Dürr präsentiert Zukunftstechnologien für die Lackiertechnik
Dürr präsentiert beim virtuellen Open House neue Technologien für die Lackiertechnik. Im Fokus stehen Lösungen für effizientere Prozesse, geringeren Energieverbrauch und mehr Flexibilität in der Fahrzeuglackierung.
Dürr-Mitarbeiter demonstrieren in einer Lackierkabine einen neuen Lackierroboter.
Dürr
Der Maschinen- und Anlagenbauer Dürr stellt bei seinem diesjährigen Open House virtuell mehrere neue Technologien für die Automobillackierung vorgestellt. Die Veranstaltung findet vom 21. bis 23. April 2026 statt und wird laut Unternehmen in drei Zeitzonen gestreamt. Rund 2.000 Teilnehmende können das Programm online verfolgen oder einen der weltweiten Veranstaltungsorte besuchen.
Im Mittelpunkt stehen dabei Lösungen, die den Energie- und Materialeinsatz in der Lackiertechnik senken und zugleich die Flexibilität in den Prozessen erhöhen sollen. Vorgestellt wurde unter anderem der neue Lackierroboter „Eco RP4". Dürr zufolge soll die kompakte Robotergeneration einen besseren Zugang zu schwer erreichbaren Bereichen der Karosserie ermöglichen und durch vereinfachte Mechanik sowie ein wartungsfreundliches Design die Betriebskosten senken. Darüber hinaus präsentierte das Unternehmen das roboterbasierte System „Eco PaintJet Pro" für die automatisierte Zweifarbenlackierung. Dabei sollen laut Dürr Lackverluste vermieden werden, weil andere Karosseriebereiche nicht mehr aufwendig abgeklebt werden müssen. Ergänzend dazu zeigte der Konzern mit dem „ Eco NextJet" eine Lösung, mit der individuelle Grafiken im Digitaldruck direkt auf die Karosserie aufgebracht werden können.
Reduzierung des Energieverbrauchs in Lackieranlagen
Ein weiterer Schwerpunkt des Open House liegt auf der Reduzierung des Energieverbrauchs in Lackieranlagen. Für den Trocknungsprozess, der als besonders energieintensiv gilt, stellte Dürr die Systeme „Eco InCure" und „Eco SmartCure" vor. Beide sollen eine zentrale Beheizung mit präziser Temperaturführung verbinden. Mit dem Energiemanagementsystem Eco QPower will das Unternehmen zudem Wärme- und Kälteströme in der Lackieranlage erstmals systemübergreifend verknüpfen, um Restenergie zurückzugewinnen und erneut zu nutzen. Auch Softwarelösungen spielen bei den vorgestellten Konzepten eine wichtige Rolle. Mit „DXQ control" und „DXQ analyze" zeigt Dürr Anwendungen, die Produktionsprozesse systemweit steuern und datenbasierte Auswertungen ermöglichen sollen. Ziel ist es dabei, Stillstände zu reduzieren und die Leistungsfähigkeit der Anlagen zu verbessern.