arbeitet laut Webasto mit einer Direktkühlung. Dabei umströmt ein spezielles Öl die einzelnen Batteriezellen unmittelbar. Auf diese Weise soll die entstehende Wärme gleichmäßig abgeführt werden. Die Konstruktion sei auf die hohen Leistungsanforderungen des Sportwagens ausgelegt, erklärte der Konzern. Gleichzeitig stelle das technische Konzept besondere Anforderungen an die Produktionsverfahren und die Qualitätssicherung. Vor allem die Integration der Kühltechnik erfordere präzise und weitgehend automatisierte Abläufe.

Fertigung auf automatisierten Produktionslinien

Für die Herstellung setzt Webasto nach eigenen Angaben auf hochautomatisierte Linien. Mehrere Arbeitsschritte greifen dabei direkt ineinander. Zum Einsatz kommen unter anderem Laserschweißverfahren sowie computergestützte Kontrollsysteme. KI-gestützte Prüfungen sollen dazu beitragen, mögliche Abweichungen frühzeitig zu erkennen und die Stabilität der Fertigungsprozesse abzusichern. Damit will der Zulieferer gewährleisten, dass die Batterien die vorgegebenen Leistungswerte auch unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen erfüllen.

Webasto führt die Umsetzung auch auf eine enge Abstimmung mit Mercedes-AMG zurück. „Dieses Projekt zeigt, was möglich ist, wenn Kunde und Lieferant von Beginn an eng zusammenarbeiten. Das Vertrauen von Mercedes-AMG in unsere Technologie- und Produktionskompetenz bestätigt unsere Fähigkeiten in der Industrialisierung anspruchsvoller Batteriesysteme“, betont Webastos CTO Marcel Bartling.