36 neue Modelle aller Antriebsarten
Hyundai baut Produktion und Portfolio in den USA aus
Hyundai treibt seine Nordamerika-Strategie voran: Bis 2030 sollen 36 neue oder überarbeitete Modelle starten, der US-Fertigungsanteil auf 80 Prozent steigen und die Lieferkette deutlich lokalisiert werden. Ziel ist mehr Stabilität und Wachstum in einem schwierigen Markt.
Hyundai-CEO Muñoz will seinen Konzern deutlich krisenfester aufstellen – speziell auf dem derzeit sehr anspruchsvollen nordamerikanischen Markt.
Hyundai
Hyundai hat auf seiner jährlichen Hauptversammlung eine
umfassende Wachstumsstrategie für Nordamerika vorgestellt. Zwischen 2026 und
2030 will der Konzern 36 neue oder tiefgreifend überarbeitete Fahrzeuge in den
USA, Kanada und Mexiko auf den Markt bringen – darunter Pkw, SUVs, Pick-ups und
leichte Nutzfahrzeuge jeglicher Antriebs-Couleur. Zudem plant der Hersteller,
die Fertigung sowie die lokale Lieferkette in den USA massiv auszubauen.
Breite Modelloffensive
Die neuen Fahrzeuge umfassen sowohl Kernmodelle als auch
zusätzliche Ausstattungslinien wie XRT-Varianten und sportliche N-Derivate. Die
Modell-Offensive setzt bewusst auf eine breite Auswahl an Verbrenner-, Hybrid-,
Elektro- und Range-Extender-Antrieben. Speziell auf dem nordamerikanischen
Markt justieren einige Hersteller momentan ihre Elektrifizierungsstrategie,
unter anderem aufgrund des Anti-E-Auto-Kurses der US-Regierung unter Donald
Trump.
„Hyundai ist auf dem Vormarsch in Nordamerika“, sagte
Hyundai-Boss José Muñoz. „Mit einer erweiterten Produktpalette und einer
größeren Auswahl an Antrieben geben wir Kunden mehr Wahlmöglichkeiten – und
stärken gleichzeitig unser langfristiges Engagement für US‑Produktion und
Arbeitsplätze.“
Ausbau der US-Fertigung und Lieferkette
Die Modelloffensive ist Teil des bereits angekündigten
milliardenschweren Investitionsprogramms des südkoreanischen Autokonzerns
in den Vereinigten Staaten. Dazu gehören unter anderem ein neues, hochmodernes
Stahlwerk in Louisiana sowie ein Robotik‑Innovationszentrum, das die
industrielle Basis der Gruppe im Land erweitert.
Ein zentrales Element ist die stärkere Lokalisierung von
Produktion und Komponenten:
Hyundai peilt an, bis 2030 rund 80 Prozent
der in den USA verkauften Fahrzeuge auch dort zu montieren. Gleichzeitig soll
der lokale Lieferkettenanteil nach Unternehmensangaben von aktuell etwa 60 auf
ebenfalls 80 Prozent
steigen.
Strategie für langfristiges Wachstum
Mit der Kombination aus einer breiteren Modellpalette,
steigenden Produktionskapazitäten und lokaler Wertschöpfung will Hyundai seine
Widerstandsfähigkeit im nordamerikanischen Markt verbessern. Der Hersteller
verspricht sich davon mehr Flexibilität, eine effizientere Versorgungskette
sowie eine stärkere Ausrichtung an Kundenbedürfnissen in den USA, Kanada und
Mexiko. „Unsere erweiterte Produktpalette und die zunehmende Lokalisierung schaffen die Basis für nachhaltiges Wachstum in Nordamerika“, betonte Muñoz. Der Schritt dürfte ebenso als Antwort auf die deutlich rigidere
Zoll-Politik der US-Administration zu werten sein.