Führungswechsel

Christian Fischer wird neuer Geschäftsführer von Bosch

Nach dem angekündigten Rückzug von Stefan Hartung übernimmt Christian Fischer zum 1. Juli den Vorsitz der Bosch-Geschäftsführung. Markus Forschner und Markus Heyn werden stellvertretende Vorsitzende.

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Christian Fischer sitzt lächelnd in einem hellen Büro auf einem Sessel. Er trägt einen dunklen Anzug mit hellblauem Hemd und Bosch-Anstecker.
Christian Fischer übernimmt zum 1. Juli 2026 den Vorsitz der Geschäftsführung von Bosch.

Bei Bosch kommt es zu einem Wechsel an der Spitze der Geschäftsführung. Stefan Hartung legt sein Mandat als Vorsitzender zum 30. Juni 2026 auf eigenen Wunsch nieder. Nach Angaben des Unternehmens sei die Entscheidung in enger Abstimmung und im Einvernehmen mit den Gesellschaftern erfolgt. Zum 1. Juli 2026 übernimmt Christian Fischer den Vorsitz der Geschäftsführung. Der bisherige stellvertretende Vorsitzende soll die strategische Ausrichtung des Konzerns weiterführen. Zugleich werden Markus Forschner und Markus Heyn zu stellvertretenden Vorsitzenden ernannt.

Mit dem Rückzug aus der Geschäftsführung scheidet Hartung auch aus der Robert Bosch Industrietreuhand KG aus. Der promovierte Maschinenbauingenieur gehört dem Führungsgremium des Stuttgarter Unternehmens seit 2013 an. Seit dem 1. Januar 2022 stand er an der Spitze der Geschäftsführung. Bosch würdigte Hartungs Rolle in einer anspruchsvollen Phase für den Konzern. „Als Vorsitzender der Geschäftsführung hat er, dem Auftrag unseres Gründers entsprechend, die kraftvolle Weiterentwicklung von Bosch gezielt fortgesetzt. Wir respektieren die persönliche Entscheidung von Stefan Hartung und wünschen ihm viel Erfolg für seine Zukunft", kommentiert Stefan Asenkerschbaumer als Aufsichtsratsvorsitzender der Robert Bosch Industrietreuhand KG  den Wechsel.

Christian Fischer übernimmt Bosch zum 1. Juli

Christian Fischer tritt die Nachfolge mit Wirkung zum 1. Juli 2026 an. Der promovierte Wirtschaftswissenschaftler ist seit 2018 Mitglied der Bosch-Geschäftsführung und war zuletzt stellvertretender Vorsitzender. In dieser Funktion habe er die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens bereits maßgeblich mitgestaltet. Zu seinen bisherigen Aufgaben zählten der Unternehmensbereich Consumer Goods, zentrale Wachstumsinitiativen, das Portfoliomanagement und die Entwicklung der obersten Führungskräfte. Unter seiner Verantwortung wurde auch der Zukauf des Heizungs-, Lüftungs- und Klimageschäfts von Johnson Controls und Hitachi vorangetrieben. Bosch bezeichnete die Transaktion als größte Akquisition der Unternehmensgeschichte.

Mit dem Wechsel an der Spitze ordnet der Technologiekonzern auch Zuständigkeiten in der Geschäftsführung neu. Markus Forschner, seit 2022 Finanzchef des Unternehmens, wird stellvertretender Vorsitzender. Der Informatiker und Betriebswirt ist seit 1996 bei Bosch tätig. Markus Heyn übernimmt ebenfalls die Rolle eines stellvertretenden Vorsitzenden. Er leitet seit 2022 den Unternehmensbereich Mobility und gehört seit 2015 der Geschäftsführung an. In der engeren Konzernführung soll er künftig die technologische Perspektive vertreten.

Transformation bleibt zentrale Aufgabe

Die personellen Entscheidungen fallen in eine Phase, in der Bosch seine Geschäftsfelder weiter an veränderte Marktbedingungen anpasst. Der Konzern verweist dabei auf Themen wie Automatisierung, Digitalisierung, Elektrifizierung und künstliche Intelligenz. Für die künftige Führung wird entscheidend sein, die laufenden Transformationsprozesse mit finanzieller Stabilität, technologischer Entwicklung und langfristiger Wettbewerbsfähigkeit zu verbinden. Die neue Konstellation in der Geschäftsführung soll diesen Kurs ab Juli fortsetzen.