Forvia verkauft Interieur-Geschäft an Private-Equity-Firma
Forvia verkauft sein Interieurgeschäft an die Investmentfirma Apollo. Der Geschäftsbereich wird mit 1,82 Milliarden Euro bewertet. Der Zulieferer will seine Nettoverschuldung um mindestens eine Milliarde Euro senken und sich auf margenstarke Technologien fokussieren.
Die Forvia Interior Business Group hat sich unter anderem auf Cockpit-Module spezialisiert.
Forvia
Der Automobilzulieferer Forvia trennt sich von seiner
Interiors Business Group. Der Konzern hat eine Vereinbarung zur Übernahme des
Geschäftsbereichs durch das Private-Equity-Unternehmen Apollo geschlossen. Die
Transaktion bewertet das Interieurgeschäft mit einem Unternehmenswert von 1,82
Milliarden Euro. Der Abschluss steht noch unter dem Vorbehalt der Anhörung
der Arbeitnehmervertretungen sowie der üblichen kartell- und
aufsichtsrechtlichen Genehmigungen. Forvia strebt den Vollzug bis zum
Jahresende an.
Schlüsselbaustein der Konzernstrategie
Mit dem Verkauf setzt Forvia einen zentralen Baustein seiner
neuen Konzernstrategie um, die das Management Ende Februar vorgestellt hatte.
Ziel sei es, das Portfolio stärker auf technologiegetriebene und margenstärkere
Aktivitäten auszurichten und gleichzeitig die finanzielle Basis des
Unternehmens zu festigen.
Konkret rechnet Forvia damit, die Nettoverschuldung um
mindestens eine Milliarde Euro zu senken. Nach Abschluss der Transaktion sollen
sämtliche Nettoerlöse zur Rückführung finanzieller Verbindlichkeiten verwendet
werden.
Bedeutender globaler Geschäftsbereich
Forvia Interiors ist einer der größten Geschäftsbereiche des
Konzerns und steht für rund 18 Prozent des konsolidierten Konzernumsatzes. Im
Jahr 2025 setzte die Sparte rund 4,8 Milliarden Euro um.
Der Bereich betreibt 59 Produktionsstandorte sowie acht
Forschungs- und Entwicklungszentren in 19 Ländern und beschäftigt weltweit mehr
als 31.000 Mitarbeiter. Zum Produktportfolio zählen unter anderem
Cockpit-Module, Türverkleidungen, Mittelkonsole und Oberflächenlösungen für den
Fahrzeuginnenraum.