Volkswagens Werk im russischen Kaluga

Im Volkswagen-Werk im russischen Kaluga stehen wegen des Krieges gegen die Ukraine die Bänder still. (Bild: Volkswagen)

Die Folgen des Ukraine-Kriegs treffen auf die Autoindustrie: Hersteller und Zulieferer reagieren mit Produktions- und Verkaufsstopps in Russland. Gleichzeitig führen die Kriegshandlungen zur Unterbrechung von Lieferketten, teilt der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit - inklusive Folgen für die Produktion in Deutschland. Der Transport sei eingeschränkt, die Produktion in Zulieferbetrieben in der Ukraine falle aus. Vor allem für Kabelbäume ergebe sich eine Reduzierung der Zulieferung. „Bei den Kabelbäumen handelt es sich um ein komplexes und teils für jedes Fahrzeugmodell individuell angefertigtes Bauteil. Hier gibt es kaum Lagerbestände", so der VDA. Neben Tunesien versorge vor allem die Ukraine europäische Hersteller mit diesem Bauteil.

Der VDA rechnet außerdem langfristig mit einer Knappheit und einem Preisanstieg bei Rohmaterialien. Dies betreffe vor allem die Rohstoffe Neongas, Palladium und Nickel. Die Ukraine sei einer der wichtigsten Neon-Lieferanten. „Wir erwarten Auswirkungen auf die europäische Halbleiterproduktion, da Chips bereits jetzt Mangelware sind. Bei der Halbleiterproduktion kommen Hochleistungs-Laser zum Einsatz, die unter anderem das Edelgas benötigen." Zum anderen könnte Palladium aus Russland für Katalysatoren fehlen. Etwa ein Fünftel des nach Deutschland importieren Palladiums komme aus Russland. Ein wichtiger Rohstoff zur Produktion von Lithium-Ionen-Batterien sei Nickel. „Damit ist dieser Rohstoff unersetzbar für den Hochlauf der Elektromobilität", erläutert der Verband. Russland sei unter anderem ein wichtiges Förderland für Nickelerz.

Allein die deutsche Automobilindustrie unterhalte laut VDA etwa 43 Fertigungsstandorte in Russland und sechs in der Ukraine. Welche Unternehmen Konsequenzen aus dem Konflikt ziehen oder mit den Folgen zu kämpfen haben, zeigen wir in unserem Überblick:

Mercedes-Benz lässt neues Werk ruhen

Mercedes-Benz hat seine Exporte nach Russland sowie die dortige Fertigung nach Beginn des Konflikts eingestellt. „Mercedes-Benz wird bis auf Weiteres den Export von Pkw und Vans nach Russland sowie die lokale Fertigung in Russland einstellen", heißt es einer kurzen Mitteilung. Der Autobauer hatte vor knapp drei Jahren sein erstes Pkw-Werk unweit von Moskau eingeweiht - damals noch in Anwesenheit des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Die für mehr als 250 Millionen Euro gebaute Produktionsstätte bietet mehr als 1.000 Arbeitsplätze.

Man arbeite unter anderem mit Zulieferern in der Ukraine zusammen, die verschiedene Komponenten für die Fahrzeugproduktion liefern, so der Hersteller. „Wir beobachten die Situation genau und sind in engem Kontakt mit unseren Lieferanten, um gemeinsam intensiv an Lösungen zur Absicherung unserer Lieferketten zu arbeiten." Dazu gehöre unter anderem auch die Verlagerung von Produktionsumfängen an andere Standorte der Zulieferer. Außerdem wurde die Schichtplanung in einzelnen Werken vorübergehend angepasst - etwa in Sindelfingen.

Auch Daimler Truck hat seine Konsequenzen aus dem Ukraine-Krieg gezogen und alle geschäftlichen Aktivitäten in Russland vorerst eingestellt. Wie jedes andere Unternehmen bewerte auch Daimler Truck die Geschäftsbeziehungen zu russischen Partnern auf allen Ebenen, so ein Sprecher. Dies gelte auch für das Joint Venture Daimler Kamaz Rus, das rund 1.000 Menschen in Moskau und Chelny (Tartastan) beschäftigt. Dort werden ausschließlich nichtmilitärische Lkw und Fahrerkabinen gebaut. Von deutscher Seite sei die Produktion heruntergefahren worden.

