Neue Zahlen für 2025

Der Absatz der Autohersteller im Überblick [2025]

2025 zeigt sich die Autobranche im Umbruch: Während einige Konzerne trotz China-Schwäche stabil bleiben oder verlieren, feiern andere neue Rekorde; oft dank Hybrid- und E-Modellen. Welche Hersteller wirklich überraschen und wer unter Druck gerät, zeigt der Überblick.

Ein Autohof hinter einer Wirtschaftsgrafik.
Zahlreiche Krisen haben den Automarkt in den vergangenen Jahren stark belastet. 2025 zeigen die Absatzzahlen jedoch, wie unterschiedlich Hersteller und Regionen auf Erholung, China-Schwäche und Elektrifizierung reagieren.

Die Absatzzahlen der Autobauer 2025

Bis 2025 bleibt die globale Automobilindustrie von gegensätzlichen Entwicklungen geprägt. Während eine schwächere Nachfrage in China und ein intensiver Wettbewerb viele Hersteller belasten, sorgen Europa und Nordamerika sowie der Ausbau elektrifizierter Modellpaletten mancherorts für Wachstum. Der folgende Überblick zeigt, wie sich die wichtigsten Automobilhersteller im Jahr 2025 weltweit geschlagen haben, inklusive regionaler Trends, Bestseller-Modelle und strategischer Verschiebungen.

Volkswagen Group hält Auslieferungen stabil – Europa wächst, China schwächelt, E-Modelle treiben Entwicklung

Die Volkswagen Group hat 2025 weltweit 8.983.900 Fahrzeuge ausgeliefert und damit nahezu das Vorjahresniveau gehalten (9.026.700). Während Europa mit 3.939.000 Auslieferungen zulegen konnte (3.769.800; +4,5 %), belasteten Rückgänge in China mit 2.693.800 Einheiten (2.928.100; –8,0 %) sowie in Nordamerika mit 946.800 Fahrzeugen (1.057.000; –10,4 %) das Gesamtergebnis. Südamerika entwickelte sich dagegen dynamisch mit 663.000 Auslieferungen (594.300; +11,6 %). Nach Marken blieb Volkswagen Pkw mit 4.730.600 Fahrzeugen stärkste Säule (4.796.200), während Škoda deutlich auf 1.043.900 zulegte (926.600) und Seat/Cupra ebenfalls wuchs. Besonders stark entwickelte sich die Elektromobilität: Die BEV-Auslieferungen stiegen auf 983.100 Fahrzeuge (744.600; +32,0 %), getragen von Modellen wie ID.4/ID.5, ID.3 sowie dem neuen Škoda Elroq. Damit unterstreicht der Konzern trotz regionaler Gegenwinde die wachsende Bedeutung neuer Modellzyklen und der Elektrifizierungsstrategie für die künftige Nachfrageentwicklung.

Audi Auslieferungen 2025: Stabilisierung trotz China-Rückgang, E-Modelle als Wachstumstreiber

Audi hat 2025 weltweit 1.623.551 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert und damit leicht unter dem Vorjahreswert abgeschlossen (1.671.218; –2,9 %). Während Europa ohne Deutschland mit 464.046 Auslieferungen nahezu stabil blieb (466.209), konnte der Heimatmarkt Deutschland auf 206.290 Einheiten zulegen (198.342; +4,0 %). Belastend wirkte vor allem China, wo Audi 617.514 Fahrzeuge auslieferte (649.900; –5,0 %), ebenso Nordamerika mit 202.143 Einheiten (230.220; –12,2 %). Positiv entwickelten sich dagegen Übersee- und Wachstumsmärkte mit 133.558 Fahrzeugen (126.547; +5,5 %). Einen zentralen Impuls lieferte die Elektromobilität: Die Auslieferungen vollelektrischer Modelle stiegen auf über 223.000 Fahrzeuge (+36 Prozent), getragen insbesondere von neuen Baureihen wie dem Audi Q6 e-tron (84.000) und dem Audi A6 e-tron (37.000). Damit unterstreicht Audi, dass die laufende Produktoffensive vor allem im EV-Segment wirkt und regionale Marktbedingungen sowie Modellwechsel maßgeblich die Gesamtentwicklung prägen.

BMW Group steigert Auslieferungen leicht – Wachstum in Europa und USA, China bleibt Belastungsfaktor

Die BMW Group hat 2025 weltweit 2.463.715 Fahrzeuge ausgeliefert und damit den Absatz leicht gesteigert (2.451.000; +0,5 %). Besonders stark entwickelte sich Europa mit 1.016.360 Auslieferungen (947.200; +7,3 %), ebenso Amerika mit 508.221 Einheiten (480.800; +5,7 %), während die USA auf 417.638 Fahrzeuge zulegten (397.800; +5,0 %). Dämpfend wirkte dagegen Asien mit 871.550 Auslieferungen (961.000; –9,3 %), vor allem aufgrund des Rückgangs in China auf 625.527 Fahrzeuge (714.700; –12,5 %). Nach Marken blieb BMW mit 2.169.761 Auslieferungen klar dominierend (2.200.000; –1,4 %), während MINI mit 288.290 Fahrzeugen deutlich wuchs (245.000; +17,7 %) und BMW M mit 213.457 Einheiten einen neuen Rekord erreichte (206.600; +3,3 %). Ein zentraler Treiber der Entwicklung war die Elektrifizierung: Elektrifizierte Fahrzeuge erreichten 642.087 Auslieferungen (592.800; +8,3 %), darunter 442.072 vollelektrische Modelle (426.700; +3,6 %). Damit zeigt sich, dass BMW die schwächere Nachfrage in China durch starke Marktbedingungen in Europa und Nordamerika sowie eine wachsende Akzeptanz elektrifizierter Modelle kompensieren konnte.

Mercedes-Benz Group 2025: Solider Absatz getragen von Top-End-Modellen und Elektrifizierung

Die Mercedes-Benz Group hat 2025 weltweit 2.160.000 Pkw und Vans verkauft und damit unter dem Vorjahresniveau abgeschlossen (2.402.000; –10 %). Mercedes-Benz Cars kam auf 1.800.800 Auslieferungen (1.980.000; –9 %), wobei Europa mit 634.600 Einheiten nahezu stabil blieb (641.000; –1 %) und Deutschland mit 213.200 Fahrzeugen das Vorjahr erreichte (213.200; 0 %). Belastend wirkten dagegen Asien mit 747.000 Auslieferungen (889.000; –16 %), insbesondere China mit 551.900 Einheiten (680.000; –19 %), sowie Nordamerika mit 320.600 Fahrzeugen (364.000; –12 %). Top-End-Modelle wie Mercedes-AMG, Maybach und die G-Klasse erreichten 268.000 Verkäufe (282.000; –5 %), wobei AMG mit 145.000 Kundenauslieferungen eines seiner besten Ergebnisse erzielte (+7 Prozent) und die G-Klasse mit 49.700 Einheiten ein Rekordjahr verzeichnete (40.400; +23 %). Parallel stieg die Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen auf 368.600 Verkäufe (368.600; 0 %), unterstützt durch neue Modelle wie CLA und den vollelektrischen GLC.

Mercedes-Benz Vans 2025: Rückgang im Gesamtmarkt, starkes Wachstum bei eVans

Mercedes-Benz Vans erreichte 2025 weltweit 359.100 Auslieferungen und lag damit unter dem Vorjahreswert (403.000; –11 %). Europa blieb mit 248.700 Einheiten zwar wichtigste Region, entwickelte sich jedoch ebenfalls rückläufig (270.000; –8 %), während Deutschland mit 102.700 Fahrzeugen nahezu stabil blieb (103.700; –1 %). Deutlich schwächer fielen Asien mit 28.300 Einheiten (34.100; –17 %) und Nordamerika mit 43.400 Fahrzeugen aus (60.300; –28 %), wobei die USA mit 35.300 Einheiten besonders stark nachgaben (49.700; –29 %). Einen klaren Gegenpol bildete die Elektrifizierung: eVans legten auf 28.500 Verkäufe zu (19.500; +46 %), was die wachsende Akzeptanz des elektrischen Transporterportfolios unterstreicht. Mit Blick auf 2026 soll der neue vollelektrische VLE auf der kommenden Van-Architektur die nächste Phase der Modelloffensive einleiten und dem Segment neue Impulse geben.

