Forvia Hannover

Seit April dieses Jahres agiert die Dachmarke Forvia aus ihrem neuerbauten Hauptsitz in Hannover Marienwerder heraus. (Bild: Forvia)

Forvia, Dachmarke der Automobilzulieferer Hella und Faurecia, hat die Gründung einer neuen Marke bekanntgegeben. MATERI'ACT wird sich ab sofort intensiv mit der Entwicklung und Herstellung innovativer und nachhaltiger Materialien befassen. Die neue Gesellschaft entwickelt, bezieht, produziert und vertreibt Materialien mit einem geringen oder sehr geringen CO2-Fußabdruck, der um bis zu 85 Prozent unter dem entsprechenden Wert aktueller Werkstoffe liegt. Ihr Portfolio umfasst recycelte, biobasierte und kohlenstoffbindende Werkstoffe, biobasierte Folien, Low-CO2-Kohlenstofffasern sowie grünen Stahl für die Automobilindustrie und andere Branchen. Alle Materialien entsprechen dabei der Taxonomie-Verordnung der EU.

Fahrzeuge nachhaltiger machen sei das Ziel der Neugründung, so Forvia. Gleichzeitig ebnet die Dachmarke durch diese Maßnahme den Weg in Richtung Netto-Null-Emission, die das Unternehmen bis 2045 erreichen will. „Mit mehr als zehn Jahren Erfahrung in der Entwicklung biobasierter Materialien engagiert sich FORVIA nun noch stärker im Kampf gegen die Klimakrise“, erklärt Jean-Paul Michel, Executive Vice-President im Bereich Interior bei Faurecia. „Mit der Gründung von MATERI‘ACT engagieren wir uns durch erhebliche Investitionen in die Entwicklung von Materialien mit einem sehr geringen CO2-Fußabdruck.

Entsprechende Unterstützung bei der Nutzung von Abfällen und Bio-Rohstoffen erhält MATERI'ACT aus zentralen Partnerschaften – beispielsweise durch das Joint Venture APM mit Interval, das die Einbringung von Biomasse in Verbundstoffe ermöglicht oder durch eine gemeinsame Entwicklungsvereinbarung mit Veolia, die das Einbringen recycelter Bestandteile regelt. Eine weitere Entwicklungs- und Handelsvereinbarung mit Ananas Anam behandelt die Weiterverarbeitung von Ananasfasern, die als Abfallprodukte anfallen, zu einer nachhaltigen Lederalternative.

Ihren Hauptsitz wird die neue Gesellschaft für nachhaltige Materialien in Lyon haben. Geplant sind ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum sowie eine Pilotfertigungshalle, die bereits 2023 ihren Betrieb aufnehmen soll. Auf diese Weise soll die Entwicklung nachhaltiger Materialien unter strengen technischen Anforderungen vorangetrieben werden, um die künftigen Umweltschutzvorschriften erfüllen zu können. Bis 2025 sollen 400 Mitarbeiter bei MATERI‘ACT beschäftigt sein, ein Umsatz von mehr als zwei Milliarden Euro soll bereits 2030 erwirtschaftet werden.

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