Renault Benzinmotor

Bei Verbrennern und Hybrid-Antrieben möchte Renault künftig mit Geely zusammenarbeiten. (Bild: Renault)

Die Vereinbarung sieht eine fünfzigprozentige Beteiligung beider Autohersteller an dem neuen Unternehmen vor, das insgesamt 17 Motorenwerke auf drei Kontinenten betreiben und insgesamt 19.000 Mitarbeiter beschäftigen soll. Die Gesamtkapazität werde sich auf über fünf Millionen Verbrennungs-, Hybrid- und Plug-in-Hybridmotoren und -Getriebe pro Jahr belaufen.

Zum Start soll das Joint Venture vor allem die Marken der Allianz aus Renault, Nissan und Mitsubishi beliefern. In Zukunft werde man aber auch Antriebstechnologien für andere Automarken anbieten und neue Partner und Anteileigner willkommen heißen. Insgesamt soll das gemeinsame Produktportfolio des neuen Unternehmens rund 80 Prozent des weltweiten Verbrenner-Marktes abdecken.

„Wir freuen uns, dass wir uns mit Geely auf eine ambitionierte Partnerschaft geeinigt haben, um die Entwicklung von Verbrennungs- und Hybridmotorentechnologien fortzusetzen, die in den kommenden Jahrzehnten ein wichtiger Bestandteil der automobilen Wertschöpfungskette sein werden“, kommentiert Renault-CEO Luca de Meo. „Wir werden in der Lage sein, mehreren Automobilherstellern weltweit erstklassige Antriebsstrang- und Elektrifizierungslösungen anzubieten und das Marktpotenzial für diese emissionsarme Technologie zu erschließen.“

Ein Rahmenvertrag für die formelle Gründung des Unternehmens sei im kommenden Jahr zu erwarten, heißt es bei Renault. Weitere Einzelheiten wolle man im Laufe der kommenden Monate bekannt geben.

Elektrosparte soll an die Börse gehen

Die Elektroautosparte soll zudem zwar mehrheitlich Eigentum des Konzerns bleiben, aber auch an die Börse gebracht werden, um Geld einzuspielen. Laut jüngsten Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg soll der Börsengang eine Bewertung von rund zehn Milliarden Euro bedeuten - mehr als die ganze Gruppe derzeit an der Börse wert ist.

Insgesamt will die Gruppe das Geschäft in fünf eigenständige Teile spalten: Die Elektroauto- und Softwaresparte soll Ampere heißen und frühestens im zweiten Halbjahr 2023 an die Pariser Börse gehen. Zudem sind eine Finanzdienstleistungs- und Mobilitätsdienstesparte, die Luxussportwagenmarke Alpine sowie eine auf Kreislaufwirtschaft ausgerichtete Firma als eigene Einheiten geplant.

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