Hyundai steigert weltweite Auslieferungen 2025 – Nordamerika auf Rekordkurs, Elektrifizierung gewinnt Tempo

Hyundai Motor hat 2025 weltweit 4.108.605 Fahrzeuge verkauft (4.028.045; +2 %) und damit in einem volatilen Marktumfeld moderat zugelegt. Treiber war Nordamerika mit 1.192.919 Einheiten (1.104.555; +8 %), wo die USA mit 984.017 Verkäufen (911.127; +8 %) ein Rekordjahr meldeten – gestützt durch volumenstarke Baureihen wie Elantra und Tucson sowie den IONIQ 5. Europa blieb mit 603.782 Fahrzeugen stabil (603.782; 0 %), während regulatorische Verschiebungen die Nachfrage dämpften, die Elektrifizierung aber deutlich anzog. In Mittel- und Südamerika stieg der Absatz auf 321.338 (311.979; +3 %), im Mittleren Osten und Afrika auf 317.270 (302.162; +5 %), sodass Schwächen in China (125.726) teilweise kompensiert wurden. Zudem verschob sich der Mix: Elektrifizierte Modelle summierten sich auf 932.123 (733.955; +27 %), vor allem Hybride mit 611.783 (463.472; +32 %). Genesis steuerte 221.482 Einheiten bei, mit dem GV70 als Bestseller (33.876; +26 %) und dem GV80 (23.799; +4 %), was die Rolle margenstarker SUVs für die Ergebnisqualität unterstreicht.

General Motors steigert US-Absatz 2025 deutlich – Pick-ups und SUVs als wichtigste Säulen

General Motors hat im Gesamtjahr 2025 in den USA insgesamt 2,85 Millionen Fahrzeuge verkauft und damit den Absatz spürbar gesteigert (+6 %). Der Marktanteil wuchs gleichzeitig um rund 0,5 Prozentpunkte auf etwa 17 Prozent, getragen vor allem von der starken Nachfrage nach margenstarken Pick-ups und SUVs. Besonders die Full-Size-Pick-ups blieben ein zentraler Wachstumstreiber: GM setzte 940.000 Einheiten ab (+7 %) und verteidigte damit zum sechsten Mal in Folge die Spitzenposition in diesem Segment. Parallel erreichten die Full-Size-SUVs einen neuen Rekord, wobei Chevrolet Tahoe und GMC Yukon die besten Jahreswerte seit 2007 erzielten und der Suburban auf das stärkste Ergebnis seit 2018 kam. Auch das Crossover-Geschäft entwickelte sich dynamisch mit 1,28 Millionen Verkäufen (+12 %), gestützt durch Modelle wie Trax, Traverse und Equinox. Im Elektrosegment legte GM kräftig zu und steigerte die EV-Verkäufe auf 169.887 Fahrzeuge (+48 %), womit der Konzern in den USA zur Nummer 2 im EV-Markt aufstieg. Gleichzeitig erzielte Cadillac die besten Verkäufe seit einem Jahrzehnt (+8 %), während GM insgesamt die breite Modellpalette von erschwinglichen Einstiegsfahrzeugen bis zu Premium- und Elektromodellen als Basis für weiteres Wachstum positioniert.

Ford Pro erzielt 2025 Absatzrekord in Deutschland – Transit Custom und Ranger als wichtigste Wachstumstreiber

Ford Pro hat 2025 in Deutschland mit 93.673 Neuzulassungen ein neues Allzeithoch erreicht und damit den bisherigen Rekord aus 2024 deutlich übertroffen (78.455; +19,4 %). Während der gesamte deutsche Nutzfahrzeugmarkt mit 527.256 Neuzulassungen leicht schrumpfte (533.658; –1,2 %), konnte Ford Pro seinen Marktanteil auf 17,8 Prozent ausbauen (14,7 Prozent) und bei leichten Nutzfahrzeugen (N1) sogar 20,9 Prozent erreichen, womit die Marke die Führungsposition in diesem Segment übernimmt. Ein zentraler Wachstumstreiber war die Elektrifizierung: 16.257 zugelassene Ford Pro Fahrzeuge waren 2025 elektrifiziert (3.825; +325 %), was einem Anteil von 17,4 Prozent entspricht, während Ford Pro bei elektrifizierten N1-Transportern mit 36,4 Prozent Marktanteil dominiert. Auf Modellebene trug vor allem der Transit Custom mit 27.193 Neuzulassungen maßgeblich zum Rekordjahr bei (23.240; +17 %), gefolgt vom Ford Ranger, der mit 15.051 Einheiten seine Pick-up-Dominanz weiter ausbaute (12.685; +18,6 %) und einen Segmentanteil von 63 Prozent erreichte. Damit zeigt Ford Pro, dass ein breites elektrifiziertes Nutzfahrzeugportfolio und starke Kernmodelle auch in einem rückläufigen Gesamtmarkt für nachhaltiges Wachstum sorgen können.

Stellantis behauptet 2025 starke Position in Europa – Hybrid- und Nutzfahrzeuggeschäft als Wachstumssäulen

Stellantis hat 2025 in der EU30 (den 30 europäischen Märkten der EU plus weiteren Ländern wie Großbritannien, Norwegen und der Schweiz) insgesamt 2.421.571 Fahrzeuge neu zugelassen und damit einen Marktanteil von 16 Prozent erreicht, womit der Konzern seine Position als zweitgrößter Hersteller in Europa festigt. Besonders stark entwickelte sich das Hybridsegment, in dem Stellantis mit 15 Prozent Marktanteil die Spitzenposition verteidigte, getragen von neuen Modellen wie Citroën C3 und C3 Aircross, Fiat Grande Panda, Jeep Compass sowie Opel/Vauxhall Frontera. Gleichzeitig bestätigte der Konzern seine Stärke bei leichten Nutzfahrzeugen mit 28,6 Prozent Marktanteil, wobei der Fiat Professional Ducato erneut das meistverkaufte Modell der Pro-One-Palette blieb und die Compact-Van-Familie mit Berlingo, Doblò, Combo und Partner/Rifter nahezu die Hälfte ihres Segments abdeckte (49,3 Prozent). Auch im Pkw-Markt blieb Stellantis in volumenstarken Klassen präsent: Fiat Panda führte das A-Segment an, Peugeot 208 und 2008 gehörten zu den Top-10-Bestsellern, während der Peugeot 3008 im C-SUV-Segment mit einem Wachstum von 22,6 Prozent gegenüber 2024 zu den erfolgreichsten Modellen zählte. Vor dem Hintergrund eines insgesamt unsicheren europäischen Marktes mit weiterhin gedämpfter Nachfrage signalisiert Stellantis damit Stabilität durch breit abgestützte Modelloffensiven und eine strategische Verschiebung hin zu Hybrid- und Nutzfahrzeugstärke.

Renault Group wächst 2025 weltweit – Dacia Sandero und Renault 5 treiben Elektrifizierung

Die Renault Group hat 2025 weltweit 2.336.807 Fahrzeuge verkauft und damit das dritte Wachstumsjahr in Folge erreicht (2.264.000; +3,2 %). In Europa entfielen 1.607.848 Auslieferungen auf den Konzern, getragen von einem deutlichen Plus im Pkw-Geschäft (+5,9 Prozent), während sich das Nutzfahrzeuggeschäft schrittweise stabilisierte. Nach Marken steigerte Renault den Absatz auf 1.628.030 Fahrzeuge (1.578.000; +3,2 %), Dacia erreichte 697.408 Einheiten (676.000; +3,1 %) und Alpine überschritt mit 10.970 Verkäufen erstmals die Marke von 10.000 Fahrzeugen (4.584; +139,2 %). Erfolgreiche Modellreihen wie der Dacia Sandero als meistverkaufter Pkw Europas sowie der Bigster als stärkster C-SUV im Retail-Segment der zweiten Jahreshälfte unterstrichen die Volumenbasis. Gleichzeitig gewann die Elektrifizierung deutlich an Bedeutung: Rund 400.000 Hybridfahrzeuge wurden verkauft (+35,1 Prozent), ergänzt durch etwa 194.000 Elektroautos (+76,7 Prozent), wobei der Renault 5 E-Tech electric als eines der meistgefragten Modelle im europäischen EV-Retailmarkt hervorstach. Damit zeigt Renault, dass Wachstum zunehmend aus einer Kombination aus internationaler Expansion, neuen Modellzyklen und einem beschleunigten Hochlauf elektrifizierter Antriebe getragen wird.

