VW-Konzern und Mercedes verkaufen weniger Autos
Die Märkte China und USA bremsen Volkswagen und Mercedes. Beide verzeichnen 2025 Absatzrückgänge - aber unterschiedlich deutlich. BMW legt hingegen leicht zu.
Mercedes musste 2025 beim Absatz einen deutlichen Rückgang verkraften. Hoffnungen für dieses Jahr ruhen auf dem neuen elektrischen CLA.
Mercedes-Benz
Vor allem wegen Rückschlägen bei den Verkaufszahlen in China
und in den USA haben der VW-Konzern und Mercedes-Benz im vergangenen Jahr
weniger Autos verkauft. Beide Autobauer legten am Montag ihre Absatzzahlen für
2025 vor.
Der VW-Konzern lieferte 2025 weltweit 8,98 Millionen
Fahrzeuge aller Konzernmarken an seine Kunden aus. Das seien 0,5 Prozent
weniger als ein Jahr zuvor gewesen, wie die Wolfsburger mitteilten. Bei
Mercedes fiel der Rückgang deutlicher aus. Die Schwaben lieferten mit rund
2.160.000 Pkw und Vans zehn Prozent weniger Fahrzeuge als im Vorjahr an seine
Händler aus.
Bereits vergangene Woche hatte Mercedes-Konkurrent BMW seine
Absatzzahlen veröffentlicht. Die Münchener verzeichneten ein minimales Plus von
0,5 Prozent, wie der Konzern mitteilte. 2,46 Millionen Fahrzeuge verkaufte BMW
demnach an seine Kunden.
Die Zahlen sind angesichts der etwas unterschiedlichen
Berechnung nicht eins zu eins miteinander vergleichbar, zeigen aber dennoch
eine Entwicklung auf. Finanzkennzahlen für das vergangene Jahr liegen bisher
nicht vor, diese veröffentlichen die Dax-Unternehmen im Laufe des ersten
Quartals.
Volkswagen-Konzern
In Europa legte Europas größter Autobauer zwar zu. 3,38
Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken wurden hier ausgeliefert, 3,8 Prozent
mehr als 2024. Das konnte Rückgänge in China und Nordamerika aber nicht
ausgleichen. „Insbesondere die intensive Wettbewerbssituation in China sowie
die Zölle und der Entfall der Elektro-Förderung in den USA haben unser Geschäft
beeinträchtigt“, sagte Audi-Vertriebsvorstand Marco Schubert, der das Ressort
auch im Gesamtkonzern betreut.
In China, wo der Konzern mit dem harten Preiswettbewerb
lokaler Elektroautoanbieter kämpft, wurden 2025 noch 2,69 Millionen Fahrzeuge
übergeben, acht Prozent weniger als im Vorjahr. In Nordamerika, wo Europas
Autobauer unter den neuen Zöllen von Präsident Donald Trump leiden, sackte die
Zahl der Auslieferungen um 10,4 Prozent auf 946.800 Fahrzeuge ab.
Kräftig zulegen konnten vor allem die Verkäufe reiner
Elektroautos. Weltweit wurden im Gesamtjahr 983.100 E-Autos aller Konzernmarken
ausgeliefert, fast ein Drittel mehr als 2024. In Europa ging es sogar um 66
Prozent nach oben. Fast jeder neunte Neuwagen aus dem Konzern war 2025 ein
Batteriewagen.
Mercedes-Benz
Die Stuttgarter gliedern ihren Absatz nach Pkw und Vans. Pkw
verkaufte Mercedes demnach insgesamt etwas über 1,8 Millionen, was einem
Rückgang von neun Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht. Die Vans
verzeichneten einen Rückgang von elf Prozent auf 359.100 Fahrzeuge. Rein
elektrisch war bei den Pkw knapp jeder zehnte Wagen.
In China, wohin Mercedes mit 551.900 Pkw noch immer fast ein
Drittel aller Autos lieferte, fiel der Rückgang mit 19 Prozent besonders
deutlich aus. Dort sitzt das Geld nicht so locker wie früher. Hinzu kommt, dass
der Wettbewerb durch neue einheimische Unternehmen stark zugenommen hat. In
Deutschland blieben die Schwaben mit 213.200 Fahrzeugen auf Vorjahresniveau.
In den USA hätten sich unter anderem die Zölle auf den
Konzernabsatz ausgewirkt, teilte der Dax-Konzern mit. Mercedes verkaufte dort
im vergangenen Jahr rund 285.000 Fahrzeuge, was einem Rückgang von zwölf
Prozent entspricht.
Hoffnungen machen dem Dax-Konzern neue Modelle. Die
Kundenaufträge für den im vergangenen Jahr vorgestellten neuen elektrischen CLA
und GLC lägen deutlich über den Erwartungen, hieß es laut Mitteilung. In diesem
Jahr soll dann unter anderem eine neue Version der S-Klasse vorgestellt werden.
BMW
Auch bei BMW drückte das China-Geschäft deutlich auf die
Zahlen. Die dortige Marktschwäche hatte im Herbst dazu geführt, dass der
Münchener Konzern eine Gewinnwarnung veröffentlichte. Doch die Verkäufe in
Europa und den USA, aber auch die Tochtermarke Mini bewahrten BMW vor einem
weiteren Jahr mit schrumpfenden Auslieferungen.
Konkret lieferte BMW in Europa im vergangenen Jahr 1,02
Millionen Autos aus, 7,3 Prozent mehr als im Vorjahr. In den USA waren es
417.638, was ein Plus von fünf Prozent bedeutet. In China ging es allerdings um
12,5 Prozent nach unten auf 625.527 Autos.