Thomas Bogus neuer Werkleiter in Neckarsulm

Audi ordnet diese drei Führungsrollen neu

Der Audi-Konzern hat mehrere Führungspositionen neu besetzt. Die Wechsel betreffen das Werk Neckarsulm, Lamborghini sowie die Schwestermarke in China und sollen den Austausch zwischen Entwicklung, Produktion und internationalen Märkten ausbauen.

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Collage mit drei Porträtaufnahmen von Führungskräften des Audi Konzerns vor unterschiedlichen Hintergründen: Links ist Thomas Bogus zu sehen, zuletzt CEO von Audi Brussels und künftig Leiter des Audi Werks Neckarsulm, in dunklem Anzug und weißem Hemd vor einer Betonwand; rechts oben ist Fermín Soneira abgebildet, bisher CEO des Kooperationsprojekts von Audi und SAIC in China und künftig Chief Technical Officer bei Automobili Lamborghini, in dunklem Sakko und weißem Hemd vor grauem Hintergrund; rechts unten ist Fred Schulze zu sehen, bisher Werkleiter des Audi-Standorts Neckarsulm und künftig CEO des AUDI-SAIC-Kooperationsprojekts in China, als Nahaufnahme mit Brille vor hellem Hintergrund. Die Bildkomposition trennt die drei Porträts durch weiße diagonale und horizontale Linien und verweist auf die zum 1. Juli 2026 geplanten Personalwechsel in internationalen Führungspositionen bei Audi, Lamborghini, AUDI China und am Standort Neckarsulm.
Der Audi-Konzern hat mehrere Führungspositionen neu besetzt: Thomas Bogus (l.), zuletzt CEO von Audi Brussels, leitet künftig das Audi Werk Neckarsulm; Fermín Soneira (r. o.), bisher CEO des Kooperationsprojekts von Audi und SAIC, wird Chief Technical Officer bei Automobili Lamborghini; Fred Schulze (r. u.), bisher Werkleiter des Audi-Standorts Neckarsulm, übernimmt das AUDI-SAIC-Kooperationsprojekt in China.

Zum 1. Juli 2026 verändert der Audi-Konzern mehrere Schlüsselpositionen auf internationaler Managementebene. Fermín Soneira übernimmt die Funktion des Chief Technical Officer bei Automobili Lamborghini. Er folgt auf Rouven Mohr, der bereits am 1. März 2026 als Vorstand Technische Entwicklung zur Audi AG gewechselt ist.

Fred Schulze, bisher Leiter des Audi Werks Neckarsulm, übernimmt Soneiras bisherige Aufgabe als CEO des Kooperationsprojekts von Audi und SAIC in China. Die Leitung des Standorts Neckarsulm geht an Thomas Bogus, der zuletzt Chef des Audi-Standorts in Brüssel war. Das belgische Werk ist mittlerweile geschlossen.  

Warum verändert der Audi Konzern das Führungsteam?

Mit den Neubesetzungen will der Audi-Konzern den Transfer von Wissen zwischen Tochtergesellschaften, Marken und Ressorts ausbauen. Im Mittelpunkt stehen dabei technische Entwicklung, Produktionserfahrung und Marktkenntnisse in zentralen Regionen. Audi CEO Gernot Döllner ordnet die Personalentscheidungen so ein:  „Diese strategisch geplanten Personalwechsel stärken die Markengruppe Progressive weltweit.” Die Wechsel betreffen Bereiche, die für Elektrifizierung, neue Fahrzeugplattformen und regionale Wachstumsstrategien relevant sind.

Weiterentwicklung des Werks Neckarsulm

Am Audi-Standort Neckarsulm übernimmt Thomas Bogus eine zentrale Rolle in der weiteren Ausrichtung des Werks. Der Standort steht für die Entwicklung und Produktion von Oberklassemodellen, zugleich soll er stärker mit neuen Technologiefeldern verbunden werden. Audi nennt dabei insbesondere Künstliche Intelligenz als Schwerpunkt, der künftig stärker in Prozesse, Fertigungsstrukturen und Standortentwicklung einfließen dürfte. Unterstützt werden die Projekte durch Partnerschaften mit Institutionen wie dem Innovation Park Artificial Intelligence (IPAI) in Heilbronn.

Bogus kommt von Audi Brussels, wo zuletzt Elektrofahrzeuge im Mittelpunkt standen. Für Neckarsulm ist diese Erfahrung relevant, weil das Werk seine bestehende Fahrzeug- und Fertigungskompetenz mit den Anforderungen neuer Antriebe, digitaler Produktionsmethoden und veränderter Wertschöpfung verbinden muss. Damit verbindet sich seine neue Funktion mit dem laufenden Werksbetrieb, der Weiterentwicklung industrieller Prozesse und der Rolle Neckarsulms innerhalb der Transformation des Audi-Konzerns.

Neue Aufgabe für Fermín Soneira bei Lamborghini

 In seiner Funktion als CTO verantwortet Fermín Soneira technische Themen bei Automobili Lamborghini in einer Phase, in der Lamborghini seine Elektroauto-Pläne angepasst hat: Das ursprünglich als reines Elektroauto geplante Lanzador-Projekt soll demnach nicht als BEV, sondern als Plug-in-Hybrid umgesetzt werden. Als Grund nennt Lamborghini eine geringe Nachfrage nach vollelektrischen Hochleistungsfahrzeugen im Luxussegment; bis 2030 soll die Modellpalette stattdessen auf Plug-in-Hybride ausgerichtet werden.

Was bedeutet der Wechsel für Audi in China?

Fred Schulze übernimmt als CEO des Kooperationsprojekts von Audi und SAIC die Verantwortung für die neue Audi-Schwestermarke in China. Dort steht der weitere Portfolioaufbau im Mittelpunkt: Nach dem Audi E5 Sportback soll der Audi E7X folgen, ein weiteres Modell ist für 2027 geplant. Schulze wechselt damit von der Leitung des Werks Neckarsulm in eine Funktion, die Produktionserfahrung, China-Bezug und Markenausbau verbindet.