Projekt „Terafab“

Elon Musk plant eigene Chipfabrik für Tesla

Elon Musk hat Pläne für eine neue Chipfabrik vorgestellt, die SpaceX und Tesla künftig mit Halbleitern versorgen soll. Die Anlage namens „Terafab“ soll in Texas entstehen und eine jährliche Rechenleistung von bis zu einem Terawatt ermöglichen.

1 min
Im texanischen Austin produziert Tesla künftig nicht nur Autos, sondern auch eigene Halbleiter.

Elon Musk hat weitreichende Pläne zur eigenen Chipproduktion für seine Unternehmen SpaceX und Tesla präsentiert. Die neue Fabrik, die unter dem Namen „Terafab“ entstehen soll, wird laut Medienberichten in der Nähe des Tesla-Hauptsitzes in Austin, im US-Bundesstaat Texas, gebaut.

Halbleiter für E-Autos und Roboter

Die von Musk vorgestellten Kapazitäten lassen aufhorchen: Die Anlage soll Chips fertigen, die Autos, humanoide Roboter sowie weltraumgestützte Rechenzentren für künstliche Intelligenz mit Rechenleistung versorgen.

Laut Musk sollen in Terafab zwei spezifische Chiptypen hergestellt werden: Einer sei für Fahrzeuge und Roboter vorgesehen, ein weiterer für SpaceX und xAI, um Rechenzentren im All aufzubauen. „Terafab wird technisch gesehen aus zwei Fabriken bestehen, die jeweils nur ein Chipdesign herstellen“, schrieb Musk in einem Beitrag auf X (ehem. Twitter).

Chipindustrie nicht schnell genug

Der Unternehmer begründete den Schritt mit den bestehenden Engpässen in der globalen Chipindustrie. Die Branche liefere nicht schnell genug, um den stetig steigenden Bedarf seiner Projekte zu decken. Musk wird dazu vom Nachrichtendienst Reuters mit den Worten zitiert: „Entweder wir bauen Terafab, oder wir haben keine Chips. Und wir brauchen die Chips, also bauen wir Terafab.“ Die Aussage soll während der Präsentation in Austin gefallen sein.

Die Ambitionen für Terafab sind enorm. Musk erklärte, die Fabrik solle jährlich Chips herstellen können, die zusammen eine Leistung von einem Terawatt ermöglichen. Zudem stellte er Modelle in Aussicht, die zwischen hundert und zweihundert Gigawatt pro Jahr liefern sollen, sowie Chips, die sogar im All ein Terawatt schaffen könnten. Konkrete Zeitpläne nannte er jedoch nicht.

Mit dem Vorhaben stärkt Musk die vertikale Integration seiner Unternehmen und reduziert gleichzeitig die Abhängigkeit von etablierten Halbleiterherstellern. Für die Automobil- und Raumfahrtbranche könnte Terafab ein bedeutender Schritt sein, um zukünftige Chipengpässe zu vermeiden und die Entwicklung KI-basierter Anwendungen – sowohl auf der Erde als auch im All – massiv zu beschleunigen.