Auch lokale Fertigung geplant
Volkswagen expandiert nach Usbekistan
Volkswagen erschließt mit Usbekistan einen Wachstumsmarkt. Ein Novum für den OEM: Die Expansion wird vollständig aus der China-Tochter der Wolfsburger heraus getrieben. Der Volumenhersteller untermauert sein Engagement auch mit dem Aufbau einer lokalen Fertigung.
Robert Cisek (vorne, Dritter von rechts), CEO der Marke Volkswagen Pkw China, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (vorne, Sechster von rechts) und Shavkat Miromonovich Mirziyoyev (vorne, Fünfter von rechts), Präsident von Usbekistan, leiten das Volkswagen-Investitionsprojekt in Usbekistan ein.
Volkswagen
Unter den Augen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Usbekistans Staatsoberhaupt Shavkat Mirziyoyev hat Volkswagen seinen Marktstart im zentralasiatischen Land bekanntgegeben. Mit dem Markteintritt setze Volkswagen seine globale Vertriebsstrategie konsequent fort und erschließe gezielt neue wachstumsstarke Regionen, heißt es.
Dabei profitiert Volkswagen nach eigenen Angaben von einer starken industriellen Basis in China: Erstmals werde ein Exportmarkt vollständig durch die Marke Volkswagen in China gesteuert und mit Fahrzeugen aus China beliefert. „Der Ausbau neuer Märkte ist ein zentraler Bestandteil unserer globalen Vertriebsstrategie", sagt VWs Vertriebschef Martin Sander. „So machen wir innovative und technologisch hochwertige Fahrzeuge neuen Kundengruppen zugänglich.“
Lokales Händlernetz und Fertigungstiefe
Usbekistan gehört mit über 38 Millionen Einwohnern zu den am schnellsten wachsenden Automobilmärkten Zentralasiens. Die Fahrzeugnachfrage hat sich seit 2021 mehr als verdoppelt und erreichte 2025 ein Volumen von über 461.000 Einheiten. Um dieses Potenzial zu nutzen, baut Volkswagen nach und nach ein Händlernetz in Usbekistan auf: Bis Ende des Jahres sollen bereits an 13 Standorten Volkswagen Modelle verkauft werden, bis 2028 soll sich die Zahl der Händler nahezu verdoppeln.
Allerdings soll es nicht beim Import chinesischer Modelle, darunter Tiguan L Pro, Passat Pro und Teramont Pro sowie Modelle der Marke Jetta, bleiben, sondern auch lokal produziert werden: Gemeinsam mit dem Partner Alyans Auto soll noch in diesem Jahr eine SKD-Fertigung (Semi-Knocked Down) in der Hauptstadt Taschkent starten.