BMW-Werke sind von Engpässen betroffen

BMW hat den Bau von Autos im russischen Kaliningrad gestoppt und den Export nach Russland bis auf Weiteres eingestellt. In den BMW-Werken München, Dingolfing und Steyr sowie in den Mini-Werken in Oxford und in den Niederlanden standen mitunter über eine Woche die Bänder still, weil Kabelbäume aus der Ukraine fehlten. In Leipzig sei hingegen nur eine der zwei Schichten entfallen, wie ein Sprecher damals betonte. In Regensburg wurde wegen fehlender Halbleiter ebenfalls nur im Ein-Schicht-Betrieb produziert, Ende April folgte aus diesem Grund gar ein Produktionsstopp. Im Stammwerk München sind etwa 7.000, in Dingolfing etwa 10.000 Mitarbeiter betroffen. Für die 3.200 Mitarbeiter im österreichischen Steyr wurde Kurzarbeit vereinbart. Die BMW-Werke in China, den USA und Mexiko hätten andere Zulieferer, sie seien nicht betroffen, so der Unternehmenssprecher.

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Auswirkungen des Ukraine-Krieges: Aufgrund fehlender Teile ist bei BMW die Fertigung im Stammwerk in München unterbrochen. (Bild: BMW)

Volkswagen setzt Russland-Geschäft aus

Volkswagen reagiert mit einer Aussetzung des Russland-Geschäfts auf die Situation in der Ukraine. „Vor dem Hintergrund des russischen Angriffs hat der Konzernvorstand entschieden, die Produktion von Fahrzeugen in Russland bis auf weiteres einzustellen", heißt es aus Wolfsburg. Auch Exporte nach Russland würden „mit sofortiger Wirkung gestoppt." Der Konzern bekam zudem Zulieferprobleme zu spüren: „In der Kalenderwoche 11 werden wir in Wolfsburg, Stand heute, nicht fertigen können“, hieß es damals in einem Brief von Einkaufsvorstand Murat Aksel, Personalvorstand Gunnar Kilian und Betriebsratschefin Daniela Cavallo an die Belegschaft. Der Wiederanlauf konnte Ende März allerdings schneller als geplant realisiert werden.

In Hannover und Zwickau standen Mitte März ebenfalls die Bänder still. Besonders pikant: Das Werk in Sachsen gilt als wichtiger Standort der E-Auto-Produktion. Den ohnehin langen Lieferzeiten dürfte dies sicherlich nicht zugutekommen. Unterdessen befasst sich Volkswagen mit der Frage, wie dem Engpass der Kabelbäume begegnet werden kann. Ein Umschwenken auf mehr als einen Hauptlieferanten sei bei den Komponenten - ohne Einbußen in der Rentabilität - schwierig umsetzbar, erklärt Konzernchef Herbert Diess. Eine Extra-Kapazität der neuen Engpassteile soll für Europa aber aufgebaut, die Autoproduktion notfalls in andere Regionen wie China oder die USA verlagert werden.

Skoda kämpft mit Teilemangel

Auch Skoda sieht sich mit einem „kritischen Mangel" an Teilelieferungen von mehreren Zulieferern in der Ukraine konfrontiert. Betroffen seien laut dem Unternehmen mehrere Modelle. So war die tschechische Volkswagen-Tochter etwa gezwungen, die Herstellung des Skoda Enyaq iV wegen fehlender Kabelbäume zu unterbrechen. Nach mehrwöchiger Pause wurde die Produktion des Elektroautos Ende April wieder aufgenommen. Zu Beginn werden wöchentlich rund 1.000 Einheiten in Mlada Boleslav vom Band fahren, beziffert der Hersteller. Über einen Zeitraum von zwei Monaten werde die Kapazität dann sukzessive erhöht.

