Helmut Stettner kehrt nach Ingolstadt zurück
Jörg Menges wird Chef von Audi FAW NEV in China
Jörg Menges wird neuer Chef von Audis China-Joint-Venture FAW NEV. Der bisherige CEO Helmut Stettner kehrt nach Ingolstadt zurück. Audi versucht in China derweil den Turnaround.
Jörg Menges kennt sich aus in China und im Volkswagen-Konzern
AUDI AG
Zum 1. April 2026 tritt Jörg Menges die Position des CEO der
Audi FAW NEV Company Ltd. an. Er folgt auf Helmut Stettner, der nach Abschluss
seiner fünfjährigen Amtszeit nach Ingolstadt zurückkehrt. Stettner war seit der
Gründung des Unternehmens maßgeblich für den Aufbau des neuen
Produktionsstandorts in Changchun verantwortlich und leitete zuletzt die
Markteinführung des ersten E‑Modellportfolios.
Menges bringt über drei Jahrzehnte internationale Erfahrung
in der Automobilindustrie mit. Seit 2022 leitete er das Product Engineering bei
Audi in Ingolstadt. Zuvor war er Werkleiter bei FAW‑Volkswagen in Changchun und
sammelte dort Erfahrungen mit Blick auf die lokale Produktion, Marktmechanismen und Zusammenarbeit im Joint-Venture-Umfeld.
Wie geht es weiter mit Audi in China?
Unter der Leitung von Helmut Stettner wurde in Changchun der
erste ausschließlich für Elektromodelle ausgelegte Audi‑Produktionsstandort in
China errichtet. Im vergangenen Jahr hat Audi den Audi Q6L e‑tron und den Q6L
Sportback e‑tron in den chinesischen Markt eingeführt. Auf diese Modelle soll
bald der Audi A6L e‑tron folgen.
Wie andere deutsche Autobauer auch hat Audi auf dem chinesischen
Markt mit großen Problemen zu kämpfen. 2025 sank der Absatz im Reich der
Mitte um fünf Prozent auf 617.000 Einheiten, was gut 28 Prozent des
Gesamtabsatzes der Marke mit den vier Ringen ausmacht. Ohne dieses ikonische
Markensymbol versucht Audi seit kurzem gegen den Trend zu steuern: Gemeinsam
mit SAIC wurde die reinelektrische Submarke AUDI aus der Taufe gehoben, die
speziell jüngere und technikaffinere Kundschaft ansprechen soll. Der erste
Modellableger ist der E5, von dem seit Marktstart im August 2025 laut Medienberichten
bislang nur 7070 Exemplare verkauft werden konnten.