Mercedes-Benz_Maybach_GLS

Die Studie "Vision Mercedes-Maybach Ultimate Luxury" soll der Optik des Mercedes-Maybach GLS recht nahe kommen. Produktionstart für den Wagen ist noch 2019, Verkaufsstart im Jahr 2020. (Bild: Mercedes-Benz)

Wie Automotive News meldet, habe sich Daimler entschieden den Mercedes-Maybach GLS exklusiv in seinem Werk Tuscaloosa/Alabam zu fertigen. Vorgestellt werden solle der Wagen, mit dem der Autobauer in die Phalanx der Anbieter superluxuriöser SUVs einsteigt, noch 2019 in China, der Verkaufsstart ist für 2020 vorgesehen.

Überraschend kommt der Schritt nicht. Schließlich fertigen die Schwaben in ihrem US-Werk die SUV-Modelle GLS, GLE und GLE Coupé. 2019 kommt der neue GLS, auf dessen Plattform dann auch der Mercedes-Maybach gebaut wird. 

Mit dem Maybach GLS tritt Daimler gegen Luxusmodelle wie Bentley Bentayga, BMW X7 oder Rolls-Royce Cullinan an. Jahrzehntelang gab es bei mächtigen Geländewagen mit einer entsprechenden Luxusausstattung weltweit kaum ein nennenswertes Angebot. Das hat sich in den vergangenen Jahren deutlich geändert. Wurden 2018 weltweit 7.500 Einheiten Geländegänger zu Preisen oberhalb der 50.000-Euro-Marke verkauft, erwartet IHS Markit bis 2023 einen Anstieg auf über 20.000 Einheiten. Das ist absolut betrachtet zwar immer noch überschaubar, aber: weil die Luxus-Dampfer die Architektur meist mit "weltlichen" Modellen teilen, gelten sie als "Cash-Cows" der Autobauer. Der Maybach GLS wird auf einer Linie mit GLS und GLE gefertigt. In Tuscaloosa baut Mercedes etwa 50.000 GLS  jährlich, die aus dem Werk global exportiert werden. Der GLS Maybach komme zur richtigen Zeit, urteilen die Experten von IHS Markit. 75 Prozent der Maybach GLS-Fertigung verorten die Experten in China und  den USA, bevorzugtes Exportziel dürften auch die Vereinigten Arabischen Emirate sein.

Dass man sich bei Mercedes trotz des schwelenden Handelskonflikts zwischen USA und China für Tuscaloosa als exklusiven Produktionsstandort entschieden hat, überrascht die Experten von IHS Markit nicht.  Sie meinen, dass es sich nicht rechne, für China eine eigene Produktion aufzubauen. 

   

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