BMW Dingolfing

Seit 2020 läuft das neue BMW 4er Coupé in Dingolfing vom Band. Inzwischen hat sich der Fokus klar auf neue E-Modelle verschoben. (Bild: BMW)

Seit am 27. September 1973 ein roter BMW 520 als erstes Fahrzeug in Dingolfing vom Band rollte, hat sich der Standort für den Münchener Autobauer zum internen Qualitätssiegel gemausert. „Made in Dingolfing“ beschreibt seitdem vor allem die großen Modelle von BMW: vom 5er über den 7er bis zur 8er-Reihe. Auch Derivate des 3er und 4er werden inzwischen gebaut – auf dem ehemaligen Gelände des Goggomobil-Herstellers Hans Glas GmbH, den man im Jahr 1967 übernahm. Seit Mitte 2021 wird auch BMWs neues Elektroflaggschiff iX auf einer Linie im Antriebsmix mit 5er, 7er und 8er gefertigt. Insgesamt sind es 1.500 Fahrzeuge täglich, die im Werk an der Autobahn A92 von den Bändern rollen. Im Jahr 2021 belief sich die Zahl der Auslieferungen auf knapp 245.000.

Elektromobilität ist Teil der Dingolfing-DNA

In den vergangenen fast 50 Jahren entwickelte sich Dingolfing dabei nicht nur zum größten BMW-Werk in Europa, sondern auch zu einem zentralen Standort für Pressteile, Fahrwerks- und Antriebskomponenten. Mittlerweile spielt die BMW-Fabrik auch in Sachen E-Antriebsproduktion eine zentrale Rolle: Im entsprechenden Kompetenzzentrum werden auf zwei Linien E-Motoren sowie Hochvoltbatterien für Plug-in-Hybride der neuesten Generation gefertigt. Die hergestellten Elektroantriebe sollen eine Kapazität von mehr als 500.000 Fahrzeugen jährlich ermöglichen.

Dafür braucht es in Dingolfing auch mehr Personal: Seit Anfang 2022 erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten um mehrere hundert Mitarbeiter auf über 2.300. Seit Anfang 2020 hat BMW in Dingolfing weit über 1.500 Mitarbeiter in die Produktion von E-Antriebskomponenten eingebunden. Inzwischen ist das Werk mit 14 Fertigungsstraßen für Batteriemodule, Hochvoltbatterien und E-Motoren belegt.

BMW-Werk profitiert von enormen Investitionen

Seit 2020 hat BMW in den Ausbau der E-Komponentenfertigung rund 500 Millionen Euro investiert. Davor flossen bereits beispielsweise für die sechste Generation des 7ers – der im November 2022 als elektrifizierte Version i7 erscheinen soll – über drei Jahre verteilt eine halbe Milliarde Euro nach Dingolfing. Daraus entstanden unter anderem eine eigene CFK-Produktion und ein neuer, für Mischbau optimal ausgelegter Karosseriebau.

Darüber hinaus hat im benachbarten Mamming ein neues Versorgungszentrum E-Mobilität den Betrieb aufgenommen. Über dieses wird das Dingolfinger Werk mit Bauteilen wie Gehäusen für Hochvoltbatterien beliefert. Fertig produzierte E-Antriebskomponenten werden dort vor dem Versand in die Fahrzeugwerke zwischengelagert und sequenziert. Rund 100 Mitarbeiter eines Logistikdienstleisters sind bereits in dem knapp 50.000 Quadratmeter großen Komplex tätig.

Sie möchten gerne weiterlesen?

Registrieren Sie sich jetzt kostenlos:

Bleiben Sie stets zu allen wichtigen Themen und Trends informiert.
Das Passwort muss mindestens acht Zeichen lang sein.

Mit der Registrierung akzeptiere ich die Nutzungsbedingungen der Portale im Industrie-Medien-Netzwerks. Die Datenschutzerklärung habe ich zur Kenntnis genommen.

Sie sind bereits registriert?