Industrie fordert „großen Wurf“ von der Bundesregieurng
Mehr als 3.000 Aussteller präsentieren auf der Hannover Messe Neuheiten. Welche Erwartungen die Industrie zur Eröffnung an die Politik stellt.
ZVEI-Präsident Gunther Kegel fordert auf der Eröffnungsveranstaltung der Hannover Messe von Bundeskanzler Friedrich Merz jetzt „einen großen Wurf, keine Flickschusterei“.
Deutsche Messe AG
Zum Start der Hannover Messe hat die Industrie spürbare
Reformen gefordert, um den Standort Deutschland zukunftsfest zu machen. „Es
braucht jetzt einen großen Wurf, keine Flickschusterei“, sagte Gunther Kegel,
Präsident des Verbands der Elektro- und Digitalindustrie ZVEI, bei der
Eröffnungsfeier der Messe, an der auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU)
teilnahm. Nötig, so Kegel, seien niedrigere Steuern, ein schlankerer
Sozialstaat, Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt und endlich ein spürbarer
Bürokratieabbau.
Die Unternehmen müssten ebenfalls ihren Beitrag leisten, so
Kegel in seiner Rede. „Auch wir, die Unternehmen, stehen im Obligo, unsere
Hausaufgaben zu machen.“ Denn Innovation bleibe Sache der Unternehmen.
ZVEI: „Gemeinsam Ruder rumreißen“
Als „unerschütterlicher Optimist“ sei er aber überzeugt,
dass es gelingen werde, gemeinsam das Ruder herumzureißen. „Machen wir den Weg
frei und treffen wir mutige Entscheidungen zum Wohle des Standorts“, so Kegel. „Lassen
Sie uns die Ärmel hochkrempeln. Wir alle wissen doch: Machen ist wie Wollen –
nur viel krasser!“
Mehr als 3.000 Aussteller aus den Bereichen Maschinenbau,
Elektro- und Digitalindustrie sowie der Energiewirtschaft zeigen von Montag an
auf dem Messegelände ihre Neuheiten. Die Messe gilt als weltweit wichtigste
Industrieschau. Im vergangenen Jahr zählte die Veranstaltung rund 127.000
Besucher.