Nissan Group stabilisiert US-Absatz 2025 – SUVs und Trucks als wichtigste Wachstumstreiber

Nissan Group hat im Kalenderjahr 2025 in den USA insgesamt 926.153 Fahrzeuge verkauft und damit den Absatz nahezu auf Vorjahresniveau gehalten (924.008; +0,2 %). Die Nissan Division trug mit 873.307 Einheiten den größten Anteil bei (865.938; +0,9 %), während Infiniti mit 52.846 Verkäufen rückläufig blieb (58.070; –9,0 %). Die Entwicklung wurde vor allem durch eine starke Nachfrage nach SUVs und Trucks gestützt: Der Nissan Kicks legte um 33,9 Prozent zu, der Pathfinder um 25,6 Prozent und erreichte ebenso wie der Kicks das beste Jahresvolumen seit Markteinführung. Besonders dynamisch entwickelte sich zudem der Murano mit einem Plus von 121,3 Prozent, während auch der Armada um 14,4 Prozent wuchs. Nissan unterstreicht damit, dass 2025 weniger durch starke Volumenexpansion als durch eine Verschiebung hin zu margenstarken Modellreihen geprägt war. Weltweite Absatz- und Auslieferungszahlen für den gesamten Konzern wurden in dieser Mitteilung jedoch nicht genannt, da Nissan seine globalen Verkaufsdaten üblicherweise erst im Rahmen der Geschäftsjahresbilanz (Fiscal Year endet am 31. März 2026) veröffentlicht, sodass eine vollständige weltweite Einordnung voraussichtlich erst Ende April bis Mitte Mai 2026 erfolgen wird.

Lamborghini erzielt 2025 neuen Auslieferungsrekord – Hybridmodelle treiben Wachstum in allen Regionen

Lamborghini hat 2025 weltweit 10.747 Fahrzeuge ausgeliefert und damit erstmals deutlich über der Marke von 10.000 Einheiten einen neuen Allzeitrekord erreicht (10.112; +6,3 %). Die Nachfrage blieb in allen drei Makroregionen stabil: EMEA war mit 4.650 Auslieferungen erneut der wichtigste Markt (4.272), gefolgt von den Americas mit 3.347 Fahrzeugen (3.145) und Asia Pacific mit 2.750 Einheiten (2.695). Zentrale Wachstumstreiber waren vor allem die Modelle, die den Beginn der Elektrifizierungsphase markieren: Der Revuelto als erster V12-Hybrid-Supersportwagen sowie der Urus SE als Plug-in-Hybrid-Version des SUV trugen maßgeblich zum Absatzerfolg bei. Mit dem Temerario, dessen Kundenauslieferungen Anfang 2026 starten und dessen Auftragsbuch bereits rund zwölf Monate abdeckt, baut Lamborghini seine Hybridstrategie weiter aus und ist inzwischen der einzige Hersteller im Luxus-Supersportwagensegment mit vollständig hybridisierter Modellpalette. Damit unterstreicht das Rekordjahr, dass die Marke auch in einem geopolitisch und wirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld durch Exklusivität, starke Modellzyklen und die konsequente Elektrifizierung ihre globale Position weiter festigen kann.

Porsche liefert 2025 weltweit weniger Fahrzeuge aus – China schwächelt, Macan bleibt Bestseller

Porsche hat 2025 weltweit 279.449 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert und damit nach mehreren Rekordjahren einen Rückgang verzeichnet (310.718; –10 %). Die größte Absatzregion blieb Nordamerika mit 86.229 Auslieferungen und stabiler Entwicklung gegenüber dem Vorjahr (86.541; 0 %), während Europa ohne Deutschland auf 66.340 Fahrzeuge kam (75.899; –13 %) und der Heimatmarkt Deutschland mit 29.968 Einheiten ebenfalls deutlich nachgab (35.858; –16 %). Besonders stark fiel der Rückgang in China aus, wo Porsche 41.938 Fahrzeuge auslieferte (56.887; –26 %), was die anhaltend schwächere Nachfrage im Luxussegment und den intensiven Wettbewerb bei Elektrofahrzeugen widerspiegelt. Auf Modellebene blieb der Macan mit 84.328 Auslieferungen die stärkste Baureihe (82.650; +2 %), wobei vollelektrische Varianten bereits mehr als die Hälfte ausmachten. Gleichzeitig setzte der 911 mit 51.583 Auslieferungen erneut einen Rekord (51.050; +1 %), während Lieferlücken und Modellwechsel insbesondere bei 718 und Macan mit Verbrennungsmotor die Gesamtbilanz belasteten. Insgesamt unterstreicht Porsche damit die strategische Ausrichtung auf „Value over Volume“ sowie den wachsenden Anteil elektrifizierter Fahrzeuge, die 2025 weltweit bereits 34,4 Prozent der Auslieferungen ausmachten.

Toyota Motor Europe erzielt 2025 Absatzrekord – Elektrifizierte Modelle dominieren den europäischen Mix

Toyota Motor Europe hat 2025 in Europa insgesamt 1.229.038 Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus verkauft und damit einen neuen Allzeitrekord erreicht (1.217.038; +1 %). Der Absatz wurde vor allem durch die hohe Nachfrage nach elektrifizierten Antrieben getragen: Mit 948.042 elektrifizierten Fahrzeugen stieg das Volumen leicht an (903.850; +5 %), sodass diese bereits 77 Prozent des Gesamtmix ausmachen. Toyota blieb mit 1.143.963 Verkäufen zweitstärkste Pkw-Marke Europas (1.132.000; +1,0 %), wobei volumenstarke Baureihen wie Yaris Cross (200.477), Yaris (167.019), Corolla (155.643) und Toyota C-HR (143.166) die Basis bildeten. Besonders stark wuchsen Plug-in-Hybride mit einem Plus von 91 Prozent auf 71.845 Einheiten, unterstützt durch den neuen Toyota C-HR Plug-in Hybrid. Auch das Nutzfahrzeuggeschäft entwickelte sich dynamisch: Toyota Professional erzielte mit 158.270 Verkäufen ein Rekordergebnis (133.000; +19 %), angetrieben durch den Hilux (46.101; +20 %) und die Proace-Van-Familie. Lexus kam auf 85.075 Verkäufe (88.200; –3,5 %), wobei der neue LBX Hybrid mit 27.447 Einheiten (+19 %) zum Bestseller avancierte. Insgesamt zeigt Toyota, dass die Multi-Path-Strategie mit einem breiten Hybrid- und Plug-in-Angebot zunehmend zum entscheidenden Faktor für Wachstum und Marktstabilität in Europa wird.

Wie geht es mit der Automobilindustrie 2026 weiter?

Auch 2026 dürfte für die globale Automobilindustrie kein Jahr der kräftigen Erholung werden. Das Rating- und Analysehaus Morningstar DBRS, eine international tätige Kreditratingagentur, erwartet lediglich ein moderates Wachstum der weltweiten Pkw-Nachfrage von rund 2 Prozent in den Jahren 2026 und 2027. Gleichzeitig bleibt das Umfeld für viele traditionelle Hersteller schwierig: Intensive Konkurrenz, Überkapazitäten in China und Europa sowie der anhaltend hohe Investitionsbedarf für Elektrifizierung und softwaredefinierte Fahrzeuge drücken weiterhin auf Margen und Cashflows. Morningstar DBRS geht davon aus, dass sich Absatz und Profitabilität vieler OEMs zwar stabilisieren, aber erst ab 2027 leicht verbessern könnten, während zentrale Kennzahlen für die Kreditqualität vorerst schwächer bleiben als in der Vergangenheit.

Besonders deutlich wird die strukturelle Marktspaltung: In China soll der Anteil batterieelektrischer Fahrzeuge und Plug-in-Hybride 2026 auf über 65 Prozent steigen, in Europa auf rund 30 Prozent, während die EV-Dynamik in den USA eher stagniert und sich der Trend stärker in Richtung Hybride verschiebt. Gleichzeitig erhöhen geopolitische Unsicherheiten, mögliche Zölle und wechselnde politische Rahmenbedingungen den Druck auf die strategische Planung. Morningstar DBRS sieht deshalb den Kredittrend der Branche weiterhin „biased towards negative“ – also mit erhöhtem Risiko für weitere Rating-Herabstufungen im Jahr 2026, da sich der finanzielle Spielraum vieler Hersteller spürbar verengt. Damit bleibt 2026 vor allem ein Jahr der Neujustierung in einem Markt, der sich technologisch rasant wandelt, wirtschaftlich aber nur langsam wächst.

