E-Flaggschiff geht an den Start
Skoda startet Peaq-Produktion in Mladá Boleslav
Skoda hat die Serienfertigung des neuen Elektro-SUV Peaq am Stammsitz in Mladá Boleslav aufgenommen. Das siebensitzige Flaggschiff entsteht gemeinsam mit Enyaq, Elroq und Octavia auf einer Linie.
Der neue vollelektrische Skoda Peaq läuft ab sofort vom Band.
Skoda
Skoda hat die Serienproduktion des neuen Elektro-SUV Peaq am Stammsitz in Mladá Boleslav aufgenommen. Das Modell wird gemeinsam mit den Elektromodellen Enyaq und Elroq sowie dem Verbrenner Octavia auf einer Produktionslinie gefertigt. Nach Angaben des Herstellers lagen Ende Juli bereits rund 8.500 Bestellungen für das Fahrzeug vor.
Mit dem Peaq bringt Skoda sein bislang größtes Elektrofahrzeug auf den Markt. Das siebensitzige SUV ergänzt die batterieelektrische Modellpalette, die 2026 zudem um den kleineren Epiq erweitert wurde.
Vier Modelle auf einer Fertigungslinie
Die Produktion des Peaq erfolgt auf einer Fertigungslinie, die ursprünglich für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor ausgelegt war und in den vergangenen Jahren schrittweise für die Herstellung von Elektroautos umgebaut wurde. Nach dem Enyaq, der seit 2020 in Mladá Boleslav gebaut wird, und dem Elroq, der Anfang 2025 anlief, ist der Peaq nun das dritte Elektrofahrzeug auf derselben Linie. Zusammen mit dem Octavia entstehen damit derzeit vier Modelle in einem Fertigungsverbund.
„Die Produktion von vier Modellen, von denen drei vollelektrisch sind, auf einer einzigen Linie zeigt deutlich die Fähigkeiten und die Vielseitigkeit unseres Teams in Mladá Boleslav“, sagt Skoda-Produktionsvorstand Andreas Dick.
Zusätzliche Kapazitäten wurden geschaffen, indem die Produktion des Octavia Combi teilweise in das Werk Kvasiny verlagert wurde. Dadurch kann Skoda die Fertigung flexibler an die Nachfrage anpassen und mehr Raum für Elektromodelle schaffen. Im ersten Halbjahr 2026 waren knapp 23 Prozent der in den tschechischen Werken produzierten Fahrzeuge vollelektrisch.
Anpassungen für das größte Skoda-Modell
Für den Produktionsanlauf des Peaq waren technische Anpassungen notwendig. Da es sich um das größte Fahrzeug handelt, das Skoda seit dem Eintritt in den Volkswagen-Konzern produziert, wurden unter anderem größere Transportgestelle eingeführt und ein neuer Manipulator für die Montage der dritten Sitzreihe installiert. Auch Presswerk, Karosseriebau und Lackiererei wurden entsprechend angepasst.
Technisch basiert der Peaq wie Enyaq und Elroq auf dem Modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) des Volkswagen-Konzerns. Die gemeinsame Plattform soll Synergien in der Fertigung ermöglichen.
Batterie mit bis zu 91 kWh
In der Topversion verfügt der Peaq über die bislang größte in einem Skoda eingesetzte Traktionsbatterie. Die Batterie wird ebenfalls in Mladá Boleslav gefertigt und bietet eine Bruttokapazität von 91 kWh. Laut Hersteller sind damit Reichweiten von mehr als 640 Kilometern möglich. Alternativ steht eine Version mit 63 kWh zur Verfügung. Die Antriebsleistungen reichen von 150 bis 220 kW, verfügbar sind Heck- und Allradantrieb.
Mit einer Länge von 4,87 Metern positioniert Skoda den Peaq als neues SUV-Flaggschiff und als erstes Modell der Marke im großen SUV-Segment. Zu den erstmals eingesetzten Ausstattungsmerkmalen zählen bündig integrierte Türgriffe, ein Panoramadach mit variabler Verschattung sowie die Möglichkeit zum bidirektionalen Laden.
Skoda ist vor allem in Deutschland sehr erfolgreich mit den eigenen E-Modellen. Im ersten Halbjahr 2026 verzeichneten die Tschechen 20.138 Neuzulassungen des kompakten SUVs Elroq, welches damit zu den meistverkauften E-Autos in Deutschland gehört. Auch der größere Bruder Enyaq gehört zu den BEV-Verkaufsschlagern aus dem Hause Skoda. Insgesamt setzte die tschechische VW-Tochter hierzulande im ersten Halbjahr 2026 128.218 Pkw ab (ein Plus von 17,6 Prozent zum Vorjahr) und belegt damit stark als erfolgreichste Importmarke den dritten Platz im Gesamt-Markenranking hinter VW und BMW.