In Solomonowo in der westlichen Ukraine stellt der unabhängige Skoda-Partner Eurocar zudem die Modelle Superb, Kodiaq, Karoq und Fabia Combi für den ukrainischen Markt her. Die Fertigung wurde eingestellt. „Ein Rückgang des Verkaufs in der Ukraine und in Russland ist im Hinblick auf die aktuelle Entwicklung zu erwarten", hieß es aus der tschechischen Konzernzentrale. Russland sei im vorigen Jahr mit 90.400 ausgelieferten Fahrzeugen das zweitwichtigste Absatzland weltweit gewesen.

Porsche wechselt in reduzierten Betrieb

Wegen Lieferengpässen musste Porsche den Bau der Modelle Macan und Panamera im Werk Leipzig für rund zwei Wochen unterbrechen. Zunächst hatte der Sportwagenhersteller mit einer längeren Unterbrechung gerechnet, durch eine Verbesserung der Lage bei Zulieferern werde jedoch ein "reduzierter Betrieb" möglich. In Stuttgart-Zuffenhausen musste die Produktion des Taycan für einen etwas kürzeren Zeitraum pausiert werden. Der reduzierten Betrieb wurde indes für beide Werke bis Anfang April aufrechterhalten.

"Der Grad der Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit wird fortlaufend durch Experten in einer Task Force ermittelt", teilte ein Porsche-Sprecher mit. Nicht betroffen sei unterdessen die Fertigung der Modellreihen 911 und 718 im Stammwerk. Die VW-Tochter setzt wie viele Autohersteller ihr Russland-Geschäft aus. Aufgrund der aktuellen Situation wurde die Auslieferung von Fahrzeugen nach Russland gestoppt, so ein Sprecher. Porsche ziehe damit die Konsequenzen aus der von starker Unsicherheit und den aktuellen Verwerfungen geprägten Gesamtsituation.

Audi verordnet Pause in Ingolstadt und Neckarsulm

Bei Audi wurden Anfang März zwei der drei Produktionslinien in Ingolstadt für zwei Wochen gestoppt. Auch in Neckarsulm ruhte bis kurz vor Monatsende die Produktion. "In den kommenden Tagen und Wochen werden wir auf Sicht fahren und die Lage kontinuierlich neu bewerten", erklärt damals eine Sprecherin aus dem Werk in Neckarsulm. Insgesamt seien mehr als 10.000 Mitarbeiter betroffen. Im April blieb Audi laut SWR ebenso wenig von Produktionsunterbrechungen in den beiden Werken verschont. Unter anderem konnten die Modelle A6 und A7 am Heilbronner Standort nur im Einschichtbetrieb produziert werden.

MAN fährt Produktion wieder hoch

Im Stammwerk des Lastwagenbauers MAN in München lief die Produktion zunächst stark eingeschränkt weiter, Mitte März wurde sie komplett eingestellt - wegen fehlender Kabelbäume aus der Ukraine. Das Werk im polnischen Krakau musste ebenfalls die Bänder anhalten. Im Motorenwerk Nürnberg sowie in Salzgitter und Wittlich kam es zu Einschränkungen. Insgesamt wurden allein in Deutschland rund 11.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt.

Nach sechs Wochen Stillstand lief die Produktion in München und Krakau Ende April wieder an. Die Versorgung mit Kabelsträngen habe sich verbessert, ein kleiner Teil der Belegschaft könne jetzt schrittweise aus der Kurzarbeit zurückkehren, so MAN-Chef Alexander Vlaskamp. Mit dem vollständigen Hochlauf der Produktion rechne er aber erst im Laufe der nächsten Monate. „Nach heutiger Einschätzung könnten wir über 20 Prozent unserer Jahresproduktion verlieren. Der Rückstand ist kaum mehr aufzuholen", betont Vlaskamp.

