Forvia und Great Wall bauen globale Partnerschaft aus
Forvia und Great Wall weiten ihre Zusammenarbeit deutlich aus. Eine neue globale Rahmenvereinbarung umfasst internationale Märkte, gemeinsame Technologieprojekte sowie die Themen Lieferketten, Nachhaltigkeit und Produktion.
Forvia und Great Wall Motor wollen weltweit noch enger zusammenarbeiten.
Forvia
Automobilzulieferer Forvia und der chinesische Hersteller Great Wall Motor (GWM) wollen ihre bisherige Zusammenarbeit auf eine neue Ebene heben. Beide Unternehmen unterzeichneten eine globale strategische Rahmenvereinbarung, die die Kooperation über den chinesischen Markt hinaus auf internationale Regionen und zusätzliche Technologiefelder ausdehnt.
Die Vereinbarung umfasst unter anderem die Bereiche Entwicklung, Produktion, Nachhaltigkeit, Lieferkettenresilienz sowie die Weiterentwicklung von Fachkräften. Ziel sei es, die internationale Expansion von Great Wall zu unterstützen und zugleich die Entwicklung neuer Mobilitätslösungen voranzutreiben, teilt Forvia mit.
Fokus auf globale Produktions- und Technologiestandards
Forvia bringt in die Partnerschaft sein internationales Produktions- und Entwicklungsnetzwerk sowie Kompetenzen in den Bereichen Sitzsysteme, Elektronik, Beleuchtung und Emissionsreduzierung ein. Die Zusammenarbeit soll Great Wall dabei unterstützen, Fahrzeugprogramme schneller in verschiedenen Weltregionen umzusetzen und lokale Marktanforderungen zu erfüllen.
Martin Fischer, CEO von Forvia, verweist auf die zunehmende internationale Bedeutung chinesischer Automobilhersteller: „Chinesische Automobilhersteller werden zu bedeutenden globalen Akteuren und verändern die Wettbewerbsdynamik der Branche. Mit der Kombination aus den Wachstumsambitionen von Great Wall Motor und der Technologie- und Industriekompetenz von Forvia schaffen wir eine Plattform für langfristiges Wachstum und Innovation in den wichtigsten Automobilmärkten der Welt.“
Internationale Expansion im Mittelpunkt
Auch bei Great Wall steht die weitere Internationalisierung im Fokus. Das Unternehmen verfolgt nach eigenen Angaben eine globale Wachstumsstrategie und setzt dabei auf lokalisierte Entwicklungs-, Produktions- und Servicekapazitäten. Forvia soll diese Expansion mit seiner internationalen Präsenz und seinem Technologieportfolio unterstützen. GWM-COO und Supply-Chain-Chef Zhao Guoqing betont: „Ein Partner, der sowohl den chinesischen Markt versteht als auch über eine globale industrielle Präsenz und technologische Tiefe verfügt, ist für die internationale Entwicklung von Great Wall Motor von entscheidender Bedeutung.“
Der chinesische Autobauer erzielte im vergangenen Jahr einen Rekordabsatz: Weltweit wurden rund 1,32 Millionen Fahrzeuge abgesetzt. Besonders deutlich fiel das Wachstum im Auslandsgeschäft aus: Die Verkäufe außerhalb des chinesischen Festlands erreichten laut Unternehmensangaben ein historisches Allzeithoch. Im ersten Halbjahr 2026 sprang der Absatz fern der chinesischen Heimat um 47 Prozent auf 291.000 Fahrzeuge und erreichte damit fast die Hälfte des Konzernabsatzes. In Deutschland verkaufte Great Wall in dem Zeitraum nur knapp 700 Fahrzeuge.