Die Absatzzahlen der Autobauer nach drei Quartalen

Die ersten beiden Quartale von 2025 ist rum und es gibt erste Anzeichen von Erholung. Generell waren die ersten fünf Jahre der neuen Dekade geprägt von extremen Einflüssen. Allen voran die Pandemie sorgte in den Jahren 2020 und 2021 für starke Schwankungen bei den Absätzen der einzelnen Autobauer. Noch extremer wirkten sich für viele OEMs die Folgen des Ukraine-Kriegs aus. Zwar dauert dieser noch immer an, doch bereits 2023 Jahr waren die Auswirkungen auf die Autobranche weniger deutlich. Zwar ist das Vor-Corona-Niveau noch nicht wieder erreicht – der Trend aber war positiv. Doch 2024 ging es insbesondere für traditionelle OEMs wieder bergab. Während innerhalb Europas 2024 10,63 Millionen Autos verkauft wurden – 0,8 Prozent mehr als 2023 – sprechen die weltweiten Absätze vieler Hersteller eine andere Sprache. Von den zehn größten Herstellern konnten lediglich Geely, Ford und BYD ihre Absatzzahlen verbessern. Die restlichen Sieben mussten, teils deutlich, federn lassen.

Absatz der einzelnen Marken 2024:

VW-Konzern wächst leicht, kämpft aber mit Gegenwind aus China

Die Volkswagen Group hat in den ersten neun Monaten 2025 weltweit rund 6,6 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert und damit ihr Vorjahresniveau leicht übertroffen. Das entspricht einem Wachstum von rund einem Prozent. In Europa legten die Auftragseingänge um 17 Prozent zu, während die Verkäufe in China um vier Prozent und in Nordamerika um acht Prozent zurückgingen. Besonders stark entwickelte sich das Elektrogeschäft: Die Auslieferungen von vollelektrischen Fahrzeugen stiegen weltweit um etwa 40 Prozent, in Europa sogar um mehr als 80 Prozent. Damit festigt der Konzern seine Position als einer der größten BEV-Anbieter weltweit, steht aber weiterhin unter Druck, die Profitabilität seiner elektrischen Modelle zu steigern und gleichzeitig die Margen in den Kernmärkten zu stabilisieren.

Audi mit stabilem Kurs und starkem Elektroanteil

Audi hat in den ersten neun Monaten 2025 weltweit 1.175.765 Fahrzeuge ausgeliefert und lag damit um 4,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang spiegelt die weiterhin anspruchsvollen Marktbedingungen wider – vom intensiven Wettbewerb in China bis zu neuen Handelshemmnissen in Nordamerika. Gleichzeitig zeigt sich im elektrifizierten Portfolio eine klare Aufwärtstendenz: Mit mehr als 163.000 ausgelieferten batterieelektrischen Fahrzeugen legte Audi um 41 Prozent zu – das stärkste Wachstum im Premiumsegment. Besonders der Q6 e-tron entwickelte sich dabei zu einem zentralen Modell mit knapp 64.000 Auslieferungen.

Regional betrachtet bleibt das Bild gemischt. In Europa (ohne Deutschland) lieferte Audi rund 341.000 Fahrzeuge aus, was einem Rückgang von vier Prozent entspricht, während der Heimatmarkt mit 149.000 Einheiten leicht zulegte. In Deutschland stieg vor allem die Nachfrage nach elektrischen Modellen deutlich an – über 28.000 ausgelieferte E-Fahrzeuge bedeuten ein Plus von 70 Prozent. In China, dem größten Einzelmarkt, gingen die Auslieferungen auf 434.000 Fahrzeuge zurück. Mit neuen, speziell für den Markt entwickelten Modellen wie dem A5L, dem Q6L e-tron oder dem E5 Sportback hofft der OEM, in den kommenden Quartalen wieder stärker Fuß zu fassen. In Nordamerika wurden rund 156.000 Fahrzeuge ausgeliefert; auch hier konnte Audi bei den Elektrovarianten deutlich zulegen (+54 Prozent), während sich die gesamtwirtschaftliche Lage weiter belastend auf das Gesamtvolumen auswirkte. In den übrigen Märkten wuchs der Absatz elektrischer Modelle um 51 Prozent auf rund 11.000 Einheiten.

Marke VW wächst leicht

Ein genauer Blick auf die Marken der Brand Group Core zeigt ein differenziertes Bild: Die Marke VW kam in den ersten neun Monaten auf 2,28 Millionen Fahrzeuge – ein Plus von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vor allem die Modelle der ID.-Familie sowie die SUV T-Cross, T-Roc und der neu eingeführte Tayron erwiesen sich als Wachstumstreiber. Die operative Rendite kletterte auf 2,3 Prozent. Ohne Sondereffekte durch US-Zölle, Restrukturierungen und den Hochlauf margenärmerer E-Fahrzeuge läge sie nach Unternehmensangaben bei 4,0 Prozent. Finanzvorstand David Powels spricht von „starker Dynamik“ bei den Volumenmodellen, betont aber zugleich den anhaltenden Gegenwind in China und den USA.

Skodas Elroq wird zum Verkaufsschlager

Škoda präsentierte sich erneut als Wachstumstreiber im Konzern. Mit 765.700 ausgelieferten Fahrzeugen erzielte die Marke ein Plus von 14,1 Prozent und festigte ihre Position als drittstärkste Automobilmarke Europas. Die Umsatzrendite blieb mit 8,0 Prozent stabil auf hohem Niveau. Besonders stark wächst der Anteil elektrifizierter Modelle: Mit 24,1 Prozent hat er sich gegenüber dem Vorjahr (11,1 Prozent) mehr als verdoppelt, getragen vor allem vom neuen Elroq, für den bereits 100.000 Bestellungen eingingen. Auch international legte Škoda kräftig zu: In Indien erreichte die Marke einen Auslieferungsrekord von 49.400 Fahrzeugen – ein Plus von 106 Prozent.

Cupra setzt mehr ab, kämpft aber mit Zöllen

Bei Seat und Cupra fällt das Bild gemischt aus. Der Absatz stieg leicht auf 480.600 Fahrzeuge (plus 3,0 Prozent), der Umsatz erhöhte sich um 6,9 Prozent auf 11,24 Milliarden Euro. Gleichzeitig brach das operative Ergebnis von 415 auf 16 Millionen Euro ein, die operative Rendite sank von 3,9 auf 0,1 Prozent. Gründe sind der verschärfte Wettbewerb, höhere Einfuhrzölle auf den in China produzierten CUPRA Tavascan und eine Verschiebung des Modellmixes zugunsten elektrifizierter Fahrzeuge. Finanzchef Patrik Andreas Mayer spricht von „einem erwarteten, aber herausfordernden Wettbewerbsumfeld“, das konsequente Kostenkontrolle und Fokussierung auf margenstarke Modelle erfordere.

VWN im Plus

Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) erzielte mit 324.000 verkauften Fahrzeugen ein Absatzplus von fünf Prozent, der Umsatz legte um 13 Prozent auf 12,5 Milliarden Euro zu. Der Mixeffekt durch höherpreisige Elektrofahrzeuge spielte dabei eine zentrale Rolle. Die Auslieferungen an Endkunden gingen jedoch um 10,7 Prozent auf 278.200 Fahrzeuge zurück, was vor allem auf den Anlauf des neuen Transporters zurückzuführen ist. Positiv entwickelten sich die BEV-Verkäufe, die sich auf 39.600 Fahrzeuge fast verdoppelten. Der ID. Buzz bleibt mit einem Marktanteil von 22,5 Prozent europäischer Spitzenreiter bei elektrischen leichten Nutzfahrzeugen. 

Mercedes-Benz reduziert Stückzahlen und setzt stärker auf Rentabilität

Mercedes-Benz verkaufte im dritten Quartal 2025 weltweit 441.453 Pkw – ein Rückgang von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. In den USA legten die Auslieferungen im bisherigen Jahresverlauf um sechs Prozent zu, während China und andere Märkte schwächer liefen. Der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge stieg auf 20,7 Prozent des Gesamtabsatzes, die reinen BEV-Modelle erreichten 8,8 Prozent (nach 9,3 Prozent im Vorjahr). Das Top-End-Segment, also AMG-, Maybach- und S-Klasse-Modelle, bleibt mit stabilen zweistelligen Anteilen ein wichtiger Ergebnisträger. Die Stuttgarter richten ihre Strategie zunehmend auf Profitabilität und Effizienz aus, was kurzfristig auf Kosten des Volumens geht. Diese Neuausrichtung mindert die Abhängigkeit von schwankenden Märkten, lässt aber zugleich offen, ob die Marke ihren Anteil im Mittelklassesegment halten kann.