Inzwischen bezieht MAN seine Kabelbäume auch aus Polen, der Türkei und Brasilien, erläutert er weiter. Aber „im zweiten Quartal wird der größere Teil der Belegschaft noch in Kurzarbeit bleiben müssen“. Erst weit in der zweiten Jahreshälfte könnte ein Ausfall der Zulieferer in der Ukraine fast komplett kompensiert werden. Falls Russland den Krieg in der Ukraine ausweite, könnte es jedoch wieder zum Stillstand kommen, erklärt der MAN-Chef.

Ford setzt Geschäfte in Russland aus

Auch Ford kehrt Russland den Rücken. Das Unternehmen begründete die Entscheidung mit tiefer Besorgnis über die russische Invasion in der Ukraine und die daraus folgende Bedrohung für Frieden und Stabilität. Die Situation erfordere eine Neubewertung der Geschäfte, auch die Aktivitäten des russischen Joint Ventures werden ausgesetzt, verkündet der US-Autobauer. Der Konzern werde sich bis auf Weiteres aus Russland zurückziehen, habe die Präsenz n den vergangenen Jahren aber ohnehin deutlich reduziert.

Toyota unterbricht Produktion in Sankt Petersburg

Toyota hat die Produktion in seinem Werk im russischen Sankt Petersburg bis auf Weiteres eingestellt. Dort werden vorwiegend das SUV-Modell RAV4 und der Camry für den russischen Markt gefertigt. Die Fabrik hat eine Fertigungskapazität von 100.000 Fahrzeugen pro Jahr. Die 30 japanischen Mitarbeiter in Russland wurden zudem angewiesen, das Land mit ihren Familien zu verlassen. Die Verkaufsgeschäfte und die Produktion im übrigen Europa seien indes nicht von Störungen betroffen, teilte das Unternehmen mit.

Jaguar Land Rover setzt Lieferungen nach Russland aus

Jaguar Land Rover hat seine Verkäufe nach Russland wegen des Krieges ausgesetzt. „Erste Priorität ist das Wohlergehen unserer Mitarbeiter und ihrer Familien sowie der Menschen in unserem erweiterten Netzwerk", so Jaguar Land Rover. Man werde die Lage beobachten, verkündete der Autobauer.

Volvo stoppt Lkw-Produktion und Verkauf in Russland

Auch die Nutzfahrzeugsparte von Volvo hat die Produktion in seiner Fabrik im russischen Kaluga sowie den Verkauf in Russland vorübergehend ausgesetzt. „Diese Entscheidung tritt sofort in Kraft und gilt bis auf Weiteres", verkündete damals ein Unternehmenssprecher. In der Fabrik südlich von Moskau arbeiten 700 Mitarbeiter. Mit Verkauf, Wartung und Reparatur seien in Russland weitere 600 Mitarbeiter beschäftigt. Insgesamt mache der Umsatz in Russland und der Ukraine 3,5 Prozent des Gesamtnettoumsatzes der Unternehmensgruppe aus, erklärt der Sprecher. Wegen des Produktionsstopps sank der operative Gewinn im ersten Quartal allerdings um mehr als ein Fünftel auf umgerechnet knapp 673 Millionen Euro, erklärt das Unternehmen im Quartalsbericht.

Stellantis schließt Werk in Kaluga

Angesichts der "deutlichen Zunahme von Sanktionen und logistischen Schwierigkeiten" und um die Mitarbeiter zu schützen, hat auch Stellantis die Produktion im russsischen Kaluga ausgesetzt. Der Schritt des Herstellers erfolgte am 19. April allerdings deutlich später als bei anderen Herstellern. Anfang März wurde zunächst nur ein Ausfuhrstopp von Fahrzeugen aus diesem Werk sowie eine Produktion auf "sehr niedrigem Niveau" eingeführt.

Bordnetzspezialist Leoni arbeitet in Ukraine weiter

Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine überschatten das Geschäft des Automobilzuliefers Leoni. Die zwei ukrainischen Werke mit 7.000 Mitarbeitern hätten nach dem Beginn der Kampfhandlungen zeitweise stillgestanden, sagte Leoni-Vorstandschef Aldo Kamper. Danach sei ein Zwei-Schicht-Betrieb unter erheblichen Erschwernissen wieder angelaufen. In den Werken werden vor allem Kabelbäume für Autos hergestellt - die Fahrzeugindustrie hatte in den vergangenen Wochen schwer unter den Lieferausfällen gelitten.

