E-Auto-Fertigung in Europa
Hyundai startet Ioniq-3-Produktion in der Türkei
Hyundai hat die Serienproduktion des vollelektrischen Ioniq 3 im türkischen Werk Izmit aufgenommen. Mit Investitionen in Fahrzeug- und Batteriefertigung stärkt der Konzern seine europäische E-Auto-Strategie und lokale Wertschöpfung.
Im türkischen Izmit startet die Produktion des Ioniq 3. Für das kompakte E-Auto wurde der Standort grundlegend überarbeitet.
Hyundai
Hyundai hat die Serienfertigung des vollelektrischen Ioniq 3 im Werk Izmit offiziell aufgenommen. Für den südkoreanischen Hersteller markiert der Produktionsstart einen wichtigen Schritt beim Ausbau seiner europäischen Elektroauto-Fertigung. Nach Unternehmensangaben ist der Ioniq 3 zugleich das erste Elektro-Pkw-Modell eines ausländischen Herstellers, das in der Türkei produziert wird.
Dem Produktionsanlauf ging eine umfassende Modernisierung des Standorts voraus. Hyundai investierte allein für die Umstellung auf die Elektrofahrzeugfertigung rund 250 Millionen Euro. Insgesamt flossen seit der Eröffnung des Werks im Jahr 1997 nach Unternehmensangaben mehr als 1,18 Milliarden Euro in den Standort. Mehr als die Hälfte der Produktionsanlagen wurde für die Fertigung elektrifizierter Fahrzeuge modernisiert. Parallel dazu wurden über 1.000 Beschäftigte für neue Aufgaben qualifiziert. Heute beschäftigt Hyundai in Izmit und am türkischen Hauptsitz in Istanbul rund 2.400 Mitarbeiter.
„Die Produktion unseres ersten Elektrofahrzeugs in der Türkei stärkt unsere Fertigungskapazitäten, erhöht unsere Flexibilität gegenüber den Kundenanforderungen und unterstützt unser Ziel, elektrifizierte Mobilität in Europa breiter verfügbar zu machen“, erklärte Xavier Martinet, Präsident und CEO von Hyundai Motor Europe.
Batteriemontage direkt am Fahrzeugwerk
Ein zentraler Bestandteil der Elektrifizierungsstrategie ist der Aufbau lokaler Wertschöpfung. Gemeinsam mit Hyundai Mobis hat der Hersteller deshalb am Standort eine Batteriemontage aufgebaut. Insgesamt investiert Hyundai 715 Millionen Euro in den Ausbau seiner türkischen Aktivitäten, davon rund 55 Millionen Euro in die Batteriefertigung.
Auf einer Fläche von rund 30.000 Quadratmetern entstehen Batteriepacks für lokal produzierte Elektrofahrzeuge. Die Fertigung erfolgt weitgehend automatisiert mit 27 Robotern. In einer ersten Ausbaustufe sollen mehr als 300 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Batterieproduktion dient zunächst dem Ioniq 3. Perspektivisch soll die Anlage auch Batterien für Hybridfahrzeuge montieren und die Basis für weitere elektrifizierte Modelle bilden.
Teil einer globalen Wachstumsstrategie
Die Produktion des Ioniq 3 fügt sich in die langfristige Wachstumsstrategie des Hyundai-Konzerns ein. Die Südkoreaner wollen die weltweiten Verkaufszahlen bis 2030 deutlich steigern und setzen dabei auf ein breites Antriebsportfolio aus batterieelektrischen Fahrzeugen, Hybriden, Range-Extender-Modellen und Brennstoffzellenfahrzeugen.
Europa spielt in diesen Plänen eine zentrale Rolle. Nach den größeren Modellen Ioniq 5, Ioniq 6 und Ioniq 9 soll der kompakte Ioniq 3 neue Kundengruppen für die Elektromobilität erschließen. Das Modell kommt ab September in den ersten Märkten auf den Markt und wird in zwei Batterie- und Antriebsvarianten angeboten.
„Wir sind stolz darauf, die erste Generation des Ioniq 3 in der Türkei zu produzieren“, sagte Alex Kim, CEO von Hyundai Motor Türkiye. „Der Ioniq 3 steht für ein langfristiges Engagement von Hyundai Motor Company, Hyundai Motor Europe und Hyundai Motor Türkiye. In den kommenden Jahren wollen wir unsere Produktionskapazitäten weiter ausbauen.“