Für den europäischen Markt
Schaeffler und CATL entwickeln Batteriemanagementsysteme
Schaeffler und der Batteriehersteller CATL bauen ihre Kooperation aus. Die Partner wollen gemeinsam Batteriemanagementsysteme und integrierte PowerBox-Lösungen entwickeln. Ziel sind Elektrifizierungslösungen für europäische Automobilhersteller.
Vorne (v. l. n. r.): Xiangbin Chen, President E-Mobility Schaeffler Greater China, und Oscar Luo, Executive President und Head of Global Business Development bei CATL; hinten (v. l. n. r.): Thomas Stierle, Vorstand E-Mobility der Schaeffler AG, und Bruce Li, Executive President Quality Systems bei CATL.
CATL
Schaeffler und der chinesische Batteriehersteller CATL vertiefen ihre Zusammenarbeit im Bereich Elektromobilität. Beide Unternehmen haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, die die gemeinsame Entwicklung von Batteriemanagementsystemen (BMS) sowie sogenannten „X-in-1“-Integrated-PowerBox-Lösungen vorsieht. Die Kooperation baut auf einem bereits gewonnenen Kundenprojekt auf und richtet sich insbesondere an den europäischen Markt.
Fokus auf Batteriemanagement
Im Zentrum der Vereinbarung stehen zwei Technologiebereiche: Zum einen wollen die Partner Batteriemanagementsysteme entwickeln, die auf die Anforderungen europäischer OEMs zugeschnitten sind. Zum anderen sollen hochintegrierte PowerBox-Lösungen entstehen, die Hochvoltelektronik und elektromechanische Systeme in einer Einheit zusammenführen.
Nach Angaben der Unternehmen bringt Schaeffler seine Kompetenzen entlang der BMS-Wertschöpfungskette ein, darunter Hardware- und Softwareentwicklung, Systemintegration, funktionale Sicherheit sowie Test, Validierung und Serienproduktion in Europa. CATL steuert seine Expertise in Zelltechnologie, Batteriesystemen und der Industrialisierung großer Produktionsvolumina bei.
Thomas Stierle, Vorstand E-Mobility der Schaeffler AG, sieht in der Kooperation einen Hebel für den Ausbau des Elektrifizierungsportfolios: „Durch unsere Partnerschaft mit CATL wollen wir ein wettbewerbsfähiges Produktportfolio für den europäischen Markt und darüber hinaus aufbauen und so langfristigen Mehrwert für globale sowie für chinesische Automobilhersteller schaffen, die international expandieren.“
Europäische Lieferketten im Blick
Die Unternehmen begründen den Ausbau der Zusammenarbeit mit der steigenden Nachfrage nach integrierten Elektromobilitätslösungen in Europa. Mit der fortschreitenden Elektrifizierung und dem Umbau regionaler Lieferketten gewinne die Kooperation entlang der industriellen Wertschöpfungskette an Bedeutung, um neue Technologien schneller in die Serienproduktion zu überführen.
Auch CATL verweist auf die strategische Bedeutung des europäischen Marktes. „Wir verfolgen dieselben strategischen Ziele und teilen eine gemeinsame Vision für die Entwicklung der Branche“, sagte Bruce Li, Executive President Quality Systems bei CATL. Gemeinsam wolle man künftig BMS- und integrierte PowerBox-Lösungen für Europa entwickeln und zudem den Einsatz von Cloud Computing und künstlicher Intelligenz im Batteriemanagement untersuchen.
Mit der Absichtserklärung unterstreichen beide Unternehmen ihren Anspruch, ihre Position im europäischen Markt für batterieelektrische Fahrzeuge auszubauen und weitere internationale Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen.