Volvo Cars kämpft weiter mit Problemen
Volvo Cars rutscht weiter ab: Umsätze, Gewinn und Verkäufe brechen ein. Hoffnungsträger sind immerhin die E-Autos der Schweden – ihr Absatz steigt auf Rekordniveau.
E-Modelle wie der EX60, der kürzlich sein Produktionsdebüt im schwedischen Torslanda gefeiert hat, federn Volvos schwaches Gesamtergebnis etwas ab.
Volvo / Kris Wood
Der von Chinesen kontrollierte schwedische Autobauer Volvo
Cars hadert weiter mit einer schwachen Nachfrage. Der Umsatz im ersten Quartal
fiel im Jahresvergleich um zwölf Prozent auf 72,6 Milliarden schwedische Kronen
(6,7 Mrd Euro), wie das Unternehmen am Mittwoch in Göteborg mitteilte. Die
Verkäufe an Endkunden sackten um elf Prozent auf rund 153,3 Tausend Fahrzeuge
ab. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern rutschte um 17 Prozent auf 1,6
Milliarden Kronen ab. Die entsprechende Marge lag mit 2,2 Prozent noch etwas
niedriger als ein Jahr zuvor.
Volvo-Chef Hakan Samuelsson begründete die
Ergebnisentwicklung insbesondere mit den Verkäufen und deren Verkaufspreisen,
aber auch mit US-Einfuhrzöllen und Abschreibungen. Unter dem Strich sank der
Gewinn von einer Milliarde auf 0,7 Milliarden Kronen.
E-Autos verbessern das Ergebnis bei Volvo
Als positiven Faktor verwies Samuelsson auf eine starke Verkaufsentwicklung bei
den vollelektrischen Autos, die um 12 Prozent anzogen. Der Anteil an den
Gesamtverkäufen wuchs auf nahezu ein Viertel – laut Samuelsson der höchste
Anteil unter Premiumherstellern. Mit dem neuen Elektro-SUV EX60 stehe der
größte Schritt nach vorne aber erst noch bevor, schrieb der Manager. Die
Bestellungen überträfen weiter die internen Erwartungen.
Aus dem Betrieb und dem Investitionsbereich flossen im ersten Quartal 10
Milliarden Kronen an Mitteln ab und damit noch einmal deutlich mehr als im
Vorjahreszeitraum. Dafür machte Volvo saisonale Faktoren sowie den Lageraufbau
für die anlaufende Produktion des EX60 verantwortlich.