Forschungsprojekt ReDriveS
Schaeffler koordiniert Verwertungskonzept für E-Achsantriebe
Gemeinsam mit 25 Partnern engagiert sich Schaeffler im Projekt ReDriveS für ein automatisiertes und skalierbares Verwertungskonzept für elektrische Achsantriebssysteme mit dem Ziel, den Zugang zu hochwertigen Werkstoffen zu sichern.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Konsortiums am Schaeffler-Standort in Herzogenaurach
Schaeffler
Bei ReDriveS handelt
es sich um ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördertes
Leuchtturmprojekt, das auf ein industrielles, automatisiertes, skalierbares sowie
zerstörungsfreies Verwertungskonzept für elektrische Achsantriebe abzielt. Das
Projektvolumen beträgt mehr als 25 Millionen Euro bei über 16 Millionen Euro Gesamtförderung und läuft über 36 Monate. Schaeffler koordiniert das Projekt gemeinsam
mit 25 Partnern aus Industrie, Mittelstand und Wissenschaft.
Vor dem
Hintergrund der zunehmenden Elektrifizierung der Antriebe zählen neben der zerstörungsfreien
Demontage über innovative Recyclingverfahren bis hin zur digitalen Datennutzung
zu den Themen, die die Partner bearbeiten werden. ReDriveS schaffe nicht nur
einen technologischen Vorsprung zur Einhaltung gesetzlicher Recyclingvorgaben,
sondern sichere in Zukunft den günstigen Zugang zu hochwertigen Rohstoffen wie
seltenen Erden, heißt es bei Schaeffler. Zum
offiziellen Auftakt am 12. und 13. Januar 2026 trafen sich rund 80 Teilnehmerinnen
und Teilnehmer des Konsortiums am Schaeffler-Standort in Herzogenaurach, um den
Start des Forschungsprojekts feierlich zu begehen.
Skalierbares
Demontagekonzept soll Rohstoffe sichern
Der Zulieferer
hat neben seinem Produkt-Know-how eine ausgewiesene Expertise in der Industrialisierung dieser Systeme.
Mit der robotergeführten zerstörungsfreien Demontage von elektrischen
Achsantrieben wolle man herstellerübergreifend einen ökologisch und ökonomisch
sinnvollen Weg für einen zirkulären Materialfluss wertvoller Materialien bahnen
– etwas, das heute bei Achsantrieben noch nicht stattfinde, heißt es dazu in Herzogenaurach.
Eine besondere Rolle spielen dabei seltene Erden in den Magneten sowie Kupfer,
Aluminium, Stahl und elektronische Bauelemente - Materialien, die als Flaschenhals der E-Mobilität gelten. Das skalierbare
Demontagekonzept soll sowohl eine Reparatur des Achsantriebs, die Wiederverwendung
von Teilkomponenten, oder deren Recycling unterstützen.
Mehr Resilienz der
Wertschöpfungskette in der Elektromobilität
Im Fokus stehen
bei RedRiveS die Entwicklung automatisierter, robotergeführter Demontagesysteme
für elektrische Achsantriebe, Recyclingprozesse für Seltene-Erden-Magnete
(NdFeB) und andere strategische Materialien, sowie der Aufbau eines digitalen
Ökosystems mit digitalen Zwillingen für herstellerübergreifende Datennutzung. Das
Projekt soll Schaeffler zufolge maßgeblich zur Resilienz der
Wertschöpfungskette in der Elektromobilität beitragen und einen wichtigen
Beitrag zur Erfüllung künftiger Recyclingquoten sowie zu einer Reduktion des
zukünftigen CO₂-Fußabdrucks
von Elektrofahrzeugen in Deutschland und Europa leisten.
„Unser Ziel ist
es, elektrische Achsantriebe über digitale Zwillinge, automatisierte
Demontage und hochwertiges Recycling deutlich ressourceneffizienter zu
gestalten – und damit Rohstoffe sowie Lieferketten zu sichern, CO₂ zu senken und insgesamt den
Standort Deutschland zu stärken“, betont Tim Hosenfeldt, Leiter Zentrale
Technologien der Schaeffler AG. Die Ergebnisse des Projekts sollen nach
Abschluss in industrielle Anwendungen überführt und als Branchenlösung für
OEMs, Zulieferer und Recycler nutzbar gemacht werden.