Leoni erwarte im Zwei-Schicht-Betrieb der westukrainischen Werke eine Kapazität von etwa 60 bis 70 Prozent des Normalniveaus, sagte Kamper. Die Mitarbeiter müssten wegen Fliegeralarms immer wieder in die Luftschutzbunker. Teilweise kämen sie mit kaum Schlaf zur Arbeit, die Schichten würden deswegen gegebenenfalls verkürzt. Das Unternehmen versuche Ersatzkapazitäten in anderen Werken zu schaffen - etwa in Serbien oder Nordafrika. Ukrainische Mitarbeiter, die etwa nach Rumänien geflüchtet seien, würden dort teilweise in anderen Leoni-Werken aufgenommen.

ZF stoppt alle Lieferungen nach Russland

ZF hat sämtliche Lieferungen nach Russland gestoppt. Das Unternehmen aus Friedrichshafen analysiere in einer Taskforce die Umsetzung der erlassenen internationalen Sanktionsmaßnahmen und habe alle Lieferungen nach Russland eingefroren, teilte ein Sprecher mit. Das betreffe auch alle Lieferungen zum Joint Venture ZF Kama, das mit dem russischen Lkw-Hersteller Kamaz betrieben wird.

Magna lässt Aktivitäten in Russland ruhen

Auch Auftragsfertiger Magna lässt seine Aktivitäten in Russland aufgrund der Situation in der Ukraine ruhen. Einrichtungen betreibt der Zulieferer in der Ukraine ohnehin nicht. „Wie die meisten in der internationalen Gemeinschaft sind wir weiterhin tief besorgt über die sehr unglückliche Situation in der Ukraine", so ein Sprecher. Auswirkungen hat der Krieg indes auf die Auftragsfertigung in Graz. Dort wurde aufgrund fehlender Kabelbäume die Fertigung des BMW Z4 und 5er unterbrochen, wie die Salzburger Nachrichten berichten.

Continental fährt russisches Werk wieder hoch

Continental hatte sich zu einem vorläufigen Stopp seiner Produktion und Geschäfte in Russland entschlossen. Dabei ging es vor allem um das Werk Kaluga, in dem Reifen sowie Teile für die Industriesparte Contitech entstehen. „Wir haben entschieden, vor dem Hintergrund des Krieges gegen die Ukraine und der damit verbundenen aktuellen Verwerfungen die Produktion vorerst auszusetzen", hieß es auf Anfrage aus der Konzernzentrale in Hannover. Außerdem sei das komplette Im- und Exportgeschäft mit der Russischen Föderation zunächst beendet. Die Nachfrage wurde „bis auf Weiteres aus den vor Ort bestehenden Lagerbeständen" bedient.

Mitte April lief die Reifenproduktion in Kaluga jedoch wieder an – wenn auch mit geringerer Auslastung. „Die derzeitige Situation ist für international agierende Unternehmen wie Continental, die in Russland Produktionsstätten betreiben, äußerst komplex. So drohen unseren Mitarbeitern und Führungskräften in Russland harte strafrechtliche Konsequenzen, sollten wir darauf verzichten, die lokale Nachfrage zu bedienen", hieß es in einer Stellungnahme. Der Konzern verfolge mit der temporären Fertigungsaufnahme jedoch "keinerlei Gewinnerzielungsabsicht".

Conti betreibt zudem Vertriebsbüros in Moskau und ist an einem Gemeinschaftsunternehmen in Tschistopol bei Kazan beteiligt, das Fahrtenschreiber für Nutzfahrzeuge endmontiert. Insgesamt beschäftigt der Dax-Konzern rund 1.300 Menschen in Russland. In der Ukraine gibt es hingegen keine eigenen Standorte.

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dpa