Elektroautos weiter gefragt
Automarkt in der EU startet schwach ins Jahr
Der EU-Automarkt startet schwach ins Jahr. Insgesamt sinken die Neuzulassungen, E-Autos indes boomen. Tesla bleibt trotz BEV-Trend zurück und auch die europäischen Hersteller kommen kaum vom Fleck.
Der EU-Automarkt kommt im Januar nicht so recht aus den Puschen.
(Bild: Adobe Stock / wifesun)
Der Automarkt in der Europäischen Union ist schwach ins neue
Jahr gestartet. Im Januar wurden 799.625 Pkw neu zugelassen und damit 3,9
Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie der europäische Herstellerverband Acea in
Brüssel mitteilte. Gefragt waren hingegen Elektroautos.
BEVs und Hybride florieren
Die Neuanmeldungen von Vollelektroautos mit reinem Batterieantrieb stiegen um
24,2 Prozent auf 154.230 Autos. Vor allem in Frankreich, Deutschland und
Dänemark meldeten mehr Personen solche Autos an. Die aufladbaren Mischantriebe,
sogenannte Plug-in-Hybrids, waren auch stark gefragt. Die Zulassungen nicht
aufladbarer Hybridautos legten um 6,2 Prozent auf 308.364 Pkw zu. Darin sind
nicht nur solche Autos enthalten, die einen eigenen, voll antriebsfähigen
Elektromotor haben, sondern auch sogenannte Mild-Hybride. Diese haben nur
unterstützende Elektromotoren, um damit den Spritverbrauch zu senken.
Tesla profitiert nicht
Trotz des Anstiegs bei Elektroautos kam der US-Elektroautopionier Tesla nicht
vom Fleck: Die Neuanmeldungen gingen nach den jüngsten Einbrüchen um 1,6
Prozent auf 7.187 Autos zurück. Der Volkswagen-Konzern behielt im Januar seine
Marktführerschaft in der EU mit einem Anmeldeminus von 3,7 Prozent auf 219.708.
Bei der VW-Tochter Porsche AG war der Rückgang mit 14,6 Prozent besonders
stark.
Stellantis und Renault folgten dem Wolfsburger Konzern auf den Plätzen. Von
Autos des BMW-Konzerns wurden im ersten
Jahresmonat 3,3 Prozent weniger angemeldet, vom schwäbischen Rivalen
Mercedes-Benz hingegen vier Prozent mehr.