Trotz rückläufiger Stückzahlen stiegen die Umsatzerlöse in den ersten drei Quartalen auf 48,4 Milliarden Euro – ein Plus von 4,6 Prozent. Ausschlaggebend war ein veränderter Produktmix mit höherem Anteil elektrischer Fahrzeuge. Das operative Ergebnis lag mit 1,56 Milliarden Euro unter dem Vorjahreswert, belastet durch Zölle, Restrukturierungen und Rückstellungen im Zusammenhang mit der CO₂-Regulierung. Für 2026 bereiten die Ingolstädter die nächste Phase ihrer Produktoffensive vor, die neben neuen kompakten E-Modellen und effizienten SUV auch die Premiere des Q9 sowie weitere RS-Fahrzeuge umfasst – Modelle, von denen sich Audi Impulse in wichtigen Segmenten verspricht.

BMW legt nach neun Monaten leicht zu

Nach drei Quartalen 2025 hat BMW weltweit 1.795.734 Fahrzeuge ausgeliefert, ein Plus von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allein im dritten Quartal kamen die Marken BMW, Mini und Rolls-Royce zusammen auf 588.140 ausgelieferte Fahrzeuge – ein deutliches Wachstum von 8,7 Prozent.

Während die Kernmarke BMW mit 1.585.382 Einheiten nahezu unverändert blieb (+0,1 %), verzeichnete Mini mit 206.252 Fahrzeugen ein kräftiges Plus von 23,7 Prozent. Rolls-Royce steigerte den Absatz leicht auf 4.100 Fahrzeuge (+3,3 %). Damit bleibt BMW auf moderatem Wachstumskurs – getragen vor allem von der dynamischen Entwicklung bei Mini und einer stabilen Nachfrage im Luxussegment.

Auch im Antriebsportfolio zeigen sich klare Fortschritte: Der Anteil elektrifizierter Modelle stieg per September auf 26,2 Prozent des Gesamtabsatzes, nach 23,3 Prozent im Vorjahr. Der Anteil vollelektrischer Fahrzeuge (BEV) erreichte 18 Prozent. Besonders stark fällt das Ergebnis in Europa aus: Dort machten elektrifizierte Modelle 40,9 Prozent aller Auslieferungen aus, während rein elektrische Fahrzeuge bereits ein Viertel des Absatzes (25,5 %) stellten.

Zuwächse gab es zudem bei den sportlichen M-Modellen, deren Auslieferungen im Neunmonatszeitraum um 7,9 Prozent zunahmen. Die breite Antriebsstrategie – von leistungsstarken Verbrennern bis zu vollelektrischen Modellen – erweist sich damit als zentraler Stabilitätsfaktor in einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld.

Tesla mit Rekordauslieferungen, aber wachsendem Druck im Wettbewerb

Tesla erreichte nach eigenen Angaben im dritten Quartal 2025 mit 497.000 ausgelieferten Fahrzeugen einen neuen Bestwert. Gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht das einem Zuwachs von rund sieben Prozent. Die Produktion lag mit 447.000 Fahrzeugen darunter. Das Wachstum wurde vor allem durch den US-Markt getragen, wo vor dem Auslaufen staatlicher Förderprogramme viele Käufe vorgezogen wurden. In Europa und China schwächt sich die Dynamik ab, auch weil dort immer mehr lokale Anbieter Marktanteile gewinnen. Teslas Stärke liegt weiterhin in der hohen Skalierung und im direkten Vertriebsmodell, doch der Abstand zu Wettbewerbern schrumpft. Ob der Rekordstand nachhaltig ist, wird sich zeigen.

Hyundai steigert Absatz und E-Anteil, kämpft aber mit sinkenden Margen

Die Hyundai Motor Company verzeichnete im dritten Quartal 2025 weltweit 1.035.718 verkaufte Fahrzeuge – ein Plus von 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Umsätze stiegen um 8,8 Prozent, während der Absatz elektrifizierter Fahrzeuge um 37 Prozent zunahm. In Nordamerika und Europa profitierte Hyundai von der Nachfrage nach den Ioniq-Modellen, in Asien blieb das Wachstum dagegen verhalten. Trotz des Absatzplus fiel das operative Ergebnis geringer aus als im Vorjahresquartal, was auf gestiegene Materialkosten und Währungseffekte zurückgeführt wird. Damit zeigt sich ein ambivalentes Bild: Hyundai wächst stärker als viele Konkurrenten, steht jedoch vor der Aufgabe, die Rentabilität seines schnell wachsenden Elektroportfolios zu sichern.

General Motors mit solidem Quartal, Transformation bleibt kostspielig

General Motors steigerte im dritten Quartal 2025 seinen US-Absatz um acht Prozent auf rund 710.000 Fahrzeuge. Besonders stark wuchs der Bereich vollelektrischer Modelle, deren Auslieferungen mit 66.500 Einheiten einen neuen Rekord erreichten., so der OEM. Im Jahresverlauf ergibt sich ein Plus von 105 Prozent bei den EV-Verkäufen. Chevrolet und GMC trugen den größten Teil des Wachstums bei, während Cadillac im Luxussegment Marktanteile ausbauen konnte. Damit zeigt sich GMs Zwei-Säulen-Strategie aus etablierten Verbrennern und neuen Elektroplattformen. Gleichzeitig steigt der Druck auf die Marge, weil Investitionen in Batteriefertigung und Software-Architektur hohe Vorlaufkosten verursachen. GM bewegt sich damit zwischen operativer Stabilität und der teuren Umsetzung seiner Elektrifizierungsziele.

Ford profitiert von Volumen und Hybridstärke, bleibt aber unter Zugzwang

Ford verkaufte im dritten Quartal 2025 in den USA 545.522 Fahrzeuge, ein Anstieg um 8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die elektrifizierten Modelle – Hybrid, Plug-in-Hybrid und BEV – legten um knapp 20 Prozent zu und erreichten einen Anteil von 15,7 Prozent am Gesamtabsatz. Besonders gefragt waren der F-150 Hybrid und der Mustang Mach-E. Das zeigt, dass Ford seine Stärken im volumenstarken Truck- und SUV-Segment nutzen kann, während das reine Elektroportfolio noch nicht die geplanten Stückzahlen erreicht. Der Hersteller hält an seiner Doppelstrategie aus Verbrenner-Profitabilität und schrittweiser Elektrifizierung fest.

Stellantis steigert Auslieferungen deutlich, Fokus liegt auf Stabilisierung

Stellantis meldete weltweit für das dritte Quartal 2025 geschätzte 1,3 Millionen „Shipments“, wie es der OEM selbst nennt. Das bedeutet einen Anstieg von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Besonders in Nordamerika trug die Erholung der Marken Jeep und RAM zum Aufschwung bei, während die Entwicklung in Europa moderater verlief. Die Kennzahl bezieht sich auf Händlerlieferungen, nicht auf Endkundenauslieferungen, spiegelt aber eine deutliche Produktionsbelebung wider. Stellantis sieht sich damit wieder auf Wachstumskurs, kämpft aber weiterhin mit der Profitabilität seiner E-Modelle und der Integration regional sehr unterschiedlicher Marken.

Die Absatzzahlen der Autobauer nach zwei Quartalen

Zur Jahresmitte 2025 zeigt sich die globale Automobilbranche unter Druck: Zwar setzen viele Hersteller weiterhin auf ambitionierte Elektrifizierungsstrategien, doch die Realität auf den Märkten ist deutlich komplexer. Während einzelne Regionen wie Deutschland eine stabile Nachfrage verzeichnen, belasten neue Handelshemmnisse – etwa US-Zölle – sowie ein zunehmend aggressiver Wettbewerb, insbesondere durch chinesische Anbieter, das Geschäft. Die rückläufigen Auslieferungszahlen bei mehreren großen OEMs deuten darauf hin, dass die pandemiebedingten Rekordgewinne der Vergangenheit nicht wiederkehren werden.

„Dies zeigt einmal mehr, dass die exorbitant hohen Zufallsgewinne der Corona-Ära vorbei sind und sich die Gewinngrößen normalisiert haben. Aber es zeigt auch sehr deutlich, dass die deutschen Automobil-Hersteller keine staatlichen Subventionen nötig haben“, sagt Frank Schwope, Lehrbeauftragter für Automotive Management an der Fachhochschule des Mittelstands Berlin. Gleichzeitig warnt er: „Der Gegenwind durch weltweite Handelshemmnisse wie Zölle und durch neue Hersteller aus China wird nicht abnehmen. Sowohl Mercedes-Benz, als auch Volkswagen und BMW werden auf Jahre Dauerbaustellen bleiben.“ Vor diesem Hintergrund werfen wir einen kritischen Blick auf die aktuellen Absatzzahlen im ersten Halbjahr 2025 – und darauf, welche Marken trotz schwieriger Rahmenbedingungen punkten konnten.

Zahlen aus 2025

Volkswagen feiert Comeback

Der VW-Konzern hat im ersten Halbjahr 2025 weltweit 4,41 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert – ein Plus von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders stark entwickelte sich das Elektrosegment: Mit 465.500 ausgelieferten vollelektrischen Fahrzeugen stieg der BEV-Absatz um 47 Prozent. Der globale Elektroanteil liegt nun bei elf Prozent, in Westeuropa fährt bereits jedes fünfte ausgelieferte Fahrzeug rein elektrisch. Erfolgreichste Modelle sind der Volkswagen ID.4/ID.5 (84.900 Einheiten), der ID.3 (60.700) und der Audi Q4 e-tron (44.600). Auch die Plug-in-Hybride legten deutlich zu: Mit 192.300 Einheiten stieg der PHEV-Absatz um 41 Prozent. Die Gruppe bleibt damit Marktführer im europäischen Elektroautomarkt mit einem BEV-Marktanteil von rund 28 Prozent.

Audi sackt ab

Im ersten Halbjahr 2025 musste Audi einen spürbaren Rückgang bei den weltweiten Auslieferungen hinnehmen. Die Marke lieferte rund 783.500 Fahrzeuge aus – ein Minus von 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Besonders betroffen war der chinesische Markt, wo die Auslieferungen um über zehn Prozent zurückgingen. Auch in Nordamerika sank der Absatz deutlich (- 9 Prozent). Lediglich in Deutschland konnte Audi ein leichtes Plus von 0,7 Prozent verzeichnen.

Trotz dieser rückläufigen Gesamtzahlen hebt der OEM den Zuwachs bei den vollelektrischen Fahrzeugen hervor: Mit über 101.000 ausgelieferten BEVs stieg deren Anteil um mehr als 32 Prozent. Besonders gefragt waren der Audi Q4 e-tron (ca. 45.000 Einheiten) und der neue Q6 e-tron (ca. 36.000). In Westeuropa legten die Auftragseingänge für E-Modelle um 70 Prozent zu – ein Lichtblick, der jedoch nicht über die schwache Entwicklung in anderen Regionen hinwegtäuschen kann. In China etwa brachen die BEV-Auslieferungen um 23,5 Prozent ein.

Die Zahlen zeigen: Audi befindet sich in einem schwierigen Transformationsprozess. Die Modelloffensive und die strategische Neuausrichtung – etwa durch die sogenannte „Zukunftsvereinbarung“ – sind noch nicht in der Breite des Marktes angekommen. Gleichzeitig belasten hohe US-Zölle und Restrukturierungskosten die Bilanz. Die operativen Kennzahlen spiegeln das wider: Das operative Ergebnis sank von 1,98 auf 1,09 Milliarden Euro, die operative Umsatzrendite halbierte sich nahezu auf 3,3 Prozent.

BMW mit leichten Verlusten

Die BMW Group hat im ersten Halbjahr 2025 weltweit 1.207.388 Fahrzeuge ausgeliefert, was einem leichten Rückgang von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders positiv entwickelte sich der Absatz elektrifizierter Fahrzeuge: Mit 318.949 ausgelieferten Einheiten – darunter 220.540 vollelektrische Modelle – stieg der Anteil um 18,5 Prozent. Die Marke BMW verzeichnete ein starkes Wachstum bei Plug-in-Hybriden mit 98.339 Einheiten, was einem Plus von 28,9 Prozent entspricht. Erfolgreichste Baureihen sind der BMW M5 und der neue M5 Touring, die maßgeblich zum Rekordhalbjahr der BMW M GmbH beitrugen. Auch Mini legte deutlich zu: Mehr als jeder dritte verkaufte Mini war vollelektrisch, was zu einem Gesamtwachstum von 17,3 Prozent führte.

Mercedes-Benz verliert

Mercedes-Benz verzeichnete im zweiten Quartal 2025 weltweit 453.700 ausgelieferte Pkw – ein Rückgang von neun Prozent, der vor allem auf eine gezielte Steuerung von Absatz und Lagerbeständen im Zuge neuer Zollregelungen zurückzuführen ist. Der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge liegt weltweit bei 21 Prozent, in Europa sogar bei 40 Prozent. Besonders gefragt waren der GLC, der erneut das meistverkaufte Modell war, sowie der neue CLE mit einem Absatzplus von 66 Prozent im ersten Halbjahr. Auch die G-Klasse konnte mit einem Zuwachs von 56 Prozent überzeugen.

Macan rettet Porsches schlechte Bilanz

Porsche lieferte im ersten Halbjahr weltweit 146.391 Fahrzeuge aus, was einem Rückgang von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Gleichzeitig stieg der Anteil vollelektrischer Fahrzeuge auf 23,5 Prozent. Hauptverantwortlich für diesen Trend ist der neue Macan, der mit über 45.000 Einheiten das meistverkaufte Modell der Marke ist – fast 60 Prozent davon in der elektrischen Variante. Auch der Panamera und der 911 trugen mit stabilen Zahlen zur Gesamtbilanz bei. Während Nordamerika und die Wachstumsmärkte zulegten, belasteten Rückgänge in China und Europa das Gesamtergebnis.

Hyundai in Deutschland stark

Hyundai konnte im ersten Halbjahr 2025 seine Position als drittstärkster Importeur in Deutschland festigen. Besonders stark entwickelte sich das Elektrosegment: Mit 12.981 vollelektrischen Neuzulassungen verzeichnete die Marke ein Wachstum von 55 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Anteil elektrischer Fahrzeuge an den Gesamtzulassungen lag bei 28 Prozent und damit deutlich über dem Marktdurchschnitt. Erfolgreichstes Modell ist der neue Inster, gefolgt vom Ioniq 5 und dem Kona Elektro.

Volvo muss federn lassen

Im zweiten Quartal 2025 hat Volvo weltweit rund 181.600 Fahrzeuge verkauft, was einem Rückgang von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Auch im ersten Halbjahr insgesamt lag der Absatz um neun Prozent unter dem Niveau von 2024. Die Finanzzahlen sehen ebenfalls schlecht aus – 716 Millionen Euro Verlust von April bis Juni.
Im Produktbereich setzt Volvo verstärkt auf Elektromobilität. Der neue EX30 wird nun in Gent produziert, um Zollkosten zu senken, während der EX90 erste Software-Optimierungen erhalten hat. Im Herbst folgt die Markteinführung der vollelektrischen Limousine ES90. Zudem bringt Volvo mit dem XC70 ein neues Plug-in-Hybrid-Modell mit großer Reichweite auf den Markt – zunächst in China. Für 2026 ist der Start des EX60 geplant, der auf einer neuen Elektroplattform basiert und das volumenstärkste Segment bedienen soll.

Gemischtes Bild bei amerikanischen OEMs

Tesla lieferte im zweiten Quartal 2025 weltweit 384.122 Fahrzeuge aus – ein Rückgang von 13,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Einführung der überarbeiteten Variante des Model Y im März konnte den Absatz bislang nicht wie erhofft beleben. Produktionspausen zu Jahresbeginn und eine geringere Nachfrage nach der Vorgängerversion wirkten sich zusätzlich negativ aus. Trotz des Rückgangs lagen die Auslieferungen im Rahmen der Analystenerwartungen. Tesla steht nun vor der Herausforderung, das zweite Jahr in Folge mit rückläufigen Auslieferungen abzuschließen.

GM und Ford wachsen in den USA

General Motors erzielte im ersten Halbjahr 2025 ein Absatzplus von zwölf Prozent in den Vereinigten Staaten und übertraf damit das durchschnittliche Marktwachstum deutlich. Besonders dynamisch entwickelte sich das Elektrogeschäft: Die EV-Verkäufe verdoppelten sich im zweiten Quartal, Chevrolet wurde zur meistverkauften Elektromarke im Land. Der Elektroanteil am Gesamtabsatz liegt bei rund 20 Prozent. Zu den erfolgreichsten Modellen zählen der Chevrolet Equinox, die Cadillac-Elektrofahrzeuge sowie der GMC Sierra.

Ford steigerte seinen Absatz in den Vereinigten Staaten im zweiten Quartal 2025 um 14,2 Prozent auf 612.095 Fahrzeuge und gewann deutlich an Marktanteil. Der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge lag bei 13,5 Prozent. Besonders erfolgreich war die F-Series mit über 222.000 verkauften Einheiten – das beste zweite Quartal seit 2019.

