Magna will Werk in Waldshut-Tiengen schließen
Magna will sein Elektronikwerk in Waldshut-Tiengen laut Medienberichten bis Ende März 2027 schließen. Betroffen sind 255 Beschäftigte. Während der Zulieferer dem Standort die Zukunftsfähigkeit abspricht, widerspricht die IG Metall.
Mit der geplanten Schließung in Waldshut-Tiengen steht ein weiterer deutscher Magna-Standort vor dem Aus.
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Der Automobilzulieferer Magna will die Produktion an seinem Standort Waldshut-Tiengen einstellen. Wie der Südkurier berichtet, bestätigte Rej Husetovic, Director Corporate Communications Europe bei Magna, die Schließungspläne auf Anfrage. Betroffen sind demnach 255 Beschäftigte. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers gegenüber der Nachrichtenagentur dpa soll der Betrieb bis Ende des ersten Quartals 2027 eingestellt werden. Der Entscheidung sei eine umfassende Prüfung der langfristigen Zukunftsfähigkeit des Werks vorausgegangen.
Elektronikfertigung steht vor dem Aus
Am Standort entstehen laut SWR elektronische Bauteile für die Automobilindustrie, darunter Kamera- und Radartechnik für Fahrerassistenzsysteme und automatisiertes Fahren. Die Belegschaft sei am 3. November über die geplante Schließung informiert worden.
Als Begründung verweist Magna dem Bericht zufolge auf veränderte Rahmenbedingungen in der Branche und die allgemeinen Geschäftsaussichten. Unter diesen Voraussetzungen sehe der Konzern keine langfristige Zukunft für das Werk. Die Schließung soll nach Unternehmensangaben im Dialog mit der Belegschaft und dem Betriebsrat umgesetzt werden.
IG Metall kritisiert Schließungspläne
Die IG Metall stellt die Entscheidung infrage. Holger Bertsch, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Lörrach, sagte dem SWR, die überwiegend langjährigen Beschäftigten hätten dazu beigetragen, dass der Standort profitabel sei. Die Gewerkschaft wertet die angekündigte Schließung als massiven Vertrauensbruch.
Auch an anderer Stelle verkleinert Magna sein Produktionsnetzwerk in Deutschland. Bereits im Juli hatte der Zulieferer laut dpa angekündigt, das Werk im bayerischen Dorfprozelten zur Jahresmitte 2027 zu schließen. Dort sind nach Unternehmensangaben 216 Beschäftigte betroffen. Als Gründe hatte Magna ebenfalls veränderte Branchenbedingungen und die Geschäftsaussichten genannt.