Mahle setzt in Thailand stärker auf eigene Solarstromerzeugung
Mahle erweitert die erneuerbare Energieversorgung seines Werks in Samut Prakan. Eine neue Photovoltaikanlage soll rund 14 Prozent des jährlichen Strombedarfs decken und zugleich die CO2-Emissionen des Standorts deutlich reduzieren. Pro Jahr vor Ort.
Die neue Solaranlage ist auf mehreren Dachflächen des Mahle-Standorts in Samut Prakan installiert und umfasst insgesamt das System 1.639 Module.
Mahle
Mahle hat am Produktionsstandort Samut Prakan in Thailand eine neue Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Die auf dem Dach installierte Anlage umfasst 1.639 Solarmodule und erreicht nach Angaben des Automobilzulieferers eine Leistung von einem Megawattpeak. Pro Jahr soll die Anlage rund 1.100 Megawattstunden Strom erzeugen. Damit könne sie etwa 14 Prozent des jährlichen Strombedarfs des Werks abdecken. Der Stuttgarter Konzern rechnet zudem damit, die standortbezogenen CO2-Emissionen um bis zu 540 Tonnen jährlich zu verringern. Für das Werk in Samut Prakan ist es die erste eigene Anlage zur Erzeugung erneuerbarer Energie. Mahle bezeichnet den Standort als einen wichtigen Produktionsstandort seines Netzwerks in Südostasien.
Strombezug über langfristiges Vertragsmodell
Umgesetzt wurde das Projekt im Rahmen eines Power Purchase Agreements. Das Modell ermöglicht dem Zulieferer nach eigenen Angaben, den erzeugten Solarstrom vor Ort zu nutzen, ohne zunächst selbst Kapital für die Anlage bereitstellen zu müssen. Zugleich soll die vertragliche Konstruktion eine längerfristige Stabilität bei den Energiekosten ermöglichen. Perspektivisch sieht das Modell außerdem einen schrittweisen Übergang in Richtung eines späteren Eigentums an der Anlage vor. Damit verbindet das Unternehmen die Reduzierung betriebsbedingter Emissionen mit Fragen der Energieversorgung und der Kostenentwicklung am Standort. Eigene Erzeugungskapazitäten können insbesondere an Produktionsstandorten dazu beitragen, einen Teil des Strombedarfs unabhängiger von externen Bezugsquellen abzudecken.
Das Projekt ist Teil der CO2-Roadmap des Konzerns. Bis 2030 will Mahle seine direkten Emissionen aus dem eigenen Betrieb sowie die indirekten Emissionen aus eingekaufter Energie um 65 Prozent reduzieren. Zu diesen sogenannten Scope-1- und Scope-2-Emissionen zählen unter anderem Emissionen aus eigenen Anlagen sowie aus dem Bezug von Strom, Wärme oder Kühlung. Die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien bildet dabei einen Baustein der Dekarbonisierungsstrategie des Automobilzulieferers.
Weitere Maßnahmen betreffen nach Unternehmensangaben die Steigerung der Energieeffizienz, den Bezug von Grünstrom und standortspezifische Projekte zur Emissionsminderung. Der Ausbau eigener Erzeugungskapazitäten soll diese Ansätze ergänzen.
Produktionsstandort für internationale Märkte
Das Werk in Samut Prakan besteht seit 1981 und erstreckt sich über eine Fläche von rund 47.300 Quadratmetern. Dort arbeiten nach Angaben des Konzerns 377 Beschäftigte. Gefertigt werden unter anderem Aluminiumölkühler, Ölwärmer, Ölfilter, Zylinderkopfhauben und Luftfilter. Der Standort beliefert sowohl den thailändischen Markt als auch internationale Kunden. Mit der neuen Photovoltaikanlage erweitert der Zulieferer die Energieinfrastruktur des Werks um eine lokale erneuerbare Erzeugungsquelle. Nach Unternehmensangaben soll das Projekt zugleich zeigen, wie einzelne Produktionsstandorte zur Dekarbonisierung des weltweiten Fertigungsnetzwerks beitragen können.