Mini Felgen

BMW setzt künftig auf nachhaltigere Produktionsmethoden für Aluminiumräder. Vorreiter im Konzern ist ab kommendem Jahr Mini. (Bild: BMW)

Bisher entfallen laut BMW rund fünf Prozent der in der Lieferkette anfallenden CO2-Emissionen auf die Räder. Im Falle des Münchner Herstellers werden jährlich rund zehn Millionen Leichtmetallräder benötigt, bei denen es sich zu 95 Prozent um Aluminium-Leichtgussräder handelt. Durch die Umstellung auf grünen Strom könne man die Produktion um mehr als 50 Prozent oder 500.000 Tonnen CO2 nachhaltiger gestalten, heißt es bei BMW.

„Grünstrom ist einer der größten Hebel zur Reduzierung der CO2-Emissionen in unserer Lieferkette“, erklärt Joachim Post, Vorstand für Einkauf und Lieferantennetzwerk. „Wir haben bereits mehr als 400 Verträge mit unseren Lieferanten abgeschlossen, darunter auch Zulieferer von Rädern und Aluminium, in denen wir die Verwendung von Grünstrom vereinbart haben.“ Durch die guten Recycling-Eigenschaften von Aluminium sei das Material zudem optimal für den Einsatz in Rohstoffkreisläufen geeignet. Auf diese Weise entfalle die energieintensive Elektrolyse bei der primären Rohstofferzeugung.

Mini übernimmt Vorreiterrolle

Eine Vorreiterrolle bei den neuen Fertigungsstandards übernimmt Mini bereits im kommenden Jahr: Die Leichtmetall-Gussräder der neuen Generation des Mini Countryman werden bereits zu 70 Prozent aus Sekundär-Aluminium bestehen. Durch die Kombination aus 100 Prozent Grünstrom in der Produktion und einer 70-prozentigen Sekundärrohstoffquote sei es im Vergleich zu herkömmlichen Fertigungsverfahren möglich, bis zu 80 Prozent der CO2-Emissionen einzusparen, so der Hersteller.

Bis zum Jahr 2030 möchte BMW die Emissionen der gesamten Lieferkette um 20 Prozent im Vergleich zu 2019 senken. Seit dem vergangenen Jahr bezieht der Hersteller daher unter anderem Aluminium aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, für dessen Herstellung ausschließlich Solarstrom zum Einsatz kommt. Das in Dubai produzierte Aluminium deckt mit 43.000 Tonnen pro Jahr rund die Hälfte des Bedarfs in der Leichtmetallgießerei im BMW-Werk Landshut ab.

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