Bilanzen aus dem ersten Quartal 2025

VW stark bei Stromern, schwach in China

Der Volkswagen-Konzern hat im ersten Quartal 2025 weltweit 2,13 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert – ein leichtes Plus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Während sich die Verkäufe in Nord- und Südamerika sowie in Europa positiv entwickelten, ging der Absatz in China, dem wichtigsten Einzelmarkt des Konzerns, um 7,1 Prozent zurück. Der Rückgang konnte zwar durch Zuwächse in anderen Regionen ausgeglichen werden, verdeutlicht aber die anhaltenden Herausforderungen im chinesischen Markt.

Ein deutliches Wachstum verzeichnete der Konzern im Bereich der vollelektrischen Fahrzeuge (BEV): Die Auslieferungen stiegen weltweit um knapp 59 Prozent auf rund 217.000 Einheiten. Besonders in Europa legte der Absatz stark zu (+113 %), was auch den BEV-Anteil in Westeuropa auf rund 19 Prozent des Gesamtvolumens steigen ließ. In China hingegen brach der BEV-Absatz um rund 37 Prozent ein.

Auf Markenebene legte Volkswagen Pkw mit über 1,13 Millionen Fahrzeugen (+5,1 %) leicht zu, blieb jedoch auch im BEV-Segment mit Abstand vorne. Škoda (+8,2 %) und Seat/Cupra (+5,9 %) verzeichneten ebenfalls Zuwächse, insbesondere bei den E-Modellen. Audi und Porsche mussten hingegen bei den Gesamtverkäufen Rückgänge hinnehmen, obwohl sie bei den BEV-Auslieferungen zulegten.

In Westeuropa stieg die Nachfrage konzernweit um drei Prozent. Die Auftragseingänge legten in der Region um 29 Prozent zu, wobei vor allem neue Elektromodelle gefragt waren. Ob sich dieses Wachstum verstetigen lässt, dürfte auch davon abhängen, wie sich die Märkte angesichts der aktuellen Zollpolotik Donald Trumps in China und den USA weiterentwickeln.

Automobil Produktion Kongress 2025

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China vermiest die Bilanz von BMW in Q1

Die BMW Group hat im ersten Quartal 2025 weltweit 586.149 Fahrzeuge ausgeliefert – ein leichter Rückgang von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Hauptgrund dafür ist der Absatzrückgang in China, wo die Verkäufe um 17,2 Prozent einbrachen. Ohne den chinesischen Markt ergibt sich konzernweit allerdings ein Wachstum von knapp sechs Prozent. In Europa (+6,2 %) und den USA (+4,1 %) entwickelten sich die Verkäufe positiv – zumindest in diesen Regionen scheint sich BMW derzeit stabil behaupten zu können.

Die Auslieferungen vollelektrischer Fahrzeuge (BEV) stiegen im gleichen Zeitraum um 32,4 Prozent auf 109.516 Einheiten. Besonders stark fiel das BEV-Wachstum in Europa aus (+64,2 %). Die Marke BMW setzte allein 86.449 vollelektrische Modelle ab (+9,9 %), während Mini mit einem BEV-Anteil von über 35 Prozent ebenfalls einen deutlichen Schub im E-Segment verzeichnete. Rolls-Royce hingegen musste einen Rückgang von 9,4 Prozent hinnehmen.

In den USA konnten BMW und Mini zusammen 94.591 Fahrzeuge absetzen, was einem Plus von 4,1 Prozent entspricht. Damit läuft das Geschäft in Nordamerika weiterhin stabil – doch auch hier ist Vorsicht geboten: Die von Präsident Trump angeordneten Importzölle auf europäische Fahrzeuge dürften zur Belastung werden. Ob sich das aktuelle Niveau in einem zunehmend protektionistischen Umfeld halten lässt, ist fraglich.

Von hier an lesen Sie die Zahlen aus 2024

Balkendiagramm mit dem Titel „Die 10 größten Autobauer der Welt“, das den weltweiten Fahrzeugabsatz der Top-10-Autohersteller in den Jahren 2023 (rot) und 2024 (türkis) in Millionen zeigt. Toyota Group: 2023: 11,1 Mio. | 2024: 10,7 Mio. Volkswagen: 2023: 8,9 Mio. | 2024: 8,7 Mio. Hyundai Group: 2023: 7,3 Mio. | 2024: 7,2 Mio. Stellantis: 2023: 6,2 Mio. | 2024: 5,6 Mio. GM: 2023: 5,0 Mio. | 2024: 4,7 Mio. Ford: 2023: 4,4 Mio. | 2024: 4,5 Mio. BYD: 2023: 3,0 Mio. | 2024: 4,3 Mio. Honda: 2023: 4,1 Mio. | 2024: 3,8 Mio. Nissan: 2023: 3,4 Mio. | 2024: 3,3 Mio. Geely: 2023: 2,8 Mio. | 2024: 3,3 Mio. Quelle: CAM, Angaben in Millionen. Unten links ist das Logo von „Automobil Produktion“ zu sehen.
Absatz der zehn größten Autobauer der Welt 2023 und 2024

Toyota verliert, bleibt aber Primus

Die Toyota Motor Corporation setzte mit ihren Marken Toyota, Daihatsu, Lexus und Hino rund 10,8 Millionen Fahrzeuge ab. 2023 waren es noch rund 11,2 Millionen. Während die Kernmarke (inkl. Lexus) nur geringe Verluste von 1,4 Prozent verzeichnete, litt vor allem Daihatsu – minus 32 Prozent.

Marke VW verliert in China

Passend zur Dauerkrisenstimmung in der Kernmarke zeigen sich auch die Absatzzahlen von VW 2024. Insgesamt setzen die Wolfsburger 4,8 Millionen Einheiten ab, das sind rund 1,4 Prozent weniger als 2023. Hauptgrund ist der um 8,3 Prozent gefallene Absatz in China. Auch in Europa fielen die Zahlen um 1,77 Prozent. Dass das Gesamtergebnis nicht noch schlechter aussieht, verdankt man den Nord- und Südamerikanern. Hier konnte VW seine Verkäufe um 18,4 und 21,1 Prozent steigern.

Volkswagen Nutzfahrzeuge lieferte 2024 minimal weniger Modelle aus als im Vorjahr. Insgesamt waren es 408.300 (-0,3 Prozent). Besonders gut liefen der Caddy und der Crafter. Während der ID.Buzz bei 28.7000 Verkäufen verharrte, verloren die T-Modelle um 5,5 Prozent und der Amarok um 20,7 Prozent.

Absatz Marke VW 2023 und 2024

Audis Absatz bricht zweistellig ein

Nach satten Gewinnen im Vorjahr geht die Achterbahnfahrt für Audi weiter: 2024 lieferten die Ingolstädter 1.671218 Fahrzeuge aus – 11,8 Prozent weniger als 2023 (1.895.240). Nicht eine einzige Weltregion fällt dabei posotiv heraus. Lediglich in Europa fiel der Absatz "nur" einstellig (-5,9 Prozent). „Das Jahr 2024 wurde schon zu Beginn als ein Übergangsjahr eingestuft. Wir haben starke Modelle im Anlauf, die allerdings erst sukzessive in den Märkten volumenwirksam werden. Zeitgleich sind einige Modelle ausgelaufen", sagt Marco Schubert, Vorstand für Vertrieb und Marketing. Herausfordernde wirtschaftliche Rahmenbedingungen und eine fehlende Planbarkeit der Förderstrukturen würden aktuell branchenweit für eine gewisse Kaufzurückhaltung sorgen, vor allem bei vollelektrischen Fahrzeugen, moniert Schubert.

Audi Absatzzahlen 2023 und 2024

Bruchlandung für Porsche in Fernost

Den prozentual größten Absturz im so wichtigen chinesischen Markt erlebt Porsche – minus 28 Prozent. Dass daraus insgesamt "nur" ein Rückgang von drei Prozent resultiert, haben die Stuttgarter den Kunden in allen anderen Teilen der Welt zu verdanken. Vor allem in der Heimat verkaufte Porsche deutlich mehr Autos (+11 Prozent). Der Anteil elektrifizierter Sportwagen erhöhte sich in 2024 von 22 auf 27 Prozent, wovon knapp die Hälfte rein elektrische Fahrzeuge waren.

Skoda, Seat und Cupra wachsen einfach weiter

Die Frage muss man inzwischen ernsthafter denn je stellen: Was wäre der VW-Konzern ohne Skoda, Seat und Cupra? Während die drei Aushängeschilder VW, Audi und Porsche allesamt schwächelten, sorgt das tschechisch-spanische Duo für freudige Gesichter. 926.600 (+6,9 Prozent) lautet die stolze Gesamtzahl an ausgelieferten Fahrzeugen von Skoda. Seat (310.000) und Cupra (248.100) kommen zusammen auf 558.200 Einheiten – ein Plus von 7,5 Prozent. Noch bemerkenswerter ist die spanische Bilanz bei Elektroautos. Während alle anderen Konzernmarken Absatzeinbußen von bis zu 7,8 Prozent hinnehmen mussten, steigerten Seat und Cupra ihre Auslieferungen um sechs Prozent.

