Mahle startet Produktion von E-Kompressoren in Indien
Mahle hat im indischen Coimbatore die nach eigenen Angaben erste Produktionsstätte des Landes für E-Kompressoren eröffnet. Der Zulieferer investiert sieben Millionen Euro und will dort künftig mehr als 300.000 Einheiten pro Jahr fertigen.
Redaktion Redaktion
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Mahles Komponentenwerk im südindischen Coimbatore.Mahle
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Mahle hat im südindischen Coimbatore eine neue Produktionsstätte für E-Kompressoren in Betrieb genommen. Nach Unternehmensangaben handelt es sich um die erste Fertigung dieser Art in Indien. Für den Aufbau der Produktion investiert der Automobilzulieferer rund sieben Millionen Euro. Die neue Fertigungslinie ist auf eine Jahreskapazität von mehr als 300.000 E-Kompressoren ausgelegt. Die Komponenten sollen sowohl indische Kunden als auch internationale Märkte beliefern. Mit dem Produktionsstart entstehen rund 50 neue Arbeitsplätze.
E-Kompressoren gelten als zentrale Bausteine für das Thermomanagement batterieelektrischer Fahrzeuge. Sie sorgen dafür, dass die Batterie in einem optimalen Temperaturfenster betrieben wird. Das kann sich positiv auf Lebensdauer, Ladegeschwindigkeit und Reichweite auswirken.
Standort Coimbatore gewinnt an Bedeutung
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E-Kompressoren sind wichtig für das Thermomanagement von E-Autos.Mahle
Mit der neuen Fertigung erweitert Mahle sein Elektromobilitäts-Portfolio in Indien. Der Standort Coimbatore produziert bereits Anlasser, Generatoren sowie Traktionsmotoren und Steuergeräte für Zwei- und Dreiräder.
Zudem hatte das Unternehmen dort bereits 2023 ein Entwicklungszentrum eröffnet. Dieses übernimmt unter anderem die Validierung von Produkten und soll die regionalen Entwicklungs- und Fertigungskompetenzen stärken.
„Indien zählt zu den dynamischsten Automobilmärkten der Welt. Die kommenden zwei bis drei Jahre werden für die weitere Verbreitung von E-Fahrzeugen richtungsweisend sein. Wir werden diese Entwicklung mit unseren Technologien und unserer starken lokalen Präsenz aktiv unterstützen und streben ein deutliches Umsatzwachstum an“, sagte Roger Busch, Vertriebschef von Mahle und Mitglied der Konzernleitung.
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Seit Jahrzehnten im indischen Markt aktiv
Mahle ist seit 1958 in Indien vertreten. Damals startete die Produktion von Kolben im Rahmen eines Joint Ventures. In den folgenden Jahrzehnten baute der Konzern seine Aktivitäten kontinuierlich aus und erschloss Geschäftsfelder wie Ventiltriebskomponenten, Filtration, Thermomanagement sowie Elektronik und Mechatronik.
Heute beschäftigt Mahle nach eigenen Angaben rund 5.900 Mitarbeitende an 15 Standorten in Indien und beliefert dort nahezu alle bedeutenden Fahrzeughersteller.
Unabhängig von der aktuellen Investition berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass Mahle erneut einen Börsengang seines Indien-Geschäfts prüft. Demnach habe der Zulieferer erste Gespräche mit potenziellen Beratern über eine Aktienplatzierung an der Börse in Mumbai geführt.
Laut Bloomberg könnte eine mögliche Emission zwischen 300 und 400 Millionen US-Dollar einbringen. Die Überlegungen befänden sich allerdings noch in einem frühen Stadium, sodass sich Umfang und Struktur eines möglichen Börsengangs noch ändern könnten. Bereits 2024 hatte Mahle einen solchen Schritt erwogen, die Pläne damals jedoch nicht weiterverfolgt. Mahle selbst wollte sich zu den Spekulationen nicht äußern.