Bundestags-Untersuchungsausschuss

VW-Aufsichtsrat Weil zu Piëch-Vorwürfen: Keine frühere Information

VW-Aufsichtsrat Stephan Weil
VW-Aufsichtsrat Stephan Weil: "Ich habe von "Dieselgate" im September 2015 erfahren - und nicht vorher."

Die Vorwürfe von Ex-VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch an weitere Kontrolleure im Abgas-Skandal haben für Niedersachsens Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) keine Substanz.

Die Darstellung in Medienberichten, Piëch habe andere Mitglieder des Volkswagen-Präsidiums schon im Frühjahr 2015 konkret auf Probleme bei Dieselabgasen in den USA angesprochen, treffe nicht zu, bekräftigte Weil am Donnerstag (16. Februar) im Bundestags-Untersuchungsausschuss in Berlin. Er und auch Landes-Wirtschaftsminister Olaf Lies hätten damals noch "keinerlei Informationen" in diese Richtung gehabt.

Alle Mitglieder des Aufsichtsratspräsidiums bei VW, die Piëch in Aussagen gegenüber Staatsanwälten und der US-Kanzlei Jones Day attackiert haben soll, hätten die Anschuldigungen inzwischen "mit sehr klaren Worten sehr vehement zurückgewiesen", betonte Weil. "Und ich möchte das hier noch einmal sagen: Ich habe von "Dieselgate" im September 2015 erfahren - und nicht vorher."


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