Auslieferungen VW Konzern 2023 2024

Lamborghini mit Rekordjahr

Mit insgesamt 10.687 ausgelieferten Fahrzeugen im Jahr 2024 – einem Plus von 6 Prozent gegenüber 2023 – erzielte Lamborghini das beste Jahresergebnis seiner Geschichte. Die Region EMEA führt das Ranking mit einem Plus von sechs Prozent und 4.227 ausgelieferten Fahrzeugen an, gefolgt von Amerika mit sieben Prozent Zuwachs und 3.712 Exemplaren.

General Motors mit sinkendem Absatz

Auch der US-Autobauer General Motors verzeichnet Verluste. Von 6,19 Millionen Autos reduzierte sich der Absatz auf glatte sechs Millionen. Das entspricht laut GM einem weltweiten Marktanteil von 6,7 Prozent. Der Trend zeigt jedoch nach oben. Das letzte Quartal 2024 lief mit rund 1,75 Millionen verkauften Autos überdurchschnittlich gut.

Stellantis mit fast acht Prozent Rückgang

Der Absatz von Stellantis ist im Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Insgesamt verkaufte der Konzern rund 5.68 Millionen Fahrzeuge, was einem Rückgang gegenüber den 6,17 Millionen Einheiten im Jahr 2023 entspricht. Besonders in Nordamerika und Europa waren die Verkäufe rückläufig: In Nordamerika sank der Absatz von 1,78 auf 1.53 Millionen Einheiten, während in Europa die Verkäufe von 2,71 auf 2,57 Millionen Einheiten fielen.

Ein ähnlicher Trend zeigte sich im Nahen Osten und Afrika (538.000 Einheiten gegenüber 614.000 im Vorjahr) sowie in Indien und Asien-Pazifik (66.000 gegenüber 91.000). In Südamerika hingegen konnte Stellantis mit 916.000 Einheiten einen leichten Anstieg gegenüber 2023 (879.000) verzeichnen.

Die Marktanteile spiegeln diesen Rückgang wider: In den wichtigsten Märkten Nordamerika (16,4 Prozent statt 17,5 Prozent) und Europa (12,4 Prozent statt 14,8 Prozent) verlor das Unternehmen Anteile.

Ford wächst minimal

Der Absatz von Ford ist im Jahr 2024 im Vergleich zu 2023 leicht gestiegen. Insgesamt wurden 4,47 Millionen Fahrzeuge verkauft, 2023 waren es rund 4,41 Millionen Einheiten. In den Vereinigten Staaten, dem wichtigsten Markt des Unternehmens, konnte Ford die Verkäufe von 2,10 Millionen auf 2,20 Millionen Einheiten steigern. Auch in Kanada und Australien legte der Absatz zu. In China ging es dagegen begrab, ebenso in Großbritannien, Deutschland, der Türkei, Italien und Frankreich.

E-Autos sorgen für Schadensbegrenzung bei BMW

Die BMW Group setzte 2024 mit 2.450.804 Einheiten vier Prozent weniger Autos ab. Während die Kernmarke 2,2 Millionen Autos verkaufte (-2,3 Prozent) fielen die Verluste bei Mini (-17,7 Prozent) und Rolls-Royce (-5,3 Prozent) deutlicher aus. Lediglich die 426.594 vollelektrischen Fahrzeuge besserten die Bilanz des Münchner Konzerns auf. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 13,5 Prozent mehr BEVs.

BMW Absatzzahlen 2023 und 2024

Amerika-Geschäft rettet Mercedes

Während die nationale Konkurrenz aus München zwar ähnlich hohe Einbußen hinnehmen musste, schaffte es BMW immerhin den Absatz an E-Autos zu erhöhen. Bei Mercedes-Benz war das Gegenteil der Fall. Im Vergleich zum Vorjahr setzte das Unternehmen, das die "begehrenswertesten Autos der Welt" zu bauen verspricht, 23 Prozent weniger batterieelektrische Fahrtzeuge ab. Insgesamt gingen die VErkäufe um drei Prozent zurück. Für Schadensbegrenzung sorgte in erster Linie die Bilanz in Nordamerika (+8 Prozent). Doch im größten Markt namens China verlor auch Mercedes stark (-7 Prozent).

Absatz von Mercedes-Benz 2023 und 2024

Hyundai muss federn lassen

Die Hyundai Motor Company verkaufte 2024 weltweit 4.141.791 Fahrzeuge, ein Rückgang von 1,8 Prozent im Vergleich zu 2023. Insbesondere im koreanischen Heimatmarkt brach der Absatz ein – Minus 7,5 Prozent.

Auch Nissan hat ein China-Problem

Nissan hat 2024 weltweit 3,35 Millionen Fahrzeuge verkauft – ein leichter Rückgang von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Während es in einigen Märkten bergauf ging, gab es in anderen deutliche Einbußen.

Besonders gut lief es in Nordamerika: In den USA stiegen die Verkäufe um 2,8 Prozent auf 924.000 Einheiten, in Kanada gab es sogar ein Plus von 12,8 Prozent. Auch in Mexiko konnte Nissan mit einem Zuwachs von 5,9 Prozent punkten. Insgesamt legte der nordamerikanische Markt um 4,1 Prozent auf 1,28 Millionen Fahrzeuge zu.

Anders sah es in China aus – hier musste Nissan ein Minus von 12,2 Prozent hinnehmen. Auch in Europa gingen die Verkäufe um 4,3 Prozent zurück, im Heimatmarkt Japan sanken die Zahlen leicht um 1,1 Prozent.

Tesla verliert erstmals seit Jahren

Tesla hat 2024 den ersten Rückgang der Auslieferungen seiner Elektroautos seit mehr als einem Jahrzehnt erlitten. Der von Tech-Milliardär Elon Musk geführte US-Hersteller lieferte knapp 1,79 Millionen Fahrzeuge an die Kunden aus. Das waren 19.355 weniger als 2023. Musk hatte einen leichten Anstieg in Aussicht gestellt. Dafür hätte Tesla aber im Schlussquartal noch 515.000 Autos zu den Kunden bringen müssen. Trotz einer Verkaufsoffensive wurden es am Ende nur 495.570 Fahrzeuge - immerhin ein Rekordwert. Die Zahl verfehlte auch durchschnittliche Schätzungen von Analysten.

Das Wachstum von BYD geht weiter

Während hierzulande noch immer wenige Modelle der Chinesen zu sehen sind, sieht es weltweit ganz anders aus. Insgesamt verkaufte BYD 2024 knapp 4,25 Millionen Pkw, wovon 1,76 reine Elektroautos waren. Die Chinesen sind damit in etwa auf einem Niveau mit Tesla, wenngleich die Amerikaner mit 1,79 Millionen Einheiten noch leicht vorne liegen. Wie krass der Anstieg der Gesamtzahlen BYDs ist, zeigt der Blick auf 2023. Damals verkaufte der OEM drei Millionen Einheiten – ein Wachstum von 41,1 Prozent. Damit dürften die Chinesen im Gesamtranking der größten Autohersteller der Welt weiter klettern. Bislang belegte das Unternehmen Platz zehn.

Europäer lieben Volvos E-Autos

Trotz Verlusten in den meisten Regionen der Welt liest sich die Bilanz der Schweden herausragend. Ein Plus von acht Prozent steht zu Buche. Verantwortlich dafür waren die europäischen Kunden. Der Sabtz stieg hier im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent. Bei den rein elektrischen Fahrzeugen explodierte das Wachstum gar um 76 Prozent.

Absatz Marke Volvo 2023 und 2024

Renault Group wächst leicht

Sowohl die Kernmarke Renault (+1,8 Prozent auf 1.577.351 Fahrzeuge) als auch Dacia (+2,7 Prozent auf 676.340 Fahrzeuge) sorgen für freudige Gesichter in Frankreich und Rumänien. Ähnlich wie die günstigeren Marken im VW-Konzern schafften auch sie es, dem Trend zu trotzen und mehr Autos abzusetzen als 2023. Auch die Marke Alpine steigerte ihre Verkäufe um knapp sechs Prozent auf 4.585 Fahrzeuge. Insgesamt setzte die Renault Group im Jahr 2024 weltweit 2.264.815 Fahrzeuge ab – ein Plus von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.