Gewinn von Daimler Truck um 80 Prozent eingebrochen
Nackenschlag zum Jahresstart. Der Gewinn beim Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck ist im ersten Quartal deutlich eingebrochen. Dennoch sieht der Dax-Konzern auch eine positive Dynamik.
Daimler Truck setzt mittlerweile auch auf Elektrifizierung seiner Lkw-Flotte.
Daimler Truck / Dirk Weyhenmeyer
Der Gewinn beim Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck ist in
den ersten drei Monaten dieses Jahres um 80 Prozent eingebrochen. Im Vergleich
zum Vorjahresquartal sei das Konzernergebnis von 749 Millionen Euro auf 149
Millionen Euro gesunken, teilte der Dax-Konzern aus Leinfelden-Echterdingen bei
Stuttgart mit. Der Umsatz ging um 13 Prozent auf 9,98 Milliarden Euro
zurück. Das operative Ergebnis (Ebit) fiel um 71 Prozent von einer Milliarde
Euro auf 292 Millionen Euro.
Die Finanzergebnisse seien in erster Linie durch eine
geringere Profitabilität bei den Geschäften in Nordamerika beeinflusst worden,
hieß es laut Mitteilung. Von einer „positiven Dynamik“ sprach der Konzern
hingegen bei den Auftragseingängen. Diese seien im ersten Quartal um 50 Prozent
im Vergleich zum Vorjahresquartal gestiegen. In den USA hätten sich die
Auftragseingänge noch deutlicher erholt.
„Wir sind gut aufgestellt, um im weiteren Jahresverlauf
trotz eines herausfordernden ersten Quartals weitere Verbesserungen zu erzielen“,
sagte Daimler-Truck-Chefin Karin Rådström laut Mitteilung. In den USA hätten
sich die Auftragseingänge deutlich erholt. „Diese Dynamik dürfte sich in den
kommenden Quartalen positiv auf unsere Geschäftsentwicklung auswirken“, sagte
Rådström.
Der schwächelnde US-Markt und weniger verkaufte Busse hatten
zuletzt bei Daimler Truck für einen erneuten Absatzrückgang gesorgt. Im ersten
Quartal dieses Jahres verkaufte der Nutzfahrzeughersteller weltweit 68.849
Lastwagen und Busse. Das entsprach einem Rückgang von neun Prozent.
Nutzfahrzeughersteller nach Gewinneinbruch unter Druck
Der Gewinn des unter Druck stehenden Nutzfahrzeugstellers
war im vergangenen Jahr um 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf zwei
Milliarden Euro eingebrochen. US-Zölle und eine schwache Nachfrage in
Nordamerika hatten das Geschäft stark belastet. Auch der Umsatz und Absatz
waren zurückgegangen.
Um wettbewerbsfähiger zu werden, hatte Daimler Truck bereits
im vergangenen Jahr das Sparprogramm „Cost Down Europe“ aufgelegt. Bis 2030
sollen damit die laufenden Kosten auf dem Heimatkontinent um mehr als eine
Milliarde Euro sinken. In Deutschland sollen deshalb ungefähr 5.000 Stellen
wegfallen. Betroffen ist insbesondere die Lkw-Marke Mercedes-Benz. Aber auch in
Nordamerika soll gespart werden.