Stellantis fährt zurück in die Gewinnzone
Stellantis macht nach Milliardenverlust wieder Gewinn: Im ersten Quartal steigt der Umsatz, der Absatz legt um elf Prozent zu. Doch Altlasten aus der US-Elektrostrategie bremsen weiter.
Stellantis geht es nach herben Verlusten im vergangenen Jahr wieder besser. Doch ist der Multimarkenkonzern längst nicht aus dem Gröbsten raus.
Stellantis
Nach seinem gewaltigen Milliardenverlust 2025 ist der
Opel-Mutterkonzern Stellantis im ersten Quartal dieses Jahres in die Gewinnzone
zurückgekehrt. Der VW-Rivale steigerte seinen globalen Umsatz laut eigenem
Bericht um sechs Prozent auf 38,1 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb ein
kleiner Quartalsgewinn von 377 Millionen Euro nach einem Verlust von 387
Millionen Euro in der Vorjahresperiode. Der Absatz des Multimarken-Konzerns
(Fiat, Peugeot, Jeep, Opel) kletterte um elf Prozent auf 1,365 Millionen
Fahrzeuge.
Filosa hofft auf neuen Schwung durch neue Modelle
Im vergangenen Jahr hatte der Autokonzern wegen hoher
Abschreibungen auf seine US-Elektroautostrategie einen Verlust von 22,3
Milliarden Euro verbucht. Hintergrund waren gestrichene Elektro-Subventionen
durch die Regierung von US-Präsident Donald Trump und die folgende
Nachfrageschwäche. Die Krise wird den Konzern noch lange mit
Milliardenzahlungen belasten. Für das erste Quartal wurde ein Abfluss von
freien Mitteln in Höhe von 1,9 Milliarden Euro verbucht.
Der neue Chef Antonio Filosa muss den Konzern nun
stabilisieren und wieder in ruhiges Fahrwasser führen. Er sei zuversichtlich,
dass die für dieses Jahr geplanten zehn neuen Modelle weiter Schwung verleihen,
sagte Filosa laut Mitteilung.
Die Jahresprognose bestätigte der Manager. Der Umsatz soll
um einen mittleren einstellen Prozentsatz zulegen, die bereinigte operative
Marge im niedrigen einstelligen Prozentbereich landen. Auch im Tagesgeschäft
hatte Stellantis im vergangenen Jahr rote Zahlen geschrieben.